...und das gleich mehrfach. Aber dazu gleich mehr.
Zunächst mal wünsche ich allen Lesern und Nichtlesern ein frohes Weihnachtsfest und hoffe, Ihr habt schöne Geschenke vom Weihnachtsmann bekommen.
Nachdem ich mich in den letzten Wochen mehr mit der Suche nach Geschenkideen als mit dem Surfen und Bloggen beschäftigt habe, galt es nun, am Montag, meinem ersten freien Tag, die fehlenden Geschenke auch noch zu besorgen.
Wie immer war ich damit natürlich ein wenig spät dran, obwohl es ja schon fast ängstlich früh ist, zumindest verglichen mit dem traditionellen Totaleinkauf am 24.12, den ich vor einigen Jahren noch praktizierte.
Da laut Presse der Einzelhandel mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden war, ging ich davon aus, dass alle anderen ihre Geschenke bereits gekauft hatten und mich entspannte Verkäufer mit bereits wieder aufgefüllten Regalen erwarten würden.
Um erst gar keinen Stress aufkommen zu lassen habe ich mich trotzdem relativ früh auf den Weg nach Köln gemacht. Das Auto auf dem kostenfreien, ruhigen Parkplatz hinter dem Bahnhof abgestellt und dann rein in den Regionalexpress nach Köln.
Etwas erstaunlich fand ich, dass der Zug um 10:19Uhr extrem gut gefüllt war und nur noch Stehplätze verfügbar waren.
Beim Überfahren der Rheinbrücke mit Blick auf die Autobrücken wurde mir klar, das mitnichten alle anderen Weihnachtsgeschenke gekauft waren. Auf allen Kölner Brücken reihte sich Auto an Auto und die Menschen strömten in die Stadt.
In der Fussgängerzone und den Geschäften das gleiche Bild, Menschenmassen rennen mehr oder weniger gestresst von einem Ort zum anderen.
Den Gedanken, mal eben zum Saturn zu gehen und vielleicht noch eine Kleinigkeit zu kaufen, konnte ich direkt wieder verwerfen. An allen Kassen Schlangen von zwanzig und mehr Kunden. Wer nicht unmittelbar von Ehekrisen oder Kinderterror bedroht war, kaufte hier am Besten nichts.
Also weiter zum eigentlichen Ziel. Ein Geschenk kaufen, von dem ich in der Zeitung gelesen hatte und das es sofort auf die Einkaufsliste geschafft hat. Krypt, ein Puzzle ohne Bild vorne drauf, was für echte Puzzler. Für Amateure wie mich ist das sowas wie an einem 24-Stunden-Lauf teilnehmen für Spaziergänger, für meine Frau (hoffentlich) eine schöne Herausforderung.
Leider hatten anscheinend auch viele andere die gleiche Zeitung gelesen, denn in keinem der großen Kölner Kaufhäuser war das Puzzle zu bekommen.
Etwas weniger entspannt ging es dann wieder Richtung Bahnhof, denn der Feierabend im Kindergarten nahte bereits.
Auf dem Parkplatz in Troisdorf kam mir der Anblick meines Autos zunächst etwas ungewohnt vor. Ich wusste, dass mal wieder eine Wäsche fällig ist, aber dass man die Nummernschilder vor lauter Dreck gar nicht mehr lesen kann, wäre neu für mich. Und bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass gar keine Nummernschilder mehr da waren.
Da hatte doch tatsächlich irgendein Depp meine Nummerschilder geklaut. Zuhause habe ich gleich die Polizei angerufen, die mich dann baten, im Laufe des Tages mal vorbeizukommen und eine Anzeige aufzugeben. Eine halbe Stunde später kam jedoch schon der nächste Anruf, mit meinen Schildern hatte jemand getankt und nicht bezahlt.
Für mich hiess das, auch der Dienstag war verplant (Strassenverkehrsamt --> Warten).
Es sollte sich zeigen, dass neues Kennzeichen samt Halterung und Ummeldung mich 63,00€ werden, die natürlich meine Versicherung nicht bezahlt.
Auf so Weihnachtsgeschenke verzichte ich gerne und frage mich, ob Kennzeichendiebe überhaupt soweit denken können.
Am Montag Nachmittag sind wir dann trotz allem, mit selbstgemalten Kennzeichen, noch nach Bonn auf den Weihnachtsmarkt gefahren.
Für mich eine der letzten Gelegenheiten, Krypt noch zu bekommen. Im Bonner Kaufhof sah ich dann tatsächlich eine Frau mit dem Puzzle in der Hand.
Freudestrahlend lief ich zu Ihr hin, fragte, wo es steht und brach dann innerlich zusammen. Es habe da vorn gestanden, sei aber das letzte gewesen. Also raus und heimlich weitersuchen.
Allerletzte Chance des Tages war ein echtes Fachgeschäft, der Puppenkönig. Erstmals traf ich auf Verkäufer, die wussten, was ich suchte und noch viel besser, die mir das Puzzle tatsächlich noch aus dem Lager besorgen konnten.
Klar, dass ich sofort zugeschlagen habe. Ungünstigerweise hatte ich mir natürlich keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie ich die Kiste vor meiner Frau verstecken sollte und so dauerte es keine Minute, bis das Geschenk erraten war. Ein Supergau für jeden Schenker, höchstens noch zu übertreffen von einem erratenen Geschenk, das der Beschenkte noch dazu gar nicht haben will...
Bei all den bisherigen Hindernissen versteht es sich von selbst, dass auch der Weihnachtsbaumkauf nicht glatt lief. Aber davon will ich gar nicht erst erzählen. Ausser vielleicht, dass ich nach wie vor der Meinung bin, zwei Tage vor Weihnachten müssten noch hinreichend Bäume da sein...
Der Heilige Abend verlief dafür erstaunlich problemlos, mit Ausnahme unseres Festplattenrekorders, der pünklich zum Fest seinen Geist aufgegeben hat.
Ansonsten hatten wir einen schönen und besinnlichen Abend und die Troisdorfer Verbrecher werden fortan von einem ferngesteuerten Polizeiporsche verfolgt, den der Weihnachtsmann wohl nicht ohne Grund bei uns abgegeben hat.
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Montag, 1. Dezember 2008
HERTEN-BERTLICH
Für 2008 hatte ich mir irgendwann vorgenommen, mal wieder einen Marathon unter 3:30h zu laufen und dabei möglichst eine neue Bestzeit aufzustellen. Die alte, 3:28:26, stammt noch vom Köln-Marathon 2005 und ist damit ja praktisch verjährt.
Mit meinem üblichen Trainingsgehoppe von 40 bis 60 Kilometern in der Woche im gemäßigten Tempo schaffe ich es zwar gelegentlich an den dreieinhalb Stunden zu schnuppern, gehe aber kurz vor Schluss meist ziemlich auf dem Zahnfleisch und lande dann mehr oder weniger knapp darüber.
Kurzum, ein ordentlich vorbereiteter Versuch musste her. Unter http://www.greif.de/ fand ich dann, was ich suchte: Ein Excel-Tool zur Erstellung von achtwöchigen Trainingslänen, die hart aber erfolgreich sein sollten. Die Suche nach einem passenden Marathon, der nicht weniger als acht Wochen entfernt war und auch nicht zuviele Berge hat, führte letztlich nach Herten-Bertlich.
Der Plan sah fünf Trainingseinheiten in der Woche vor, ein Mix aus Tempotraining und langen Läufen, alles deutlich schneller und länger als ich es gewohnt war. Als Zielzeit hatte ich mir 3:24 Stunden ausgesucht, daraus ergeben sich dann die Geschwindigkeiten für das Training.
Allen (Selbst-)zweifeln zum Trotz habe ich dann nicht nur den Trainingsplan gelesen, sondern ihn fast bis aufs letzte Detail umgesetzt. Das alleine ist für mich schon sehr erstaunlich und wäre ohne die Unterstützung meiner Frau nicht möglich gewesen. Die eine oder andere Trainingseinheit wäre ansonsten vermutlich durch mentales Training vor dem Fernseher ersetzt worden.
Je näher der Sonntag kam, desto unruhiger wurden meine Blicke auf die Wettervorhersage. 1 bis 5°C und Schneeregen, das ließ nichts Gutes erwarten. Und sämtliche Sorgen wurden Sonntag beim Aufstehen mehr als bestätigt. Minus ein Grad und Schneeregen, der sich auf der Autobahn in heftigen Dauerregen verwandelte, Bestzeit ade....
Kurz vor Herten-Bertlich, in einer Stadt, in der die Fussballstadien überdacht werden und deren Namen ich vergessen habe, besserte sich das Wetter ein wenig. Der Regen hörte auf, und wir gelangten trocken zur Anmeldung.
Die Herten-Bertlicher Strassenläufe bieten alle möglichen Strecken zwischen 5km und Marathon und finden sage und schreibe dreimal im Jahr statt. Bei soviel Übung überrascht es nicht, dass die Veranstaltung nahezu perfekt organisiert ist, jeder Handgriff sitzt und es gibt sogar eine reichhaltige Auswahl an Souvenirs.

Bei leichtem Nieselregen war die Bekleidungswahl nicht so einfach, ich entschied mich für ein langes Shirt und Jacke sowie Handschuhe. Auf den Kopf ein warme Mütze, die Schirmmütze hatte ich zuhause vergessen. Während des Marathons zeigte sich, dass die Auswahl richtig war. Weder wurde ich richtig nass, noch musste ich frieren.
Kurz nach dem Start wurde der Regen wieder stärker und meine Sicht geringer. Der Marathon besteht aus drei Runden durch die Felder rund um Herten-Bertlich und ist relativ flach. Ich hatte den Eindruck, dass es permanent ganz leicht bergab, bzw. bergauf geht. Auf der ersten 14km-Runde war das Ziel, nicht schneller als 4:50 (eigentlich 4:53, laut Plan) Minuten/km zu laufen. Mit Hilfe der Forerunner ging das erstaunlich gut und wie vom Greifplan vorhergesagt, musste ich mehr bremsen als beschleunigen.
Im Laufe der Runde hörte der Regen dann zum Glück auf und fing auch nicht wieder an. So konnte ich dann in Runde zwei und drei auch was von der Gegend sehen, während ich versuchte mein Tempo auf 4:45 einzustellen. Die meiste Zeit geht es über Feldwege oder am Waldrand entlang, kein Lauf, den man wegen der tollen Landschaft machen müßte. Schon eher wegen der Helfer, die bei dem Wetter auch nicht zu beneiden waren.
Runde zwei näherte sich dem Ende und noch war icht fit.
Auf der Strecke war es inzwischen schon recht einsam, bei 80 Teilnehmern wohl nicht anders zu erwarten. Voller wurde es nur wenn auf Teilstrecken die Läufer der anderen Distanzen ebenfalls unterwegs waren.

Vor mir lief jemand aus Bottrop, der a) noch ziemlich locker aussah und b) immer so um 4:40 lief. An den hängte ich mich nun dran und konnte so mein Tempo beibehalten. Bei Kilometer 37 war damit allerdings Schluss, denn da zog er noch einmal deutlich an und das konnte und wollte ich dann nicht mehr mitgehen. Bis dahin hatten wir aber noch ein paar andere Läufer eingesammelt.
Ich konnte gut mit 4:40-4:45 Minuten/km weiterlaufen und merkte erst bei km 41, dass es möglich war, sogar unter 3:20 zu bleiben. So musste ich tatsächlich noch einen Zahn zulegen und auf der matschigen Aschenbahn im Stadion noch einen Endspurt hinlegen. Die Uhr über dem Ziel tickte gnadenlos, doch schaffte es nicht, mir die 3:20:00 zu zeigen.
Meine Endzeit wurde mit 3:19:50 gestoppt und damit habe ich meine Traumzeit für dieses Rennen erreicht. Und das ohne Einbruch und Magenprobleme...
Mit meinem üblichen Trainingsgehoppe von 40 bis 60 Kilometern in der Woche im gemäßigten Tempo schaffe ich es zwar gelegentlich an den dreieinhalb Stunden zu schnuppern, gehe aber kurz vor Schluss meist ziemlich auf dem Zahnfleisch und lande dann mehr oder weniger knapp darüber.
Kurzum, ein ordentlich vorbereiteter Versuch musste her. Unter http://www.greif.de/ fand ich dann, was ich suchte: Ein Excel-Tool zur Erstellung von achtwöchigen Trainingslänen, die hart aber erfolgreich sein sollten. Die Suche nach einem passenden Marathon, der nicht weniger als acht Wochen entfernt war und auch nicht zuviele Berge hat, führte letztlich nach Herten-Bertlich.
Der Plan sah fünf Trainingseinheiten in der Woche vor, ein Mix aus Tempotraining und langen Läufen, alles deutlich schneller und länger als ich es gewohnt war. Als Zielzeit hatte ich mir 3:24 Stunden ausgesucht, daraus ergeben sich dann die Geschwindigkeiten für das Training.
Allen (Selbst-)zweifeln zum Trotz habe ich dann nicht nur den Trainingsplan gelesen, sondern ihn fast bis aufs letzte Detail umgesetzt. Das alleine ist für mich schon sehr erstaunlich und wäre ohne die Unterstützung meiner Frau nicht möglich gewesen. Die eine oder andere Trainingseinheit wäre ansonsten vermutlich durch mentales Training vor dem Fernseher ersetzt worden.
Je näher der Sonntag kam, desto unruhiger wurden meine Blicke auf die Wettervorhersage. 1 bis 5°C und Schneeregen, das ließ nichts Gutes erwarten. Und sämtliche Sorgen wurden Sonntag beim Aufstehen mehr als bestätigt. Minus ein Grad und Schneeregen, der sich auf der Autobahn in heftigen Dauerregen verwandelte, Bestzeit ade....
Kurz vor Herten-Bertlich, in einer Stadt, in der die Fussballstadien überdacht werden und deren Namen ich vergessen habe, besserte sich das Wetter ein wenig. Der Regen hörte auf, und wir gelangten trocken zur Anmeldung.
Die Herten-Bertlicher Strassenläufe bieten alle möglichen Strecken zwischen 5km und Marathon und finden sage und schreibe dreimal im Jahr statt. Bei soviel Übung überrascht es nicht, dass die Veranstaltung nahezu perfekt organisiert ist, jeder Handgriff sitzt und es gibt sogar eine reichhaltige Auswahl an Souvenirs.
Bei leichtem Nieselregen war die Bekleidungswahl nicht so einfach, ich entschied mich für ein langes Shirt und Jacke sowie Handschuhe. Auf den Kopf ein warme Mütze, die Schirmmütze hatte ich zuhause vergessen. Während des Marathons zeigte sich, dass die Auswahl richtig war. Weder wurde ich richtig nass, noch musste ich frieren.
Kurz nach dem Start wurde der Regen wieder stärker und meine Sicht geringer. Der Marathon besteht aus drei Runden durch die Felder rund um Herten-Bertlich und ist relativ flach. Ich hatte den Eindruck, dass es permanent ganz leicht bergab, bzw. bergauf geht. Auf der ersten 14km-Runde war das Ziel, nicht schneller als 4:50 (eigentlich 4:53, laut Plan) Minuten/km zu laufen. Mit Hilfe der Forerunner ging das erstaunlich gut und wie vom Greifplan vorhergesagt, musste ich mehr bremsen als beschleunigen.
Im Laufe der Runde hörte der Regen dann zum Glück auf und fing auch nicht wieder an. So konnte ich dann in Runde zwei und drei auch was von der Gegend sehen, während ich versuchte mein Tempo auf 4:45 einzustellen. Die meiste Zeit geht es über Feldwege oder am Waldrand entlang, kein Lauf, den man wegen der tollen Landschaft machen müßte. Schon eher wegen der Helfer, die bei dem Wetter auch nicht zu beneiden waren.
Runde zwei näherte sich dem Ende und noch war icht fit.
Auf der Strecke war es inzwischen schon recht einsam, bei 80 Teilnehmern wohl nicht anders zu erwarten. Voller wurde es nur wenn auf Teilstrecken die Läufer der anderen Distanzen ebenfalls unterwegs waren.
Vor mir lief jemand aus Bottrop, der a) noch ziemlich locker aussah und b) immer so um 4:40 lief. An den hängte ich mich nun dran und konnte so mein Tempo beibehalten. Bei Kilometer 37 war damit allerdings Schluss, denn da zog er noch einmal deutlich an und das konnte und wollte ich dann nicht mehr mitgehen. Bis dahin hatten wir aber noch ein paar andere Läufer eingesammelt.
Ich konnte gut mit 4:40-4:45 Minuten/km weiterlaufen und merkte erst bei km 41, dass es möglich war, sogar unter 3:20 zu bleiben. So musste ich tatsächlich noch einen Zahn zulegen und auf der matschigen Aschenbahn im Stadion noch einen Endspurt hinlegen. Die Uhr über dem Ziel tickte gnadenlos, doch schaffte es nicht, mir die 3:20:00 zu zeigen.
Meine Endzeit wurde mit 3:19:50 gestoppt und damit habe ich meine Traumzeit für dieses Rennen erreicht. Und das ohne Einbruch und Magenprobleme...
Sonntag, 23. November 2008
Wintersportmetropole Troisdorf
Ja, es ist wahr. Auch in Troisdorf kann es schneien.
In meinen viereinhalb Jahren in Troisdorf habe ich heute abend zum zweiten Mal nennenswerte Schneemengen gesehen. Gut, in meinem letzten Wohnort, Nürnberg, würde man darüber lachen, doch hier definiere ich nennenswert wie folgt:
* Schneehöhe > 2cm
* Liegedauer > 30 Minuten
Beides wurde heute abend erreicht:

Ich wage sogar die kühne Prognose, dass auch morgen früh noch Restmengen zu sehen sein werden. Den Klimawandel werde ich dennoch nicht wieder infrage stellen.
Spätestens Mittwoch erwarte ich wieder das übliche Schmuddelwetter.
Soviel zum Thema Winter. Jetzt zum Sport. Die Vorbereitung auf den Marathon in Herten-Bertlich nähern sich dem Ende. Der lange Lauf am Samstag war richtig angenehm, da langsamer als die letzten beiden und ohne Endbeschleunigung. Diese Woche kommen nur noch ein paar ganz kurze Läufe und schon sind die acht Wochen vorbei. Ich fühle mich ganz gut vorbereitet und freue mich schon auf den Lauf.
In meinen viereinhalb Jahren in Troisdorf habe ich heute abend zum zweiten Mal nennenswerte Schneemengen gesehen. Gut, in meinem letzten Wohnort, Nürnberg, würde man darüber lachen, doch hier definiere ich nennenswert wie folgt:
* Schneehöhe > 2cm
* Liegedauer > 30 Minuten
Beides wurde heute abend erreicht:
Ich wage sogar die kühne Prognose, dass auch morgen früh noch Restmengen zu sehen sein werden. Den Klimawandel werde ich dennoch nicht wieder infrage stellen.
Spätestens Mittwoch erwarte ich wieder das übliche Schmuddelwetter.
Soviel zum Thema Winter. Jetzt zum Sport. Die Vorbereitung auf den Marathon in Herten-Bertlich nähern sich dem Ende. Der lange Lauf am Samstag war richtig angenehm, da langsamer als die letzten beiden und ohne Endbeschleunigung. Diese Woche kommen nur noch ein paar ganz kurze Läufe und schon sind die acht Wochen vorbei. Ich fühle mich ganz gut vorbereitet und freue mich schon auf den Lauf.
Mittwoch, 19. November 2008
Kein Wetter für Brillen
Gestern war in der Tat kein (Lauf-)Wetter für Brillenträger. Nieselregen, Kälte, Dunkelheit, genau das, was man vom November erwarten kann. Im Prinzip ja nichts Schlimmes, manchmal mag ich das Wetter sogar, aber das Loslaufen fällt doch immer wieder schwer.
15 schnelle Kilometer standen auf dem großen Zettel am Kühlschrank und Kneifen gilt nicht. So habe ich mich dann, nicht ohne nach Mitleid zu haschen, tatsächlich auf den Weg gemacht zur kleinen Siegrunde. Sieg übrigens nicht von Gewinnen sondern vom Fluss, an dem ich so meine Runden drehe.
Der Regen hatte eine für mich wirklich unangenehme Konsistenz, es war mehr feuchte Luft denn richtige zum Boden fallende Tropfen. So konnte dann auch der Schirm meiner Mütze nicht viel ausrichten und meine Brille war entweder voll mit Minitropfen oder aber Beschlagen von meinem Atem. Die Sicht war minimal und der Lauf machte entsprechend auch nur minimalen Spass.
Irgendwann so um die Hälfte der Strecke kam mir dann endlich der zündende Gedanke: Nimm doch einfach die Brille ab!
Schlagartig wurde mir klar, dass es weder neblig war noch stockfinster und der Rest der Strecke war dann wieder ein angenehmer Lauf.
Nach den sechs harten Trainingswochen kann ich ein Tempo unter 5:00 Min/km gut gehen und bin gespannt, ob das auch in Herten-Bertlich klappt.
Das Trainingspensum und das Tempo werden übrigens schon wieder langsam reduziert, die Zeichen stehen auf Erholung...
15 schnelle Kilometer standen auf dem großen Zettel am Kühlschrank und Kneifen gilt nicht. So habe ich mich dann, nicht ohne nach Mitleid zu haschen, tatsächlich auf den Weg gemacht zur kleinen Siegrunde. Sieg übrigens nicht von Gewinnen sondern vom Fluss, an dem ich so meine Runden drehe.
Der Regen hatte eine für mich wirklich unangenehme Konsistenz, es war mehr feuchte Luft denn richtige zum Boden fallende Tropfen. So konnte dann auch der Schirm meiner Mütze nicht viel ausrichten und meine Brille war entweder voll mit Minitropfen oder aber Beschlagen von meinem Atem. Die Sicht war minimal und der Lauf machte entsprechend auch nur minimalen Spass.
Irgendwann so um die Hälfte der Strecke kam mir dann endlich der zündende Gedanke: Nimm doch einfach die Brille ab!
Schlagartig wurde mir klar, dass es weder neblig war noch stockfinster und der Rest der Strecke war dann wieder ein angenehmer Lauf.
Nach den sechs harten Trainingswochen kann ich ein Tempo unter 5:00 Min/km gut gehen und bin gespannt, ob das auch in Herten-Bertlich klappt.
Das Trainingspensum und das Tempo werden übrigens schon wieder langsam reduziert, die Zeichen stehen auf Erholung...
Mittwoch, 12. November 2008
Anfang November
Die erste Novemberhälfte war ziemlich ereignisreich.
Die schlechte Nachricht zuerst: Michael Crichton, einer meiner Lieblingsautoren, ist am 4.11. gestorben. Jurassic Park (das Buch und nicht der Film) und Prey zählen schon lange zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe mich immer auf das nächste Werk gefreut.
Danach kommen dann die guten Meldungen:
* Barack Obama ist zum Präsidenten der USA gewählt worden und hat angesichts der Finanzkrise sowie der vielen Kriege gute Chancen es besser zu machen als sein Vorgänger. Hoffentlich kann er die allgemein großen Erwartungen auch erfüllen.
* Andrea Ypsilanti ist in letzter Minute gestoppt worden. Die Gier nach Macht rechtfertigt nicht alle Mittel. Bin gespannt wie die Wahl ausgeht, wenn die Linksoption vorher bekannt ist.
Mein alljährlich wiederkehrender Geburtstag war dagegen natürlich ein kaum nennenswertes Ereignis. Mit einer Ausnahme: Meiner Frau habe ich zu verdanken, dass ich schlagartig 20 bis 25 Jahre jünger geworden bin.
Als Geschenk hatte sie nämlich etwas besorgt, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte:
Eine Eintrittskarte für das METALLICA Konzert im Mai nächsten Jahres in der Köln-Arena, äh Lanxess-Arena auf neudeutsch.
Dazu muss ich sagen, dass ich Metallica bereits gehört habe, als wir noch mit schlecht kopierten Demo-Kassetten unsere Eltern nervten. Es war wohl die erste härtere Musik, die ich gehört habe und ich mag insbesondere die alten Sachen immer noch sehr gerne.
Am Wochenende standen dann gleich zwei Veranstaltungen auf dem Plan. Zuerst der Besuch meines Schwagers inklusive Teilnahme am Zeiler Waldmarathon (allerdings nur der Halbmarathon). Ein wirklich toller Lauf durch den Zeiler Wald, wie der Name schon vermuten liess. Ich hatte den Eindruck, es ging mehr bergab als bergauf, obwohl dies bei einem Rundkurs nur schwer möglich ist. Es ging also kurz und steil bergauf und dafür lang und weniger steil bergab. Irgendwann werden wir bestimmt noch mal den ganzen Marathon laufen.
Am Sonntag dann der Troisdorfer 6-Stunden-Lauf, von dem wir aufgrund der langen Rückreise vom Main leider den größten Teil verpasst haben. Dafür behalten wir ihn mit besten Wetterbedingungen in Erinnerung und konnten wenigstens noch beim Abbau helfen.
Die schlechte Nachricht zuerst: Michael Crichton, einer meiner Lieblingsautoren, ist am 4.11. gestorben. Jurassic Park (das Buch und nicht der Film) und Prey zählen schon lange zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe mich immer auf das nächste Werk gefreut.
Danach kommen dann die guten Meldungen:
* Barack Obama ist zum Präsidenten der USA gewählt worden und hat angesichts der Finanzkrise sowie der vielen Kriege gute Chancen es besser zu machen als sein Vorgänger. Hoffentlich kann er die allgemein großen Erwartungen auch erfüllen.
* Andrea Ypsilanti ist in letzter Minute gestoppt worden. Die Gier nach Macht rechtfertigt nicht alle Mittel. Bin gespannt wie die Wahl ausgeht, wenn die Linksoption vorher bekannt ist.
Mein alljährlich wiederkehrender Geburtstag war dagegen natürlich ein kaum nennenswertes Ereignis. Mit einer Ausnahme: Meiner Frau habe ich zu verdanken, dass ich schlagartig 20 bis 25 Jahre jünger geworden bin.
Als Geschenk hatte sie nämlich etwas besorgt, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte:
Eine Eintrittskarte für das METALLICA Konzert im Mai nächsten Jahres in der Köln-Arena, äh Lanxess-Arena auf neudeutsch.
Dazu muss ich sagen, dass ich Metallica bereits gehört habe, als wir noch mit schlecht kopierten Demo-Kassetten unsere Eltern nervten. Es war wohl die erste härtere Musik, die ich gehört habe und ich mag insbesondere die alten Sachen immer noch sehr gerne.
Am Wochenende standen dann gleich zwei Veranstaltungen auf dem Plan. Zuerst der Besuch meines Schwagers inklusive Teilnahme am Zeiler Waldmarathon (allerdings nur der Halbmarathon). Ein wirklich toller Lauf durch den Zeiler Wald, wie der Name schon vermuten liess. Ich hatte den Eindruck, es ging mehr bergab als bergauf, obwohl dies bei einem Rundkurs nur schwer möglich ist. Es ging also kurz und steil bergauf und dafür lang und weniger steil bergab. Irgendwann werden wir bestimmt noch mal den ganzen Marathon laufen.
Am Sonntag dann der Troisdorfer 6-Stunden-Lauf, von dem wir aufgrund der langen Rückreise vom Main leider den größten Teil verpasst haben. Dafür behalten wir ihn mit besten Wetterbedingungen in Erinnerung und konnten wenigstens noch beim Abbau helfen.
Sonntag, 2. November 2008
Halbzeit
Da ist doch tatsächlich schon die Hälfte der Vorbereitungszeit für Herten-Bertlich vorüber. Nachdem mich letzte Woche die Erkältung niedergestreckt hatte und ich nur jämmerliche 50km geschafft habe, ging es in dieser Woche wieder erheblich besser.
Am Montag habe ich eine langsame Einheit vorgezogen, da ich nicht zu schnell wieder einsteigen wollte, aber Mittwoch ging es dann wieder mit sechs mal 1000 ans Eingemachte.
Der Feiertag gestern kam mir lauftechnisch sehr entgegen, denn so konnte ich ohne schlechtes Gewissen meinen langen Lauf bei Tageslicht beginnen. Die sonst fälligen Wochenendeinkäufe habe ich auf Freitag und Montag verteilt. Bei knapp unter 10°C herrschten gute Bedingungen und die große Bonnrunde verging wie im Flug.
Heute standen noch einmal zwanzig gemütliche Kilometer auf dem Plan und so habe ich diese Woche alle geforderten Einheiten geschafft. Herten kann kommen!
Am Montag habe ich eine langsame Einheit vorgezogen, da ich nicht zu schnell wieder einsteigen wollte, aber Mittwoch ging es dann wieder mit sechs mal 1000 ans Eingemachte.
Der Feiertag gestern kam mir lauftechnisch sehr entgegen, denn so konnte ich ohne schlechtes Gewissen meinen langen Lauf bei Tageslicht beginnen. Die sonst fälligen Wochenendeinkäufe habe ich auf Freitag und Montag verteilt. Bei knapp unter 10°C herrschten gute Bedingungen und die große Bonnrunde verging wie im Flug.
Heute standen noch einmal zwanzig gemütliche Kilometer auf dem Plan und so habe ich diese Woche alle geforderten Einheiten geschafft. Herten kann kommen!
Samstag, 25. Oktober 2008
Die Erkältung
Da nehme ich mir einmal vor, ordentlich nach Plan zu trainieren, schaffe das sogar zwei ganze Wochen lang, und schon kommt etwas dazwischen.
Nach dem 100km Trainingsauftakt in der ersten Woche, brachte ich es in der zweiten Woche noch einmal auf 98km und lag damit super im Plan. (Allerdings nicht im Plan für regelmäßiges Posten im Blog...)
Auch das Montag- und Mittwochabendtraining in dieser Woche habe ich noch ganz gut geschafft, obwohl es immer wieder eine echte Herausforderung ist, sich im Dunkeln bei Nieselregen zum Laufen an der Sieg aufzuraffen.
Irgendwie fällt es mir da immer schwer, ein konstantes Tempo nach Vorgabe zu laufen. Die Forerunner ist dabei möglicherweise auch etwas hinderlich, denn die angezeigte Momentangeschwindigkeit schwankt doch immer deutlich. Wenn man darauf reagiert, hat man meist bereits verloren. Inzwischen verlasse ich mich beim Tempotraining mehr auf den Puls, der ist ein verlässlicherer Informant.
Ein weiterer Grund, warum ich Läufe im Dunkeln nicht wirklich mag, ist die Verletzungsgefahr. Trotz Stirnlampe sieht man Unebenheiten und rutschige Stellen erst ziemlich spät.
Das Risiko ahnungslose Hundebesitzer über den Haufen zu rennen ist übrigens ebenfalls deutlich erhöht. Das ist zwar immer noch angenehmer als in den Haufen der ebenso ahnungslosen Hund zu rennen, aber doch auch nicht erstrebenswert. Im Allgemeinen sieht man sowieso erst den Hund, denn die tragen inzwischen häufiger mal gut sichtbare Blinklichter. Danach kann man dann versuchen zu erahnen, wo im weiteren Umfeld sich der zugehörige Besitzer aufhalten könnte.
Mit etwas Glück haben die in der Regel dunkel gekleideten Hundebesitzer auch mich schon gesehen, mit Stirnlampe und reflektierender Weste bin ich vermutlich ganz gut zu erkennen. Einige reagieren dann sogar und halten sich am Rand des Weges auf, so dass man problemlos vorbeikommen kann.
Über eine Hundeleine zu stolpern ist hingegen ein eher geringes Risiko.
So, zurück zum Thema. Über die Gefahren der Nacht wollte ich eigentlich gar nicht referieren. Bis Donnerstag Morgen war ich also guter Dinge, auch in der dritten Trainingswoche in den Bereich von 100 Kilometern zu kommen.
Auf der Arbeit hat dann der vermaledeite Infekt zugeschlagen und mich ausser Gefecht gesetzt. Die Rest des Tages war nicht wirklich schön, erst die Einnahme von ASS-Komplex hat mich wieder funktionsfähig gemacht. Es ist tatsächlich wieder einer dieser Infekte, für den das Medikament entwickelt wurde. Leider bekämpft es in erster Linie die Symptome, so dass bis jetzt noch nicht an Laufen zu denken war.
Heute ging es mir jedoch schon wieder ganz gut, so dass ich überlege, morgen wieder eine langsame Trainingseinheit zu versuchen. Diese dann aber wenigstens bei Tageslicht.
Und nächte Woche wieder voll nach Plan....
Nach dem 100km Trainingsauftakt in der ersten Woche, brachte ich es in der zweiten Woche noch einmal auf 98km und lag damit super im Plan. (Allerdings nicht im Plan für regelmäßiges Posten im Blog...)
Auch das Montag- und Mittwochabendtraining in dieser Woche habe ich noch ganz gut geschafft, obwohl es immer wieder eine echte Herausforderung ist, sich im Dunkeln bei Nieselregen zum Laufen an der Sieg aufzuraffen.
Irgendwie fällt es mir da immer schwer, ein konstantes Tempo nach Vorgabe zu laufen. Die Forerunner ist dabei möglicherweise auch etwas hinderlich, denn die angezeigte Momentangeschwindigkeit schwankt doch immer deutlich. Wenn man darauf reagiert, hat man meist bereits verloren. Inzwischen verlasse ich mich beim Tempotraining mehr auf den Puls, der ist ein verlässlicherer Informant.
Ein weiterer Grund, warum ich Läufe im Dunkeln nicht wirklich mag, ist die Verletzungsgefahr. Trotz Stirnlampe sieht man Unebenheiten und rutschige Stellen erst ziemlich spät.
Das Risiko ahnungslose Hundebesitzer über den Haufen zu rennen ist übrigens ebenfalls deutlich erhöht. Das ist zwar immer noch angenehmer als in den Haufen der ebenso ahnungslosen Hund zu rennen, aber doch auch nicht erstrebenswert. Im Allgemeinen sieht man sowieso erst den Hund, denn die tragen inzwischen häufiger mal gut sichtbare Blinklichter. Danach kann man dann versuchen zu erahnen, wo im weiteren Umfeld sich der zugehörige Besitzer aufhalten könnte.
Mit etwas Glück haben die in der Regel dunkel gekleideten Hundebesitzer auch mich schon gesehen, mit Stirnlampe und reflektierender Weste bin ich vermutlich ganz gut zu erkennen. Einige reagieren dann sogar und halten sich am Rand des Weges auf, so dass man problemlos vorbeikommen kann.
Über eine Hundeleine zu stolpern ist hingegen ein eher geringes Risiko.
So, zurück zum Thema. Über die Gefahren der Nacht wollte ich eigentlich gar nicht referieren. Bis Donnerstag Morgen war ich also guter Dinge, auch in der dritten Trainingswoche in den Bereich von 100 Kilometern zu kommen.
Auf der Arbeit hat dann der vermaledeite Infekt zugeschlagen und mich ausser Gefecht gesetzt. Die Rest des Tages war nicht wirklich schön, erst die Einnahme von ASS-Komplex hat mich wieder funktionsfähig gemacht. Es ist tatsächlich wieder einer dieser Infekte, für den das Medikament entwickelt wurde. Leider bekämpft es in erster Linie die Symptome, so dass bis jetzt noch nicht an Laufen zu denken war.
Heute ging es mir jedoch schon wieder ganz gut, so dass ich überlege, morgen wieder eine langsame Trainingseinheit zu versuchen. Diese dann aber wenigstens bei Tageslicht.
Und nächte Woche wieder voll nach Plan....
Sonntag, 12. Oktober 2008
Trainingsfrei in Essen
In dieser Woche habe ich zum ersten Mal seit mindestens drei Jahren (soweit habe ich noch Aufzeichnungen), vielleicht aber auch überhaupt, die magische 100 Wochenkilometer-Grenze überschritten. An Wochen mit neunzig Kilometern kann ich mich noch entfernt erinnern, an hundert nicht. Und das Tollste daran ist, dass es bereits gestern soweit war.

Damit war heute trainingsfrei und das bei diesem tollen Wetter!
Was liegt da näher, als mal anderen beim Laufen zuzusehen, z.B. meiner Frau ;-)
Die ist nämlich heute beim Marathon "Rund um den Baldeneysee" in Essen angetreten. So haben wir dann einen kleinen Familienausflug ins Ruhrgebiet gemacht und dort einen schönen Tag verbracht.
Der Marathon führt zweimal rund um den Baldeneysee, eine schön flache Strecke, was für Bestzeiten also. Als Zuschauer kann man über das Stauwehr ein wenig abkürzen und so konnten wir die Läufer bei km 4, 24, 28 und am Ziel problemlos sehen und anfeuern.

Hoffentlich angespornt durch ihre Männer hat Gaby mit 3:42h dann ziemlich locker eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt und rückt meinen Zeiten immer näher. Meiner heute ausnahmsweise mal wieder funktionstüchtigen Digitalkamera ist sie auf jeden Fall meist entkommen.


Morgen geht es dann auch für mich wieder weiter mit dem Training, ich bin gespannt, wie ich die erste Woche verkraftet habe. Der lange Lauf am Freitag hat meinen Beinen schon mal die Grenzen aufgezeigt,auf den letzten Kilometern des langen Laufs hatte ich richtig zu kämpfen.
Damit war heute trainingsfrei und das bei diesem tollen Wetter!
Was liegt da näher, als mal anderen beim Laufen zuzusehen, z.B. meiner Frau ;-)
Die ist nämlich heute beim Marathon "Rund um den Baldeneysee" in Essen angetreten. So haben wir dann einen kleinen Familienausflug ins Ruhrgebiet gemacht und dort einen schönen Tag verbracht.
Der Marathon führt zweimal rund um den Baldeneysee, eine schön flache Strecke, was für Bestzeiten also. Als Zuschauer kann man über das Stauwehr ein wenig abkürzen und so konnten wir die Läufer bei km 4, 24, 28 und am Ziel problemlos sehen und anfeuern.
Hoffentlich angespornt durch ihre Männer hat Gaby mit 3:42h dann ziemlich locker eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt und rückt meinen Zeiten immer näher. Meiner heute ausnahmsweise mal wieder funktionstüchtigen Digitalkamera ist sie auf jeden Fall meist entkommen.
Morgen geht es dann auch für mich wieder weiter mit dem Training, ich bin gespannt, wie ich die erste Woche verkraftet habe. Der lange Lauf am Freitag hat meinen Beinen schon mal die Grenzen aufgezeigt,auf den letzten Kilometern des langen Laufs hatte ich richtig zu kämpfen.
Montag, 6. Oktober 2008
Unentschlossen nach Köln
Mit der Entscheidungsfreude ist das ja manchmal so eine Sache. Der eine hat's, der andere nicht. In der vergangenen Woche war bei mir mal wieder letzteres an der Reihe.
Dabei begann es eigentlich ganz gut.
Schnell entschieden
Für den Herbst war ich auf der Suche nach einem Marathon, der noch genug Trainingswochen bietet, nicht zu weit weg und einigermassen flach ist, um endlich mal wieder die 3:30h zu unterbieten.
Ein Blick auf die einschlägigen Seiten im Internet zeigte, dass da gar nicht mehr so viel in Frage kommt. In einer für mich sehr kurzen Zeit fiel dann tatsächlich die Entscheidung, Ende November in Herten-Bertlich zu laufen. Mit heute sind das noch genau acht Wochen Vorbereitungszeit, für die ich mir dann auch gleich einen monsterharten Trainingsplan aus dem Internet gezogen habe. Ich bin sehr gespannt, wie weit ich diesen Plan einhalten kann. Es ist für mich übrigens eine absolute Premiere, nach Plan zu trainieren, bisher habe ich meist Bücher gelesen und bin dann doch genauso planlos weitergelaufen wie immer.
Lange rumgeömmelt und dann doch dabeigewesen
Weitaus weniger schnell war der Weg zum Köln-Marathon. Gemeldet hatte ich in diesem Jahr nicht, die hohen Gebühren haben mich doch ziemlich abgeschreckt. Da laufe ich doch lieber die eine oder andere "kleine" Veranstaltung, die oft in schöner Landschaft stattfinden und eigentlich immer liebevoll organisiert sind.
Womit ich jetzt nicht sagen will, dass es keinen Spass macht in Köln zu laufen. Die Stimmung an der Strecke ist doch immer wieder was besonderes.
Wie bei allen größeren Läufen gibt es natürlich auch in Köln viele Läufer, die gemeldet haben/wurden und dann wegen Verletzung ausgefallen sind. So kam es dann, dass auch mir eine Startkarte angeboten wurde und ich einen Firmenläufer ersetzen konnte. So weit, so gut.
Unglücklicherweise hatte ich ja gerade entschieden für Herten-Bertlich zu trainieren und zwar ab heute. Und da wollte ich nicht unbedingt am Tag vorher einen Marathon laufen. Hinzu kam, dass ich mich nicht wirklich gut in Form fühlte. Kurzum, ich saß zuhause, blies Trübsal, sah die Meldebestätigung an und fand Gründe, warum ich besser nicht laufen sollte. Dieser Zustand währte bis Sonntag morgens. Meine Frau stand auf, ging Laufen und ich vertrat immer noch die Ansicht, es sei besser nicht zu laufen.
Die Zeit verrann, meine Laune wurde schlechter. Nicht angemeldet zu sein ist eine Sache, aber eine Startkarte vor sich zu haben und dann nicht zu laufen, das ist was ganz anderes!
Um 9:30 klingelte es und meine Frau stand vor der Tür. "Bin extra kürzer gelaufen, damit Du noch nach Köln kannst". Zu diesem Zeitpunkt fiel dann endlich die Entscheidung doch noch zu Starten.
Der Köln-Marathon
Viel Zeit blieb von da an nicht mehr. Schnell Laufklamotten zusammengesucht, zum Bahnhof gefahren und gerade noch die 9:53Uhr S-Bahn erwischt. Um viertel nach zehn war ich dann in Köln, gerade noch rechtzeitig um die Startunterlagen abzuholen, den Kleiderbeutel abzugeben und zum Start zu gehen.
Auf dem Weg habe ich dann tatsächlich noch ein paar MUTler getroffen und so vergingen die letzten Minuten wie im Fluge. Für das Rennen hatte ich mir vorgenommen, nicht viel schneller als in vier Stunden im Ziel zu sein. Die anderen MUTler waren für diese Zeitvorgabe ein wenig zu schnell unterwegs, so dass ich schnell wieder alleine lief. Das macht mir allerdings nur wenig aus, denn so kann ich genau mein Tempo laufen. Und alleine ist man in Köln ohnehin nie wirklich.
Die Wetterbedingungen waren nicht gerade zuschauerfreundlich, so dass in diesem Jahr wohl auch deutlich weniger Leute an der Strecke waren als sonst. Die haben aber trotzdem eine tolle Stimmung gemacht und sich von Regen und Wind nicht beeindrucken lassen. Die vielen Trommelgruppen sind immer wieder toll!
Ich musste mich immer wieder bremsen, um nicht im Eifer des Gefechts zu schnell zu werden und alle Pläne über den Haufen zu werfen. Alles in allem ist mir das ganz gut gelungen und so bin ich in etwa 3:57h zufrieden ins Ziel gelaufen.
Trainingsauftakt
Nach dem Rennen ist ja bekanntlich vor dem Rennen und so stand heute bereits die erste Trainingseinheit für Herten-Bertlich auf dem Programm. Und weil man anfangs immer mit viel Elan bei der Sache ist, bin ich tatsächlich von der Arbeit in Köln-Eil nach Hause gelaufen. So konnte ich noch im Hellen die ersten 17km der Woche aufschreiben.
Dabei begann es eigentlich ganz gut.
Schnell entschieden
Für den Herbst war ich auf der Suche nach einem Marathon, der noch genug Trainingswochen bietet, nicht zu weit weg und einigermassen flach ist, um endlich mal wieder die 3:30h zu unterbieten.
Ein Blick auf die einschlägigen Seiten im Internet zeigte, dass da gar nicht mehr so viel in Frage kommt. In einer für mich sehr kurzen Zeit fiel dann tatsächlich die Entscheidung, Ende November in Herten-Bertlich zu laufen. Mit heute sind das noch genau acht Wochen Vorbereitungszeit, für die ich mir dann auch gleich einen monsterharten Trainingsplan aus dem Internet gezogen habe. Ich bin sehr gespannt, wie weit ich diesen Plan einhalten kann. Es ist für mich übrigens eine absolute Premiere, nach Plan zu trainieren, bisher habe ich meist Bücher gelesen und bin dann doch genauso planlos weitergelaufen wie immer.
Lange rumgeömmelt und dann doch dabeigewesen
Weitaus weniger schnell war der Weg zum Köln-Marathon. Gemeldet hatte ich in diesem Jahr nicht, die hohen Gebühren haben mich doch ziemlich abgeschreckt. Da laufe ich doch lieber die eine oder andere "kleine" Veranstaltung, die oft in schöner Landschaft stattfinden und eigentlich immer liebevoll organisiert sind.
Womit ich jetzt nicht sagen will, dass es keinen Spass macht in Köln zu laufen. Die Stimmung an der Strecke ist doch immer wieder was besonderes.
Wie bei allen größeren Läufen gibt es natürlich auch in Köln viele Läufer, die gemeldet haben/wurden und dann wegen Verletzung ausgefallen sind. So kam es dann, dass auch mir eine Startkarte angeboten wurde und ich einen Firmenläufer ersetzen konnte. So weit, so gut.
Unglücklicherweise hatte ich ja gerade entschieden für Herten-Bertlich zu trainieren und zwar ab heute. Und da wollte ich nicht unbedingt am Tag vorher einen Marathon laufen. Hinzu kam, dass ich mich nicht wirklich gut in Form fühlte. Kurzum, ich saß zuhause, blies Trübsal, sah die Meldebestätigung an und fand Gründe, warum ich besser nicht laufen sollte. Dieser Zustand währte bis Sonntag morgens. Meine Frau stand auf, ging Laufen und ich vertrat immer noch die Ansicht, es sei besser nicht zu laufen.
Die Zeit verrann, meine Laune wurde schlechter. Nicht angemeldet zu sein ist eine Sache, aber eine Startkarte vor sich zu haben und dann nicht zu laufen, das ist was ganz anderes!
Um 9:30 klingelte es und meine Frau stand vor der Tür. "Bin extra kürzer gelaufen, damit Du noch nach Köln kannst". Zu diesem Zeitpunkt fiel dann endlich die Entscheidung doch noch zu Starten.
Der Köln-Marathon
Viel Zeit blieb von da an nicht mehr. Schnell Laufklamotten zusammengesucht, zum Bahnhof gefahren und gerade noch die 9:53Uhr S-Bahn erwischt. Um viertel nach zehn war ich dann in Köln, gerade noch rechtzeitig um die Startunterlagen abzuholen, den Kleiderbeutel abzugeben und zum Start zu gehen.
Auf dem Weg habe ich dann tatsächlich noch ein paar MUTler getroffen und so vergingen die letzten Minuten wie im Fluge. Für das Rennen hatte ich mir vorgenommen, nicht viel schneller als in vier Stunden im Ziel zu sein. Die anderen MUTler waren für diese Zeitvorgabe ein wenig zu schnell unterwegs, so dass ich schnell wieder alleine lief. Das macht mir allerdings nur wenig aus, denn so kann ich genau mein Tempo laufen. Und alleine ist man in Köln ohnehin nie wirklich.
Die Wetterbedingungen waren nicht gerade zuschauerfreundlich, so dass in diesem Jahr wohl auch deutlich weniger Leute an der Strecke waren als sonst. Die haben aber trotzdem eine tolle Stimmung gemacht und sich von Regen und Wind nicht beeindrucken lassen. Die vielen Trommelgruppen sind immer wieder toll!
Ich musste mich immer wieder bremsen, um nicht im Eifer des Gefechts zu schnell zu werden und alle Pläne über den Haufen zu werfen. Alles in allem ist mir das ganz gut gelungen und so bin ich in etwa 3:57h zufrieden ins Ziel gelaufen.
Trainingsauftakt
Nach dem Rennen ist ja bekanntlich vor dem Rennen und so stand heute bereits die erste Trainingseinheit für Herten-Bertlich auf dem Programm. Und weil man anfangs immer mit viel Elan bei der Sache ist, bin ich tatsächlich von der Arbeit in Köln-Eil nach Hause gelaufen. So konnte ich noch im Hellen die ersten 17km der Woche aufschreiben.
Donnerstag, 25. September 2008
Beweisfotos
Hier nun das im Bericht angekündigte Beweisfoto, dass ich tatsächlich am Jungfrau-Marathon 2008 teilgenommen habe.

Gerichtsverwertbar ist es zwar nicht, ausser Nebel und mir ist ja nicht viel zu erkennen, aber ich hoffe man nimmt es mir trotzdem ab.
Vielen Dank nochmal an David, der sich bei nicht wirklich toller Aussicht an den letzten Höhepunkt der Strecke gestellt hat.
Zum Glück hatte er wenigstens anfangs etwas bessere Sicht:

Auf dem Bild erkennt man das Ende der Moräne, ab der es dann wieder ein paar Meter bergab geht. Zwei, drei Meter über den Läufern steht übrigens der traditionelle Dudelsackspieler. Dieses Mal war es übrigens ein Ersatzdudelsackspieler aus Deutschland (?). Der original Schotte hatte sich kurze Zeit vorher verletzt und einen echten Schotten konnte man so schnell nicht auftreiben. Das habe ich zumindest irgendwo gelesen (--> daher ohne Gewähr)
Gerichtsverwertbar ist es zwar nicht, ausser Nebel und mir ist ja nicht viel zu erkennen, aber ich hoffe man nimmt es mir trotzdem ab.
Vielen Dank nochmal an David, der sich bei nicht wirklich toller Aussicht an den letzten Höhepunkt der Strecke gestellt hat.
Zum Glück hatte er wenigstens anfangs etwas bessere Sicht:
Auf dem Bild erkennt man das Ende der Moräne, ab der es dann wieder ein paar Meter bergab geht. Zwei, drei Meter über den Läufern steht übrigens der traditionelle Dudelsackspieler. Dieses Mal war es übrigens ein Ersatzdudelsackspieler aus Deutschland (?). Der original Schotte hatte sich kurze Zeit vorher verletzt und einen echten Schotten konnte man so schnell nicht auftreiben. Das habe ich zumindest irgendwo gelesen (--> daher ohne Gewähr)
Mittwoch, 24. September 2008
Zielloses Gerenne
Zwei Wochen nach dem Jungfrau-Marathon beginne ich wieder die Umfänge zu erhöhen. Nachdem gestern 25km im Dauerregen auf dem Programm standen, ging es heute im Training über 17km durch den Troisdorfer Wald und die Wahner Heide.
So ganz genau weiß ich leider noch gar nicht, wofür ich eigentlich trainiere. Nein, wofür weiss ich schon, ein schneller Marathon in diesem Herbst soll es werden. Nur wo und wann ist noch offen. Und allzu viele bestzeitgeeignete Läufe gibt es im November halt nicht. Ich sehe mich schon um Herten-Bertlich keuchen....
Ach ja, die Kamera ist übrigens immer noch nicht in der Werkstatt. Hoffentlich klappt es am Wochenende
So ganz genau weiß ich leider noch gar nicht, wofür ich eigentlich trainiere. Nein, wofür weiss ich schon, ein schneller Marathon in diesem Herbst soll es werden. Nur wo und wann ist noch offen. Und allzu viele bestzeitgeeignete Läufe gibt es im November halt nicht. Ich sehe mich schon um Herten-Bertlich keuchen....
Ach ja, die Kamera ist übrigens immer noch nicht in der Werkstatt. Hoffentlich klappt es am Wochenende
Freitag, 19. September 2008
Heizperiode
Am heutigen Tage habe ich endgültig vor dem Herbst kapituliert und die Heizung eingeschaltet. Irgendwie widerstrebt es mir ja, dies bereits mitten im September zu tun, aber nach einigen sehr kühlen Nächten war es morgens schon recht kalt im Haus. Und Frieren beim Aufstehen mag ich nun mal überhaupt nicht.
Auch wenn es dann tagsüber mit der Sonne wieder auf angenehme Temperaturen kommt und man gleich wieder ans Abschalten denkt. Die Gaspreiserhöhung kommt ja erst im Oktober, da kann ich jetzt noch mal so richtig drauf los heizen... ;-)
Ideen zur Verbesserung des Energiebedarfs gibt es noch eine ganze Menge, es läßt sich aber leider nicht alles auf einmal verwirklichen. Die Kyotovorgaben (-25%) haben wir in unserem Haus aber bestimmt schon fast erreicht. Bei Gelegenheit rechne ich mal nach.
Und irgendwann werden wir auch eine Solaranlage auf dem Dach haben. Damit sollten sich Abende wie heute sicher ohne Gasverbrauch angenehm warm gestalten lassen.
Auch wenn es dann tagsüber mit der Sonne wieder auf angenehme Temperaturen kommt und man gleich wieder ans Abschalten denkt. Die Gaspreiserhöhung kommt ja erst im Oktober, da kann ich jetzt noch mal so richtig drauf los heizen... ;-)
Ideen zur Verbesserung des Energiebedarfs gibt es noch eine ganze Menge, es läßt sich aber leider nicht alles auf einmal verwirklichen. Die Kyotovorgaben (-25%) haben wir in unserem Haus aber bestimmt schon fast erreicht. Bei Gelegenheit rechne ich mal nach.
Und irgendwann werden wir auch eine Solaranlage auf dem Dach haben. Damit sollten sich Abende wie heute sicher ohne Gasverbrauch angenehm warm gestalten lassen.
Sonntag, 14. September 2008
Lauf in die Wolken - Jungfrau-Marathon 2008
Anfang September war es endlich soweit. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen und das Abenteuer Jungfrau-Marathon konnte beginnen. Wie schon in den Vorjahren sind wir bereits eine Woche vorher in die Schweiz gereist, um noch ein paar Tage die schöne Landschaft geniessen zu können und uns an die Bergluft zu gewöhnen.
Unsere Unterkunft lag in diesem Jahr in Wengen, nur etwa 30m entfernt von der Marathonstrecke, KM31,5. Eine schönes Appartment mit Sonnenbalkon, auf dem man den Nachmittag und Abend gemütlich verbringen konnte.
Ein Blick auf die Wettervorhersage kurz vor unserer Abreise liess nichts Gutes erwarten, "Wechselhaft mit Schauern" war noch eine der besseren Ansagen, Dauerregen und niedrige Temperaturen die Tendenz. Gut, dass wirklich präzise Vorhersagen nur für kurze Zeitspannen möglich sind, es blieb also zumindest die Hoffnung. Bestärkt wurde diese durch unsere Vermieterin, die zwar ebenfalls wechselhaftes Wetter prophezeite, aber aufgrund der Fönlage doch auch viel schönes Wetter. Und, wie soll ich sagen, die Woche brachte doch tatsächlich jede Menge Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Lediglich Montag und Donnerstag gab es Regen, jedoch nie soviel, dass nicht gewandert werden konnte.
Das Digicam-Desaster
Meine Digitalkamera hatte schon in den Tagen vor der Abreise immer mal wieder Aussetzer gehabt und keine live Bilder mehr auf dem Display angezeigt. Das Archiv und die Menüs waren jedoch nach wie vor zu sehen. Laut CANON Homepage könnte das ein Garantiefall sein, bei dem sich die Leiterbahnen auf dem Chip lösen. So kurz vor dem Urlaub lohnte sich ein Einschicken allerdings nicht mehr. Klar, dass die Kamera im Urlaub gar nicht funktionierte, danach zumindest sporadisch wieder. Um nicht ganz ohne Fotos zu bleiben, habe ich einfach ein paar aus dem letzen Jahr verwendet.
Urlaubswoche
Die Woche verging wie im Fluge, begonnen Montagvormittag mit einer kleinen Wanderung nach Mürren bei leichtem Nieselregen. Dienstag morgen wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt und beschlossen sofort, die Tour zum Jungfraujoch an diesem Tag zu machen. Am Jungfraujoch liegt Europas höchstgelegene Bahnstation. Durch die Zahnradbahn ist die Station zwar für jedermann gut zu erreichen, 3459m bedeuten trotzdem erschwerte Bedingungen für das Herz-Kreislaufsystem.

Oben hat man die Möglichkeit auf einem Gletscher zu wandern und Schlitten zu fahren, bei über 20°C und Sonnenschein ist das einfach irre.
Mittwoch wurde die nächste Zahnradbahn ausprobiert und die Schynige Platte besucht. Auch hier Superwetter und tolle Aussichten.
Am Donnerstag gab es dann viele Wolken und schlechte Sicht. Bei Nieselregen haben wir unsere Zahnrad/Seilbahnwochenkarte voll ausgenutzt. Erst mit der Zahnradbahn zur kleinen Scheidegg, dann auf der anderen Seite runter nach Grindelwald. Von da aus mit der längsten Seilbahn Europas rauf auf den Männlichen in die Wolken und schliesslich wieder mit der Seilbahn runter nach Wengen. Die Tour macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber für vier- und vierzigjährige ist es doch ein schöner Zeitvertreib. Der Rest der Familie nutzte die Zeit zum wandern.

Freitag beim Abholen der Startunterlagen wurde dann auch die aktuelle Wetterprognose für das Rennen verteilt. Wie es sich für die Schweiz gehört, eine äusserst präzise Ansage: Beim Start und bis Mittag Sonne und gutes Wetter, ab 14:00 Uhr sind Regenschauer im Zielbereich möglich, im Laufe des Nachmittags Abkühlung und dann ergiebige Regenfälle.
Vorspiel
Die Nacht zum Samstag war für mich durch einen ungewöhnlich schlechten Schlaf geprägt, warum auch immer. Erst kurz vor dem Wecken um sechs Uhr hatte ich das Gefühl eingeschlafen zu sein. Den Marathon bin ich in der Nacht schon mehrfach gelaufen. So eine Art Zusammenfassung, mal gut mal schlecht.
Zum Frühstück einen Kaffee, etwas Brot mit Nutella, das hat schon Boris Becker geholfen und dann rein in die bereitliegenden Klamotten. Zu diesem Zeitpunkt war das Vertrauen in Meteo noch gering, also langes Shirt und darüber noch das kurze Gelbe. Um 7:12 in die Zahnradbahn gestiegen und dort erstmal die anderen MUTler begrüßt, die auch in Wengen übernachtet hatten.
In Lauterbrunnen wartete schon der Regionalzug nach Interlaken vollbesetzt mit Läufern. Mit etwas Glück ergatterten wir noch Sitzplätze und konnten auf der Fahrt schon einmal die ersten fünfzehn Kilometer der Strecke in Augenschein nehmen. Ja, fast flach und am kalten Fluss entlang.
In Interlaken schien bereits die Sonne und es war sofort klar, das lange Shirts hier die falsche Wahl waren. Also wurde kurzerhand auf kurzes Shirt umgewechselt. Wer viel Vertrauen in die Wettervorhersage hatte, sorgte schon dafür, später auf der Strecke noch ein langes Shirt oder eine Jacke zu bekommen. Angesichts des Superwetters kam ich allerdings nicht auf diese Idee.
Der Lauf, Samstag 6. September 2008
Um neun Uhr dann endlich der Startböller zum 16. Jungfrau Marathon und über viertausend Läufer setzen sich in Bewegung. Zu Beginn kommt erst eimal eine vier Kilometer lange Runde durch Interlaken bevor es Richtung Brienzer See und dann Richtung Lauterbrunnen geht. Die Stimmung ist gut und ich halte mich im Dunstkreis des 5:00h-Zugläufers auf. Er gibt anfangs einen 5:20er Schnitt vor, wodurch an den Verpflegungsstationen genügend Zeit bleibt sich zu bedienen.
Bis Kilometer Zehn geht es über Strassen und breite Wege und es bleibt flach. Unmittelbar nach Wilderswill kommt dann eine erste leichte Steigung bevor es dann an die Lütschine geht, der man dann die nächsten Kilometer folgt. Die Wege werden schmaler und überholen ist nur noch begrenzt möglich. Das merkt anscheinend auch der Tempomacher und zieht kurz vor Lauterbrunnen ein wenig das Tempo an. Über ein kurzes Steilstück kommt man in den Ortskern von Lauterbrunnen und hat da auch schon 20 Kilometer geschafft. Wer sich auskennt weiss, dass etwas weiter links die Stelle ist, an der der echte Kampf beginnt.
Vorher geht es aber noch einmal ein Stück das Tal entlang und dann wieder zurück.
Leider hatte am Morgen das Aufkleben der Brustwarzenschutzpflaster im Halbschlaf auch nur halbgut funktioniert, so dass ich bereits nach 10 Kilometern merkte, dass etwas nicht in Ordnung war. Da bei jeder Verpflegungsstelle auch eine Sanitätsstation war, beschloss ich, kurz vor dem Halbmarathon einen Zwischenstop einzulegen und mir ein neues Pflaster zu besorgen. Diese Aktion hat mich etwa zwei Minuten gekostet, gehalten hat das Pflaster aber trotzdem nicht, auf schweissgetränkter Haut klebt es sich halt nicht allzu gut. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass ich bei den folgenden Bergaufstrecken überhaupt kein Pflaster benötigte. Viel schlimmer war, dass ich den grünen Ballon des Zugläufers nur noch in weiter Ferne sah und auf den folgenden, letzten, flachen vier Kilometern nicht mehr näher kommen konnte.
Bei Kilometer 25 kommt noch eine Verpflegung und dann beginnt der Aufstieg nach Wengen. Drei Kilometer mit 500 Höhenmetern. Ab jetzt ändert sich der Charakter des Laufs. Die Streckenmarkierungen erfolgen nun nicht mehr jeden Kilometer sondern alle 250 Meter. Und es gibt Augenblicke auf der Strecke, an denen man sich nichts mehr wünscht, als wieder einen viertel Kilometer geschaft zu haben. Auf diesem Abschnitt läuft kaum noch jemand, zügiges Wandern ist die bevorzugte Bewegungsart. Laufen ist kaum schneller und erfordert deutlich mehr Kraft. Kraft, die man später noch brauchen wird.
Nach zahllosen Serpentinen ist mit Kilometer 28 endlich das Ende des zweitsteilsten Abschnitts erreicht. Jetzt geht es erstmal flach, manchmal sogar leicht bergab an Wengen vorbei. Dieser kurze Erholungsabschnitt geht dann über in die asphaltierte Schleife nach Wengen und Kilometer 30. Wer kann, läuft hier wieder langsam an, dieses Mal bin auch ich dabei und hole den 5:00h-Läufer wieder ein. Danach habe ich ihn leider nicht mehr wiedergesehen, vermutlich hat er sich in Wengen von seinem grünen Ballon getrennt.

In Wengen selbst folgt ein relativ flacher Kilometer bevor es dann wieder nach oben geht. Der Weg aus Wengen heraus hat eine Steigung, bei der man nicht weiss, ob man besser läuft oder geht. Die meisten entscheiden sich für Gehen, auch ich kann mich nur anfangs zum Laufen aufraffen.
An der Bahnstation Allmend, Km 32 wird es dann wieder etwas flacher, bis km 38 folgen ein paar wellige Streckenabschnitte, die man normalerweise gut laufen kann. Das hat ein bischen was von den aus dem Training bekannten Strecken im Siebengebirge, nur 1000m höher gelegen.
Meine Kraftreserven näherten sich aber bereits dem Ende und Laufen ging nur noch auf den ganz flachen Stücken. Sobald es auch nur ein kleines bischen ansteigend wurde, konnte ich nur noch gehen. Den meisten anderen Läufern ging es übrigens nicht besser. Bei mir lief es hier zwar deutlich besser als im letzten Jahr, aber ich war doch ein kleines bischen enttäuscht, dass ich nicht mehr Stücke laufen konnte.
Je näher 14:00 Uhr und damit der letzte schwierigste Streckenabschnitt kam, desto schlechter wurde das Wetter. Bei Kilometer 38, Abzweigung Wixi, geht es auf eine Bergpassage, die schliesslich bei km 40 auf die Moräne des Gletschers führt. An dieser Stelle kann man normalerweise die nicht endende Schlange der Läufer sehen, die sich den Berg hochwindet. In diesem Jahr war der komplette Abschnitt in den Wolken versunken. Am Beginn des Bergweges kommt es jedes Jahr zu einem Stau, da auf dem sehr anspruchsvollen Rest kaum noch überholt werden kann. Im Stau wurde es in diesem Jahr zusätzlich unangenehm kalt und ohne all die anderen Läufer wäre es sogar ernsthaft unheimlich im Nebel der Berge. Manch einer verliert hier etliche Minuten und kann so seine Wunschzeit nicht erreichen. Für mich kam der Stau gar nicht so ungelegen, viel schneller konnte ich ohnehin nicht mehr und so konnte ich das allgemeine Tempo noch mitgehen.

In diesem Jahr wurden zur Verbesserung der Stauproblematik zwei verschiedene Wege bis zur Moräne markiert, die abwechselnd(?) für ein paar Minuten mit Läufern beschickt wurden. Kurz vor dem steilsten Stück vor der Moräne kamen die Läufer dann wieder zusammen und der Stau war wie gewohnt. Da angesichts der zwei Wege anscheinend auch mehr Starter zugelassen wurden, kam als Ergebnis keine Verbesserung der Stauproblematik heraus.
Im tiefen Nebel ging es dann schliesslich auf das letzte und imposanteste Stück Strecke, der Moräne. Imposant zumindest bei gutem Wetter, diesesmal einfach nur ein Stück bergauf mit 20 Metern Sichtweite. Gut, dass ich den Marathon nicht zum ersten Mal gelaufen bin.
Am Ende der Moräne steht alljährlich der Dudelsackspieler, den man weit früher gehört als gesehen hat. An diesem Punkt hat man 41km und fast alle Höhenmeter geschafft. Noch einmal geht es ein bischen hoch zum Schokoladenfelsen. Hier wird einem von freundlichen Helfern die Hand gereicht, um Stürze beim Herabsteigen zu vermeiden. Auf dem Felsen liegen Schokoladenstückchen, die man natürlich gerne mitnimmt.
Kurz vor dem Felsen hatte sich David postiert und ein Beweisfoto geschossen, dass ich tatsächlich mitgelaufen bin. Wenn ich es bekomme werde ich es selbstverständlich nachreichen...
Dass ich sogar kurze Zeit später die Ziellinie überquert habe, kann sich jeder selbst ansehen. Unter www.jungfrau-marathon.ch gibt es einen link zu den finisher clips. Meinen findet man mit der Startnummer 2285. Der Typ im gelben Shirt bin ich.
Fünf Stunden und fünf Minuten ist meine Endzeit und damit bin ich immerhin acht Minuten schneller als im letzten Jahr gelaufen. Unter fünf Stunden zu bleiben hat dagegen leider nicht geklappt. Nachdem ich gesehen hatte, dass mein Training auch nicht viel besser als beim ersten Mal war, hatte ich dieses Ziel auch nicht mehr ernsthaft verfolgt.
Fazit
Der Jungfrau-Marathon zählt sicherlich zu den schönsten aber auch härtesten Landschaftsläufen der Welt. Die herrliche Umgebung, die gute Organisation und die tollen Helfer machen den Marathon zu einem echten Erlebnis. Auf Endzeiten kommt es weniger an als auf gutes Wetter und auf den Stau kurz vor Ende muss man sich einstellen und nicht allzusehr darüber ärgern. Eine wirkliche Lösung liesse sich wohl nur durch Verzicht auf die Moräne erreichen und das wäre schade, denn es ist ein echter Höhepunkt, zumindes bei gutem Wetter. Wer die Berge mag sollte sich diesen Lauf nicht entgehen lassen.
Resturlaub
Am Sonntag ging die Marathonwoche dann mit Dauerregen zuende und sechs Stunden Autofahrt standen an. Das Wetter wurde besser und ohne Stau waren wir am frühen Nachmittag wieder in Troisdorf. Die verbleibenden Tage bis einschliesslich heute waren ruckzuck vorüber und morgen geht es tatsächlich wieder zur Arbeit. Ein paar Tage mehr wären schön, würde ich sagen. Wie immer!
Unsere Unterkunft lag in diesem Jahr in Wengen, nur etwa 30m entfernt von der Marathonstrecke, KM31,5. Eine schönes Appartment mit Sonnenbalkon, auf dem man den Nachmittag und Abend gemütlich verbringen konnte.
Ein Blick auf die Wettervorhersage kurz vor unserer Abreise liess nichts Gutes erwarten, "Wechselhaft mit Schauern" war noch eine der besseren Ansagen, Dauerregen und niedrige Temperaturen die Tendenz. Gut, dass wirklich präzise Vorhersagen nur für kurze Zeitspannen möglich sind, es blieb also zumindest die Hoffnung. Bestärkt wurde diese durch unsere Vermieterin, die zwar ebenfalls wechselhaftes Wetter prophezeite, aber aufgrund der Fönlage doch auch viel schönes Wetter. Und, wie soll ich sagen, die Woche brachte doch tatsächlich jede Menge Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Lediglich Montag und Donnerstag gab es Regen, jedoch nie soviel, dass nicht gewandert werden konnte.
Das Digicam-Desaster
Meine Digitalkamera hatte schon in den Tagen vor der Abreise immer mal wieder Aussetzer gehabt und keine live Bilder mehr auf dem Display angezeigt. Das Archiv und die Menüs waren jedoch nach wie vor zu sehen. Laut CANON Homepage könnte das ein Garantiefall sein, bei dem sich die Leiterbahnen auf dem Chip lösen. So kurz vor dem Urlaub lohnte sich ein Einschicken allerdings nicht mehr. Klar, dass die Kamera im Urlaub gar nicht funktionierte, danach zumindest sporadisch wieder. Um nicht ganz ohne Fotos zu bleiben, habe ich einfach ein paar aus dem letzen Jahr verwendet.
Urlaubswoche
Die Woche verging wie im Fluge, begonnen Montagvormittag mit einer kleinen Wanderung nach Mürren bei leichtem Nieselregen. Dienstag morgen wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt und beschlossen sofort, die Tour zum Jungfraujoch an diesem Tag zu machen. Am Jungfraujoch liegt Europas höchstgelegene Bahnstation. Durch die Zahnradbahn ist die Station zwar für jedermann gut zu erreichen, 3459m bedeuten trotzdem erschwerte Bedingungen für das Herz-Kreislaufsystem.
Oben hat man die Möglichkeit auf einem Gletscher zu wandern und Schlitten zu fahren, bei über 20°C und Sonnenschein ist das einfach irre.
Mittwoch wurde die nächste Zahnradbahn ausprobiert und die Schynige Platte besucht. Auch hier Superwetter und tolle Aussichten.
Am Donnerstag gab es dann viele Wolken und schlechte Sicht. Bei Nieselregen haben wir unsere Zahnrad/Seilbahnwochenkarte voll ausgenutzt. Erst mit der Zahnradbahn zur kleinen Scheidegg, dann auf der anderen Seite runter nach Grindelwald. Von da aus mit der längsten Seilbahn Europas rauf auf den Männlichen in die Wolken und schliesslich wieder mit der Seilbahn runter nach Wengen. Die Tour macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber für vier- und vierzigjährige ist es doch ein schöner Zeitvertreib. Der Rest der Familie nutzte die Zeit zum wandern.
Freitag beim Abholen der Startunterlagen wurde dann auch die aktuelle Wetterprognose für das Rennen verteilt. Wie es sich für die Schweiz gehört, eine äusserst präzise Ansage: Beim Start und bis Mittag Sonne und gutes Wetter, ab 14:00 Uhr sind Regenschauer im Zielbereich möglich, im Laufe des Nachmittags Abkühlung und dann ergiebige Regenfälle.
Vorspiel
Die Nacht zum Samstag war für mich durch einen ungewöhnlich schlechten Schlaf geprägt, warum auch immer. Erst kurz vor dem Wecken um sechs Uhr hatte ich das Gefühl eingeschlafen zu sein. Den Marathon bin ich in der Nacht schon mehrfach gelaufen. So eine Art Zusammenfassung, mal gut mal schlecht.
Zum Frühstück einen Kaffee, etwas Brot mit Nutella, das hat schon Boris Becker geholfen und dann rein in die bereitliegenden Klamotten. Zu diesem Zeitpunkt war das Vertrauen in Meteo noch gering, also langes Shirt und darüber noch das kurze Gelbe. Um 7:12 in die Zahnradbahn gestiegen und dort erstmal die anderen MUTler begrüßt, die auch in Wengen übernachtet hatten.
In Lauterbrunnen wartete schon der Regionalzug nach Interlaken vollbesetzt mit Läufern. Mit etwas Glück ergatterten wir noch Sitzplätze und konnten auf der Fahrt schon einmal die ersten fünfzehn Kilometer der Strecke in Augenschein nehmen. Ja, fast flach und am kalten Fluss entlang.
In Interlaken schien bereits die Sonne und es war sofort klar, das lange Shirts hier die falsche Wahl waren. Also wurde kurzerhand auf kurzes Shirt umgewechselt. Wer viel Vertrauen in die Wettervorhersage hatte, sorgte schon dafür, später auf der Strecke noch ein langes Shirt oder eine Jacke zu bekommen. Angesichts des Superwetters kam ich allerdings nicht auf diese Idee.
Der Lauf, Samstag 6. September 2008
Um neun Uhr dann endlich der Startböller zum 16. Jungfrau Marathon und über viertausend Läufer setzen sich in Bewegung. Zu Beginn kommt erst eimal eine vier Kilometer lange Runde durch Interlaken bevor es Richtung Brienzer See und dann Richtung Lauterbrunnen geht. Die Stimmung ist gut und ich halte mich im Dunstkreis des 5:00h-Zugläufers auf. Er gibt anfangs einen 5:20er Schnitt vor, wodurch an den Verpflegungsstationen genügend Zeit bleibt sich zu bedienen.
Bis Kilometer Zehn geht es über Strassen und breite Wege und es bleibt flach. Unmittelbar nach Wilderswill kommt dann eine erste leichte Steigung bevor es dann an die Lütschine geht, der man dann die nächsten Kilometer folgt. Die Wege werden schmaler und überholen ist nur noch begrenzt möglich. Das merkt anscheinend auch der Tempomacher und zieht kurz vor Lauterbrunnen ein wenig das Tempo an. Über ein kurzes Steilstück kommt man in den Ortskern von Lauterbrunnen und hat da auch schon 20 Kilometer geschafft. Wer sich auskennt weiss, dass etwas weiter links die Stelle ist, an der der echte Kampf beginnt.
Vorher geht es aber noch einmal ein Stück das Tal entlang und dann wieder zurück.
Leider hatte am Morgen das Aufkleben der Brustwarzenschutzpflaster im Halbschlaf auch nur halbgut funktioniert, so dass ich bereits nach 10 Kilometern merkte, dass etwas nicht in Ordnung war. Da bei jeder Verpflegungsstelle auch eine Sanitätsstation war, beschloss ich, kurz vor dem Halbmarathon einen Zwischenstop einzulegen und mir ein neues Pflaster zu besorgen. Diese Aktion hat mich etwa zwei Minuten gekostet, gehalten hat das Pflaster aber trotzdem nicht, auf schweissgetränkter Haut klebt es sich halt nicht allzu gut. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass ich bei den folgenden Bergaufstrecken überhaupt kein Pflaster benötigte. Viel schlimmer war, dass ich den grünen Ballon des Zugläufers nur noch in weiter Ferne sah und auf den folgenden, letzten, flachen vier Kilometern nicht mehr näher kommen konnte.
Bei Kilometer 25 kommt noch eine Verpflegung und dann beginnt der Aufstieg nach Wengen. Drei Kilometer mit 500 Höhenmetern. Ab jetzt ändert sich der Charakter des Laufs. Die Streckenmarkierungen erfolgen nun nicht mehr jeden Kilometer sondern alle 250 Meter. Und es gibt Augenblicke auf der Strecke, an denen man sich nichts mehr wünscht, als wieder einen viertel Kilometer geschaft zu haben. Auf diesem Abschnitt läuft kaum noch jemand, zügiges Wandern ist die bevorzugte Bewegungsart. Laufen ist kaum schneller und erfordert deutlich mehr Kraft. Kraft, die man später noch brauchen wird.
Nach zahllosen Serpentinen ist mit Kilometer 28 endlich das Ende des zweitsteilsten Abschnitts erreicht. Jetzt geht es erstmal flach, manchmal sogar leicht bergab an Wengen vorbei. Dieser kurze Erholungsabschnitt geht dann über in die asphaltierte Schleife nach Wengen und Kilometer 30. Wer kann, läuft hier wieder langsam an, dieses Mal bin auch ich dabei und hole den 5:00h-Läufer wieder ein. Danach habe ich ihn leider nicht mehr wiedergesehen, vermutlich hat er sich in Wengen von seinem grünen Ballon getrennt.
In Wengen selbst folgt ein relativ flacher Kilometer bevor es dann wieder nach oben geht. Der Weg aus Wengen heraus hat eine Steigung, bei der man nicht weiss, ob man besser läuft oder geht. Die meisten entscheiden sich für Gehen, auch ich kann mich nur anfangs zum Laufen aufraffen.
An der Bahnstation Allmend, Km 32 wird es dann wieder etwas flacher, bis km 38 folgen ein paar wellige Streckenabschnitte, die man normalerweise gut laufen kann. Das hat ein bischen was von den aus dem Training bekannten Strecken im Siebengebirge, nur 1000m höher gelegen.
Meine Kraftreserven näherten sich aber bereits dem Ende und Laufen ging nur noch auf den ganz flachen Stücken. Sobald es auch nur ein kleines bischen ansteigend wurde, konnte ich nur noch gehen. Den meisten anderen Läufern ging es übrigens nicht besser. Bei mir lief es hier zwar deutlich besser als im letzten Jahr, aber ich war doch ein kleines bischen enttäuscht, dass ich nicht mehr Stücke laufen konnte.
Je näher 14:00 Uhr und damit der letzte schwierigste Streckenabschnitt kam, desto schlechter wurde das Wetter. Bei Kilometer 38, Abzweigung Wixi, geht es auf eine Bergpassage, die schliesslich bei km 40 auf die Moräne des Gletschers führt. An dieser Stelle kann man normalerweise die nicht endende Schlange der Läufer sehen, die sich den Berg hochwindet. In diesem Jahr war der komplette Abschnitt in den Wolken versunken. Am Beginn des Bergweges kommt es jedes Jahr zu einem Stau, da auf dem sehr anspruchsvollen Rest kaum noch überholt werden kann. Im Stau wurde es in diesem Jahr zusätzlich unangenehm kalt und ohne all die anderen Läufer wäre es sogar ernsthaft unheimlich im Nebel der Berge. Manch einer verliert hier etliche Minuten und kann so seine Wunschzeit nicht erreichen. Für mich kam der Stau gar nicht so ungelegen, viel schneller konnte ich ohnehin nicht mehr und so konnte ich das allgemeine Tempo noch mitgehen.
In diesem Jahr wurden zur Verbesserung der Stauproblematik zwei verschiedene Wege bis zur Moräne markiert, die abwechselnd(?) für ein paar Minuten mit Läufern beschickt wurden. Kurz vor dem steilsten Stück vor der Moräne kamen die Läufer dann wieder zusammen und der Stau war wie gewohnt. Da angesichts der zwei Wege anscheinend auch mehr Starter zugelassen wurden, kam als Ergebnis keine Verbesserung der Stauproblematik heraus.
Im tiefen Nebel ging es dann schliesslich auf das letzte und imposanteste Stück Strecke, der Moräne. Imposant zumindest bei gutem Wetter, diesesmal einfach nur ein Stück bergauf mit 20 Metern Sichtweite. Gut, dass ich den Marathon nicht zum ersten Mal gelaufen bin.
Am Ende der Moräne steht alljährlich der Dudelsackspieler, den man weit früher gehört als gesehen hat. An diesem Punkt hat man 41km und fast alle Höhenmeter geschafft. Noch einmal geht es ein bischen hoch zum Schokoladenfelsen. Hier wird einem von freundlichen Helfern die Hand gereicht, um Stürze beim Herabsteigen zu vermeiden. Auf dem Felsen liegen Schokoladenstückchen, die man natürlich gerne mitnimmt.
Kurz vor dem Felsen hatte sich David postiert und ein Beweisfoto geschossen, dass ich tatsächlich mitgelaufen bin. Wenn ich es bekomme werde ich es selbstverständlich nachreichen...
Dass ich sogar kurze Zeit später die Ziellinie überquert habe, kann sich jeder selbst ansehen. Unter www.jungfrau-marathon.ch gibt es einen link zu den finisher clips. Meinen findet man mit der Startnummer 2285. Der Typ im gelben Shirt bin ich.
Fünf Stunden und fünf Minuten ist meine Endzeit und damit bin ich immerhin acht Minuten schneller als im letzten Jahr gelaufen. Unter fünf Stunden zu bleiben hat dagegen leider nicht geklappt. Nachdem ich gesehen hatte, dass mein Training auch nicht viel besser als beim ersten Mal war, hatte ich dieses Ziel auch nicht mehr ernsthaft verfolgt.
Fazit
Der Jungfrau-Marathon zählt sicherlich zu den schönsten aber auch härtesten Landschaftsläufen der Welt. Die herrliche Umgebung, die gute Organisation und die tollen Helfer machen den Marathon zu einem echten Erlebnis. Auf Endzeiten kommt es weniger an als auf gutes Wetter und auf den Stau kurz vor Ende muss man sich einstellen und nicht allzusehr darüber ärgern. Eine wirkliche Lösung liesse sich wohl nur durch Verzicht auf die Moräne erreichen und das wäre schade, denn es ist ein echter Höhepunkt, zumindes bei gutem Wetter. Wer die Berge mag sollte sich diesen Lauf nicht entgehen lassen.
Resturlaub
Am Sonntag ging die Marathonwoche dann mit Dauerregen zuende und sechs Stunden Autofahrt standen an. Das Wetter wurde besser und ohne Stau waren wir am frühen Nachmittag wieder in Troisdorf. Die verbleibenden Tage bis einschliesslich heute waren ruckzuck vorüber und morgen geht es tatsächlich wieder zur Arbeit. Ein paar Tage mehr wären schön, würde ich sagen. Wie immer!
Sonntag, 24. August 2008
Der lange Lauf
Natürlich habe ich auch diese Woche nicht die einhundert Trainingskilometer erreicht. Dafür aber zum dritten Mal hintereinander mehr als 80 Kilometer geschafft, einen Hattrick sozusagen. Für mich ist, glaube ich zumindest, auch das ein Rekord.
Nachdem ich Freitag angesichts des Dauerregens bereits meine Laufschuhe zurückstellen und mich mit Noahs Plänen zum Bau einer Arche beschäftigen wollte, zeigte sich am Samstag, dass der Weltuntergang doch noch nicht unmittelbar bevorsteht.
Etwas kühl war es morgens um kurz nach sechs zwar, aber dafür trocken. Im Laufe des Vormittags kam sogar gelegentlich die Sonne zum Vorschein und in Summe ergibt dies ein super Laufwetter.
Nur so nebenbei: auch die Bäume wissen nicht, ob noch Sommer oder schon Herbst ist:

Als Start und Ziel für den langen Lauf haben wir recht kurzfristig die Talstation der Drachenfelszahnradbahn in Königswinter ausgewählt. Da kann man morgens gut parken und hat dann alle Möglichkeiten. Um den Lauf vom Profil her möglichst ähnlich zum Jungfrau-Marathon zu gestalten, haben wir zunächst mal eine extra flache 15km Runde am Rhein gedreht. von Königswinter nach Bonn, über die Südbrücke und auf der anderen Rheinseite zurück nach Königswinter. Nach dem Übersetzen mit der Fähre ging es noch mal kurz zum Auto, um sich von der Polarausrüstung zu trennen und trockene kurze Shirts anzuziehen.

Mit dem Dahintraben auf flacher Strecke war es an diesem Punkt dann auch vorbei. Von nun an wurde alles an Hügeln mitgenommen was auf der Strecke lag. Vom Auto aus ging es direkt auf den Eselsweg zum Drachenfels hinauf. Das ist der Touristenweg, aber trotzdem sicher nicht der einfachste Weg zum Gipfel.
Oben angekommen wurde nur kurz das Panorama genossen, dann ging es gleich wieder ganz hinunter in Richtung Waldfriedhof. Über die Breiberge führte der Weg hinauf zur Löwenburg. Inzwischen hatten wir ein richtig gutes Laufwetter, so dass das alles kein Problem war.
Als nächstes stand der Lohrberg auf dem Programm. Beim Lohrberg fragt man sich immer, warum der sich eigentlich Berg nennen darf. Der Gipfel wirkt irgendwie mehr wie eine kleine Erhebung im Wald, nicht aber wie eine Bergspitze.
Vom Lohrberg aus führt der Weg dann fast zwangsläufig in Richtung Ölberg, der natürlich auch erklommen wurde. Das Schlimmste war nun überstanden, jetzt hiess es den Rückweg in Richtung Königswinter einzuschlagen. Auf diesem stand dann noch der Nonnenstromberg im Weg und den wollten wir natürlich auch nicht links liegen lassen. Also drüber und dann nur noch bergab Richtung Ziel.
Am Ende zeigte meine Forerunner etwas mehr als 36 Kilometer an und mir ging es noch ganz gut. Beim Jungfrau-Marathon werden die Qualen an dieser Stelle leider kein Ende haben und Bergabpassagen sucht man bis aufs Ende auch vergeblich....
Nachdem ich Freitag angesichts des Dauerregens bereits meine Laufschuhe zurückstellen und mich mit Noahs Plänen zum Bau einer Arche beschäftigen wollte, zeigte sich am Samstag, dass der Weltuntergang doch noch nicht unmittelbar bevorsteht.
Etwas kühl war es morgens um kurz nach sechs zwar, aber dafür trocken. Im Laufe des Vormittags kam sogar gelegentlich die Sonne zum Vorschein und in Summe ergibt dies ein super Laufwetter.
Nur so nebenbei: auch die Bäume wissen nicht, ob noch Sommer oder schon Herbst ist:
Als Start und Ziel für den langen Lauf haben wir recht kurzfristig die Talstation der Drachenfelszahnradbahn in Königswinter ausgewählt. Da kann man morgens gut parken und hat dann alle Möglichkeiten. Um den Lauf vom Profil her möglichst ähnlich zum Jungfrau-Marathon zu gestalten, haben wir zunächst mal eine extra flache 15km Runde am Rhein gedreht. von Königswinter nach Bonn, über die Südbrücke und auf der anderen Rheinseite zurück nach Königswinter. Nach dem Übersetzen mit der Fähre ging es noch mal kurz zum Auto, um sich von der Polarausrüstung zu trennen und trockene kurze Shirts anzuziehen.

Mit dem Dahintraben auf flacher Strecke war es an diesem Punkt dann auch vorbei. Von nun an wurde alles an Hügeln mitgenommen was auf der Strecke lag. Vom Auto aus ging es direkt auf den Eselsweg zum Drachenfels hinauf. Das ist der Touristenweg, aber trotzdem sicher nicht der einfachste Weg zum Gipfel.
Oben angekommen wurde nur kurz das Panorama genossen, dann ging es gleich wieder ganz hinunter in Richtung Waldfriedhof. Über die Breiberge führte der Weg hinauf zur Löwenburg. Inzwischen hatten wir ein richtig gutes Laufwetter, so dass das alles kein Problem war.
Als nächstes stand der Lohrberg auf dem Programm. Beim Lohrberg fragt man sich immer, warum der sich eigentlich Berg nennen darf. Der Gipfel wirkt irgendwie mehr wie eine kleine Erhebung im Wald, nicht aber wie eine Bergspitze.
Vom Lohrberg aus führt der Weg dann fast zwangsläufig in Richtung Ölberg, der natürlich auch erklommen wurde. Das Schlimmste war nun überstanden, jetzt hiess es den Rückweg in Richtung Königswinter einzuschlagen. Auf diesem stand dann noch der Nonnenstromberg im Weg und den wollten wir natürlich auch nicht links liegen lassen. Also drüber und dann nur noch bergab Richtung Ziel.
Am Ende zeigte meine Forerunner etwas mehr als 36 Kilometer an und mir ging es noch ganz gut. Beim Jungfrau-Marathon werden die Qualen an dieser Stelle leider kein Ende haben und Bergabpassagen sucht man bis aufs Ende auch vergeblich....
Freitag, 22. August 2008
August ?
Frage: "Entschuldigen Sie bitte, wo ist denn hier der Hochsommer? Ich habe gehört, der soll sich in dieser Jahreszeit manchmal hier herumtreiben."
Antwort: "Also in Troisdorf ist er zur Zeit auf jeden Fall nicht. Dafür ist die Regentonne immer schön voll."

Noch im Juli wurde von einem Rekordaugust gesprochen. Verstanden hatte ich darunter Sonne, Wärme, Poolwetter. Gemeint waren aber vermutlich Negativrekorde. Zum Beispiel im Dauerregen.
Die Gute Nachricht. Nur selten regnet es 24 Stunden am Stück. Für unseren langen Lauf am morgigen Samstag könnten trockene Abschnitte auftauchen.
Antwort: "Also in Troisdorf ist er zur Zeit auf jeden Fall nicht. Dafür ist die Regentonne immer schön voll."
Noch im Juli wurde von einem Rekordaugust gesprochen. Verstanden hatte ich darunter Sonne, Wärme, Poolwetter. Gemeint waren aber vermutlich Negativrekorde. Zum Beispiel im Dauerregen.
Die Gute Nachricht. Nur selten regnet es 24 Stunden am Stück. Für unseren langen Lauf am morgigen Samstag könnten trockene Abschnitte auftauchen.
Sonntag, 17. August 2008
Urlaubende
Auch wenn ich jetzt lange, lange Zeit nichts gepostet habe, so hatte ich doch keinen Urlaub. Bestenfalls PC-Urlaub, wenn man es so nennen darf. Zwar war ich zwischendurch mal eine Woche dienstlich unterwegs, doch den Rest der Zeit war ich meist zuhause. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust nach Feierabend auch nur in die Nähe des Rechners zu gehen.
Nur die allerwichtigsten Mails wurden beantwortet und ein paar Rechnungen bezahlt, sonst nichts.
Man könnte jetzt meinen, na dann ist das Kilometerkonto voller denn je zuvor, aber auch das stimmt leider nicht. Immerhin habe ich es in den letzten acht Woche auf einen Schnitt von 60km/Woche gebracht, aber halt doch immer 10-20km weniger als geplant geschafft...
Heute zum Beispiel, die einmalige Chance endlich die Einhundertkilometerwoche zu schaffen, und was mache ich? Nein, nicht die fehlenden 18 Kilometer laufen, sondern lieber die Aufzeichnung der olympischen Frauenmarathons gucken und abends ein Eis essen.
Ansonsten ist die Olympiade bisher übrigens ziemlich an mir vorüber gegangen. Das liegt natürlich auch daran, dass sie hauptsächlich dann stattfindet, wenn ich gerade gar nicht stattfinde. Also nachts oder während der Arbeitszeit. Mit dem zweiten Teil will ich natürlich nicht sagen, dass ich nicht arbeite, sondern dass ich während der Arbeit nicht fernsehe.
Was ich mitbekommen habe ist, dass fast ganze Nationen als gedopt auffallen (Griechenland, Bulgarien) und andere jede Menge Medallien sammeln und dabei fast übernatürliche Leistungen vollbringen. Kann es daran liegen, dass sich die betroffenen Länder auch in der Möglichkeit der medizinischen "Betreuung" unterscheiden?
Gänzlich ohne unnatürliche Kräfte werde ich in den nächsten Wochen die Vorbereitung auf den Jungfrau-Marathon fortsetzen und hoffe trotzdem gut durchzukommen.
Für die kommende Woche habe ich mir 90 Kilometer vorgenommen, danach wird der Umfang ja schon wieder reduziert.
Und sollten die 90 schon am Samstag stehen, ja dann werde ich am Sonntag noch mal gemütlich auslaufen und die hundert knacken.
...Oder wieder ein Eis essen und mit weniger zufrieden sein.
Nur die allerwichtigsten Mails wurden beantwortet und ein paar Rechnungen bezahlt, sonst nichts.
Man könnte jetzt meinen, na dann ist das Kilometerkonto voller denn je zuvor, aber auch das stimmt leider nicht. Immerhin habe ich es in den letzten acht Woche auf einen Schnitt von 60km/Woche gebracht, aber halt doch immer 10-20km weniger als geplant geschafft...
Heute zum Beispiel, die einmalige Chance endlich die Einhundertkilometerwoche zu schaffen, und was mache ich? Nein, nicht die fehlenden 18 Kilometer laufen, sondern lieber die Aufzeichnung der olympischen Frauenmarathons gucken und abends ein Eis essen.
Ansonsten ist die Olympiade bisher übrigens ziemlich an mir vorüber gegangen. Das liegt natürlich auch daran, dass sie hauptsächlich dann stattfindet, wenn ich gerade gar nicht stattfinde. Also nachts oder während der Arbeitszeit. Mit dem zweiten Teil will ich natürlich nicht sagen, dass ich nicht arbeite, sondern dass ich während der Arbeit nicht fernsehe.
Was ich mitbekommen habe ist, dass fast ganze Nationen als gedopt auffallen (Griechenland, Bulgarien) und andere jede Menge Medallien sammeln und dabei fast übernatürliche Leistungen vollbringen. Kann es daran liegen, dass sich die betroffenen Länder auch in der Möglichkeit der medizinischen "Betreuung" unterscheiden?
Gänzlich ohne unnatürliche Kräfte werde ich in den nächsten Wochen die Vorbereitung auf den Jungfrau-Marathon fortsetzen und hoffe trotzdem gut durchzukommen.
Für die kommende Woche habe ich mir 90 Kilometer vorgenommen, danach wird der Umfang ja schon wieder reduziert.
Und sollten die 90 schon am Samstag stehen, ja dann werde ich am Sonntag noch mal gemütlich auslaufen und die hundert knacken.
...Oder wieder ein Eis essen und mit weniger zufrieden sein.
Dienstag, 15. Juli 2008
Spieltheorie
Gleich als erstes die gute Meldung. Ich habe letzte Woche tatsächlich die geplanten 80 Trainingskilometer geschafft. Am Sonntag musste dazu nur noch eine große Bonnrunde mit 32 Kilometern her, die mittags bei Sonnenschein viel Spass gemacht haben.
Jetzt aber wieder zu den ernsten Dingen des Lebens. Heute habe ich eine kleine Lektion in Wahrscheinlichkeitslehre bekommen. Die allerwichtigste Regel dabei lautet: Verlasse das Zimmer nicht, wenn sich vierjährige um das Austeilen der UNO-Karten kümmern.
Ergebnis der Zufallsverteilung war, dass ich die Karten im oberen Bild erhalten habe, während der Geber die auf dem unteren Foto Gezeigten sein eigen nannte.


Auffällig ist dabei einerseits, dass ich ein paar Karten mehr erhalten habe, was sich ja vielleicht noch durch Unkonzentriertheiten beim Zählen erklären liesse. Wieso aber das gegnerische Blatt fast ausschliesslich aus Strafkarten bestand (nimm 4, nimm 2, setze aus) während ich keine einzige davon zur Gegenwehr bekam, bleibt ein Rätsel. Zumindest wenn man an das Gute im Menschen glaubt und böse Absicht als Ursache ausschliesst. Ich weiss nicht wie gering die Wahrscheinlichkeit für diese Verteilung ist, aber beim Lotto würde man damit bestimmt ein paar Euro gewinnen.
Das Spiel nahm im Übrigen den absehbaren Verlauf....
Jetzt aber wieder zu den ernsten Dingen des Lebens. Heute habe ich eine kleine Lektion in Wahrscheinlichkeitslehre bekommen. Die allerwichtigste Regel dabei lautet: Verlasse das Zimmer nicht, wenn sich vierjährige um das Austeilen der UNO-Karten kümmern.
Ergebnis der Zufallsverteilung war, dass ich die Karten im oberen Bild erhalten habe, während der Geber die auf dem unteren Foto Gezeigten sein eigen nannte.
Auffällig ist dabei einerseits, dass ich ein paar Karten mehr erhalten habe, was sich ja vielleicht noch durch Unkonzentriertheiten beim Zählen erklären liesse. Wieso aber das gegnerische Blatt fast ausschliesslich aus Strafkarten bestand (nimm 4, nimm 2, setze aus) während ich keine einzige davon zur Gegenwehr bekam, bleibt ein Rätsel. Zumindest wenn man an das Gute im Menschen glaubt und böse Absicht als Ursache ausschliesst. Ich weiss nicht wie gering die Wahrscheinlichkeit für diese Verteilung ist, aber beim Lotto würde man damit bestimmt ein paar Euro gewinnen.
Das Spiel nahm im Übrigen den absehbaren Verlauf....
Donnerstag, 10. Juli 2008
Gute Pausen, schlechte Pausen
Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen ich am Bahnsteig stand und gespannt auf jegliches Geräusch aus dem Lautsprechersystem lauschte. Auf die Momente, in denen die stets gleich unberührt klingende Frau den aktuellen Stand der Verspätungen bekanntgibt.
Wie üblich erreichte ich den Bahnhof nur kurz vor der planmäßigen Abfahrt der S-Bahn. Kurz davor dazusein ist wichtig, denn bei kurz danach erwischt man automatisch den Tag, an dem die Bahn pünktlich ist --> gehe zurück ins Gefängnis, gehe nicht über Los.....
Meist kommt die Bahn dann auch recht pünktlich, aber manchmal auch nicht. Die Frequent-S-Bahn-Traveller unter uns erkennen die schlechte Nachricht schon bevor sie ausgesprochen ist. Die Pausen im Satzbau machen den Unterschied zwischen einer guten Reise und einer Zwangspause.
Heißt es: "Meine Damen und Herren. P A U S E. Auf Gleis 2...." ist alles gut. Das Signal springt gleich auf grün oder hat es bereits getan und die S-Bahn ist im Anmarsch.
Heißt es hingegen "Meine Damen und Herren auf Gleis 2. P A U S E. ...." ist das Schlimmste zu befürchten.
So auch gestern. Nur zwei Minuten nach der planmäßigen Abfahrt gab Frau Emotionslos zwanzig Minuten Verspätung bekannt. Toll, da hätte man ja auch gleich die nächste nehmen können.
Bei der Bahn heißt dies jedoch noch gar nichts. Die Verspätungen können sich mit jeder Ansage verlängern, so dass aus zwanzig Minuten auch schon mal zwei Stunden werden.
Gut, dass auf den moderneren Bahnhöfen immer auch so rot-blaue Säulen stehen, mit denen man sich Informationen holen kann (blau) oder Notrufe absetzen kann (rot). Da meine inzwischen vier Kollegen und ich ja nun Zeit hatten, wollten wir uns gleich mal Informationen aus erster Hand holen und drückten auf Info. Statt Herrn Mehdorn kam aber nur eine Ansage, dass wir gleich verbunden werden würden.
So vergingen dann also die zwanzig Minuten und es kam wieder eine Ansage. Unglücklicherweise war die Pause wieder an der falschen Stelle. Und noch unglücklicherweisiger bezog sie sich gar nicht mehr auf die ursprünglich Bahn sondern auf die nächste, die auch bereits zehn Minuten Verspätung haben sollte.
Spätestens jetzt setzte sich kollektive Unzufriedenheit bei den Fahrgästen durch und man begann Alternativen zu planen. Zwei Stunden Busfahren oder doch Abholen lassen oder gar Taxifahren....
Kurz vor der Entscheidung meldete sich unsere Freundin wieder: "Meine Damen und Herren. P A U S E. Auf Gleis 2 fährt ein S12 von Düren nach Au".
Hurra, dr Zoch kütt..
Wir sind also noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben lediglich knapp 40 Minuten Verspätung gesammelt.
Was der Mann von der Infohotline dazu gesagt hätte, haben wir leider trotzdem nicht erfahren: "Bitte warten...."
Ach ja, mein Plan am Training teilzunehmen und sogar hin und zurück zu Laufen und damit ca. 25km zu sammeln ist natürlich auch gescheitert. Aus Trotz bin ich dann am Abend noch 20km zur Siegmündung und zurück gelaufen. So ist wenigstens mein Kilometerumfang halbwegs im Plan.
Wie üblich erreichte ich den Bahnhof nur kurz vor der planmäßigen Abfahrt der S-Bahn. Kurz davor dazusein ist wichtig, denn bei kurz danach erwischt man automatisch den Tag, an dem die Bahn pünktlich ist --> gehe zurück ins Gefängnis, gehe nicht über Los.....
Meist kommt die Bahn dann auch recht pünktlich, aber manchmal auch nicht. Die Frequent-S-Bahn-Traveller unter uns erkennen die schlechte Nachricht schon bevor sie ausgesprochen ist. Die Pausen im Satzbau machen den Unterschied zwischen einer guten Reise und einer Zwangspause.
Heißt es: "Meine Damen und Herren. P A U S E. Auf Gleis 2...." ist alles gut. Das Signal springt gleich auf grün oder hat es bereits getan und die S-Bahn ist im Anmarsch.
Heißt es hingegen "Meine Damen und Herren auf Gleis 2. P A U S E. ...." ist das Schlimmste zu befürchten.
So auch gestern. Nur zwei Minuten nach der planmäßigen Abfahrt gab Frau Emotionslos zwanzig Minuten Verspätung bekannt. Toll, da hätte man ja auch gleich die nächste nehmen können.
Bei der Bahn heißt dies jedoch noch gar nichts. Die Verspätungen können sich mit jeder Ansage verlängern, so dass aus zwanzig Minuten auch schon mal zwei Stunden werden.
Gut, dass auf den moderneren Bahnhöfen immer auch so rot-blaue Säulen stehen, mit denen man sich Informationen holen kann (blau) oder Notrufe absetzen kann (rot). Da meine inzwischen vier Kollegen und ich ja nun Zeit hatten, wollten wir uns gleich mal Informationen aus erster Hand holen und drückten auf Info. Statt Herrn Mehdorn kam aber nur eine Ansage, dass wir gleich verbunden werden würden.
So vergingen dann also die zwanzig Minuten und es kam wieder eine Ansage. Unglücklicherweise war die Pause wieder an der falschen Stelle. Und noch unglücklicherweisiger bezog sie sich gar nicht mehr auf die ursprünglich Bahn sondern auf die nächste, die auch bereits zehn Minuten Verspätung haben sollte.
Spätestens jetzt setzte sich kollektive Unzufriedenheit bei den Fahrgästen durch und man begann Alternativen zu planen. Zwei Stunden Busfahren oder doch Abholen lassen oder gar Taxifahren....
Kurz vor der Entscheidung meldete sich unsere Freundin wieder: "Meine Damen und Herren. P A U S E. Auf Gleis 2 fährt ein S12 von Düren nach Au".
Hurra, dr Zoch kütt..
Wir sind also noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben lediglich knapp 40 Minuten Verspätung gesammelt.
Was der Mann von der Infohotline dazu gesagt hätte, haben wir leider trotzdem nicht erfahren: "Bitte warten...."
Ach ja, mein Plan am Training teilzunehmen und sogar hin und zurück zu Laufen und damit ca. 25km zu sammeln ist natürlich auch gescheitert. Aus Trotz bin ich dann am Abend noch 20km zur Siegmündung und zurück gelaufen. So ist wenigstens mein Kilometerumfang halbwegs im Plan.
Sonntag, 6. Juli 2008
Der Overheadprojektor
Gestern lief an unserem Haus ein Mann vorbei, der einen Overheadprojektor trug. Das ist eigentlich nichts sonderlich Bemerkenswertes, obwohl es sicherlich das erste Mal in meinem Leben ist, dass ich jemand gesehen habe, der so ein Gerät über längere Strecken trägt.
Bemerkenswert finde ich daran, dass der Overheadprojektor zu den vom Aussterben bedrohten technischen Geräten zählt. Vor wenigen Jahren noch war er Standardeinrichtungsobjekt in quasi jedem Besprechungszimmer, heute findet man in vielen Firmen gar keinen mehr. Verdrängt wurde er von Beamern, die inzwischen dafür sorgen, dass jede noch so belanglose Erkenntnis in farbigen, animierten Powerpointcharts an die Wand geworfen werden kann.
Als Rettung fällt mir eigentlich nur ein, dass ein paar Lehrkräfte auch weiterhin mit einem Stift Rechnungen Schritt für Schritt durchführen wollen, denn dazu ist der Projektor bis auf weiteres noch zu gebrauchen. Wobei ein Touchscreen auch diese Aufgabe an einen Beamer übertragen könnte.
Damit droht ihm tatsächlich das gleiche Schicksal vieler anderer Techniken, wie zum Beispiel dem Videorekorder, dem tragbaren CD-Player, dem Telegramm, der Diskette, der Datasette, Tonbändern und Kassettenrekordern und so weiter.
Vielleicht sollte man mal eine Liste der bedrohten Artikel erstellen, da kommen bestimmt einige zusammen.
Aus meiner Schulzeit fällt mir da übrigens auch noch was ein, das ich in Bild und Geruch verinnerlicht habe. In der Zeit, bevor die Kopierer ihren Siegeszug antraten (PräXeroxikum) wurden Übungsunterlagen mit sogenannten Matrizen vervielfacht. Kennzeichen dieser Abzüge waren der blaue Farbton der Schrift sowie der betörende Geruch von Chemie.
Leser unter 40 Jahren wissen möglicherweise gar nicht wovon ich rede, bei Interesse versuche ich mal ein Original einzuscannen. Vorausgesetzt ich finde noch was, das so lange gehalten hat, denn mit der Zeit verblassen sowohl Geruch als auch die blaue Farbe.
Abteilung Laufen:
Diese Woche habe ich gerade so eben die angepeilten sechzig Kilometer geschafft. Für die kommende Woche nehme ich mir dann mal 80km vor. Das wird schwer, sollte aber zu schaffen sein.
Bemerkenswert finde ich daran, dass der Overheadprojektor zu den vom Aussterben bedrohten technischen Geräten zählt. Vor wenigen Jahren noch war er Standardeinrichtungsobjekt in quasi jedem Besprechungszimmer, heute findet man in vielen Firmen gar keinen mehr. Verdrängt wurde er von Beamern, die inzwischen dafür sorgen, dass jede noch so belanglose Erkenntnis in farbigen, animierten Powerpointcharts an die Wand geworfen werden kann.
Als Rettung fällt mir eigentlich nur ein, dass ein paar Lehrkräfte auch weiterhin mit einem Stift Rechnungen Schritt für Schritt durchführen wollen, denn dazu ist der Projektor bis auf weiteres noch zu gebrauchen. Wobei ein Touchscreen auch diese Aufgabe an einen Beamer übertragen könnte.
Damit droht ihm tatsächlich das gleiche Schicksal vieler anderer Techniken, wie zum Beispiel dem Videorekorder, dem tragbaren CD-Player, dem Telegramm, der Diskette, der Datasette, Tonbändern und Kassettenrekordern und so weiter.
Vielleicht sollte man mal eine Liste der bedrohten Artikel erstellen, da kommen bestimmt einige zusammen.
Aus meiner Schulzeit fällt mir da übrigens auch noch was ein, das ich in Bild und Geruch verinnerlicht habe. In der Zeit, bevor die Kopierer ihren Siegeszug antraten (PräXeroxikum) wurden Übungsunterlagen mit sogenannten Matrizen vervielfacht. Kennzeichen dieser Abzüge waren der blaue Farbton der Schrift sowie der betörende Geruch von Chemie.
Leser unter 40 Jahren wissen möglicherweise gar nicht wovon ich rede, bei Interesse versuche ich mal ein Original einzuscannen. Vorausgesetzt ich finde noch was, das so lange gehalten hat, denn mit der Zeit verblassen sowohl Geruch als auch die blaue Farbe.
Abteilung Laufen:
Diese Woche habe ich gerade so eben die angepeilten sechzig Kilometer geschafft. Für die kommende Woche nehme ich mir dann mal 80km vor. Das wird schwer, sollte aber zu schaffen sein.
Dienstag, 1. Juli 2008
Märchensommer
Ja, es ist Juli und das Wetter ist tatsächlich so, wie man es für den Sommer erwartet. Warm und sonnig.
Da kann man die, sagen wir mal bescheidene, Leistung der Fussballnationalmannschaft am Sonntag sehr gut verarbeiten, sofern einen das überhaupt berührt. Ich persönlich habe in meinem fortgeschrittenen Alter nämlich aufgehört, mich durch Niederlagen von Profifussballern in meiner Stimmung beeinträchtigen zu lassen. Vor zehn Jahren noch wäre ich am Boden zerstört, jetzt bin ich froh, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat.
Unsere Blume des Monats ist übrigens die Clematis auf unserer Terasse, die ich dann auch gleich mal fotografiert habe. Auch sie freut sich über das schöne Wetter und hat jede Menge Blüten.
Da kann man die, sagen wir mal bescheidene, Leistung der Fussballnationalmannschaft am Sonntag sehr gut verarbeiten, sofern einen das überhaupt berührt. Ich persönlich habe in meinem fortgeschrittenen Alter nämlich aufgehört, mich durch Niederlagen von Profifussballern in meiner Stimmung beeinträchtigen zu lassen. Vor zehn Jahren noch wäre ich am Boden zerstört, jetzt bin ich froh, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat.
Unsere Blume des Monats ist übrigens die Clematis auf unserer Terasse, die ich dann auch gleich mal fotografiert habe. Auch sie freut sich über das schöne Wetter und hat jede Menge Blüten.
Sonntag, 29. Juni 2008
Der Spicher Zehner
Irgendwie wusste ich, mein letzter Eintrag im Blog ist schon ein paar Tage her, aber dass es schon zwei Wochen sind, schockiert mich doch.
In direktem Zusammenhang damit stehen verschiedene Dinge. Zum Beispiel diese:
1.) ich war in der Zeit so lauffaul, dass ich mich gar nicht getraut habe, was zu schreiben. Mehr als 25 bis 30km die Woche sind nicht zu vermelden.
2.) den Computer habe ich in der Zeit nur äußerst selten von nahem gesehen. Und das nicht nur weil unser Arbeitszimmer im Sommer richtig schön warm ist.
3.) Die Europameisterschaft, vor den Spielen wollte ich noch nicht schreiben und danach war ich zu müde, sofern ich nicht schon während der Übertragung eingeschlafen bin. Und die EM ist als Ausrede zur Zeit ja hervorragend geeignet.
und so weiter und so fort....
Noch mehr schockiert hat mich allerdings der Blick auf den Kalender. Es sind nur noch zehn Wochen bis zum Jungfrau-Marathon und der Trainingszustand ist nettgesagt mäßig.
Also, weg mit den Ausreden, ab jetzt wird gearbeitet. 60km soll von nun an die Untergrenze sein.
Als Auftakt der Vorbereitung stand gestern der Spicher Zehner auf dem Programm, einer der traditionellen Läufe in der Troisdorfer Gegend. Zwei fünf Kilometerrunden mit einer langen Steigung galt es zu absolvieren.

Der Lauf war wie immer anstrengend, aber am Ende ist dabei eine Zeit von 41:47 herausgekommen, womit ich voll zufrieden bin. Zumindest schnell genug kann ich noch laufen, für lange Läufe in den Bergen bleibt allerdings noch einiges zu tun.
Drachenfels
Heute stand der Drachenfels auf dem Programm, zwar nicht auf dem Laufprogramm, sondern als Familienwanderziel. War richtig schön und beim Spazierengehen hat man doch noch mehr von den Aussichten....
In direktem Zusammenhang damit stehen verschiedene Dinge. Zum Beispiel diese:
1.) ich war in der Zeit so lauffaul, dass ich mich gar nicht getraut habe, was zu schreiben. Mehr als 25 bis 30km die Woche sind nicht zu vermelden.
2.) den Computer habe ich in der Zeit nur äußerst selten von nahem gesehen. Und das nicht nur weil unser Arbeitszimmer im Sommer richtig schön warm ist.
3.) Die Europameisterschaft, vor den Spielen wollte ich noch nicht schreiben und danach war ich zu müde, sofern ich nicht schon während der Übertragung eingeschlafen bin. Und die EM ist als Ausrede zur Zeit ja hervorragend geeignet.
und so weiter und so fort....
Noch mehr schockiert hat mich allerdings der Blick auf den Kalender. Es sind nur noch zehn Wochen bis zum Jungfrau-Marathon und der Trainingszustand ist nettgesagt mäßig.
Also, weg mit den Ausreden, ab jetzt wird gearbeitet. 60km soll von nun an die Untergrenze sein.
Als Auftakt der Vorbereitung stand gestern der Spicher Zehner auf dem Programm, einer der traditionellen Läufe in der Troisdorfer Gegend. Zwei fünf Kilometerrunden mit einer langen Steigung galt es zu absolvieren.
Der Lauf war wie immer anstrengend, aber am Ende ist dabei eine Zeit von 41:47 herausgekommen, womit ich voll zufrieden bin. Zumindest schnell genug kann ich noch laufen, für lange Läufe in den Bergen bleibt allerdings noch einiges zu tun.
Drachenfels
Heute stand der Drachenfels auf dem Programm, zwar nicht auf dem Laufprogramm, sondern als Familienwanderziel. War richtig schön und beim Spazierengehen hat man doch noch mehr von den Aussichten....
Freitag, 13. Juni 2008
Zehntausend
Diese Woche war es soweit: Unsere Jura Kaffeemaschine hat zum 10000sten mal Kaffee gebrüht. Das musste natürlich für die Nachwelt festgehalten werden:

Das Gimmick "Bezügezähler" hat mich schon beim Kauf schwer beeindruckt, war aber nur einer der Punkte auf der Auswahlliste. Geschmack, Design und vor allem die geringe Breite waren letztendlich ausschlaggebend.
Noch immer trinke ich gerne und viel Kaffee aus dem Vollautomaten und würde ihn sehr vermissen sollte er das Zeitliche segnen, was ja irgendwann einmal passieren wird.
Nur zwanzig Tassen vor der 10000 musste man schon fast das Schlimmste befürchten. Die Maschine spülte zweimal nacheinander, ohne das jemand einen Knopf gedrückt hätte. Die Geräusche dabei trieben mir den Angstschweiss auf die Stirn.
Beim Gedanken an die zu erwartenden horrenden Reparaturkosten wurde mir ganz anders. Zwei OP Aufenthalte hat die Maschine bereits überlebt. Einmal war sie undicht, beim anderen Mal musste die Brüheinheit getauscht werden. Allein für diese Reparaturen hätte man mehrere herkömmliche Kaffeemaschinen bekommen.
Glücklicherweise ging der Kelch dieses Mal an uns vorüber und die Jura hat sich wieder berappelt. Seitdem haben wir bereits wieder einige Tassen ohne Probleme trinken können, so dass ich ab jetzt auf die 15000 warte.
Das Gimmick "Bezügezähler" hat mich schon beim Kauf schwer beeindruckt, war aber nur einer der Punkte auf der Auswahlliste. Geschmack, Design und vor allem die geringe Breite waren letztendlich ausschlaggebend.
Noch immer trinke ich gerne und viel Kaffee aus dem Vollautomaten und würde ihn sehr vermissen sollte er das Zeitliche segnen, was ja irgendwann einmal passieren wird.
Nur zwanzig Tassen vor der 10000 musste man schon fast das Schlimmste befürchten. Die Maschine spülte zweimal nacheinander, ohne das jemand einen Knopf gedrückt hätte. Die Geräusche dabei trieben mir den Angstschweiss auf die Stirn.
Beim Gedanken an die zu erwartenden horrenden Reparaturkosten wurde mir ganz anders. Zwei OP Aufenthalte hat die Maschine bereits überlebt. Einmal war sie undicht, beim anderen Mal musste die Brüheinheit getauscht werden. Allein für diese Reparaturen hätte man mehrere herkömmliche Kaffeemaschinen bekommen.
Glücklicherweise ging der Kelch dieses Mal an uns vorüber und die Jura hat sich wieder berappelt. Seitdem haben wir bereits wieder einige Tassen ohne Probleme trinken können, so dass ich ab jetzt auf die 15000 warte.
Dienstag, 10. Juni 2008
Der Platinman
Tatsächlich habe ich es am Freitag geschafft, am Platinman-Lauf teilzunehmen. Deutlich über 35 Läufer fanden sich in mehreren Gruppen, um die Strecke mit 5 Bergen ab Hennef Bödingen in Angriff zu nehmen.
Bei anfangs guten Bedingungen waren die ersten vier Steigungen ein reines Vergnügen in moderatem Tempo. Nach Ende des vierten Anstiegs begann jedoch ein Regenschauer, der es in sich hatte. Jede Menge Regen prasselte bis weit nach dem Ziel auf uns ein und ich kann mich nur an wenige so nasse Läufe erinnern.
In grenzenloser Missachtung aller Vorhersagen hatte ich sowohl auf eine Mütze als auch auf genügend trockene Klamotten für nach dem Lauf verzichtet, so dass auch der Heimweg nicht gerade angenehm war.
Die Strecke von Ende Steigung vier bis hin zum Ziel habe ich nur noch schemenhaft in Erinnerung. Der Regen und die fehlende Mütze machten meine Brille zunehmend undurchsichtig, so dass ich sie bald in der Hand trug und mich etwas mehr auf den Boden konzentrierte.
Dummerweise hatten auch die erfahrensten Platinläufer so ihre Probleme mit der Strecke und ein Großteil meiner Gruppe erreichte nach ein oder zwei falschen Richtungswechsel das Ende eines Weges. Da bei dem Wetter niemand mehr Lust auf eine Ehrenrunde hatte, wurde kurzerhand querfeldein, oder besser gesagt hangabwärts durch den Wald gelaufen. War ein echter Höhepunkt und führte schließlich tatsächlich wieder auf die eigentliche Laufstrecke.
Danach ging es noch kurz den letzten Hügel hoch und schon war man wieder am Ausgangspunkt, wo mit Kuchen und Bier der erfolgreiche Lauf gefeiert wurde.
Trotz des Regens hat es wohl allen Spass gemacht und am ersten Freitag im Juni 2009 wird man sich wiedersehen...
Bei anfangs guten Bedingungen waren die ersten vier Steigungen ein reines Vergnügen in moderatem Tempo. Nach Ende des vierten Anstiegs begann jedoch ein Regenschauer, der es in sich hatte. Jede Menge Regen prasselte bis weit nach dem Ziel auf uns ein und ich kann mich nur an wenige so nasse Läufe erinnern.
In grenzenloser Missachtung aller Vorhersagen hatte ich sowohl auf eine Mütze als auch auf genügend trockene Klamotten für nach dem Lauf verzichtet, so dass auch der Heimweg nicht gerade angenehm war.
Die Strecke von Ende Steigung vier bis hin zum Ziel habe ich nur noch schemenhaft in Erinnerung. Der Regen und die fehlende Mütze machten meine Brille zunehmend undurchsichtig, so dass ich sie bald in der Hand trug und mich etwas mehr auf den Boden konzentrierte.
Dummerweise hatten auch die erfahrensten Platinläufer so ihre Probleme mit der Strecke und ein Großteil meiner Gruppe erreichte nach ein oder zwei falschen Richtungswechsel das Ende eines Weges. Da bei dem Wetter niemand mehr Lust auf eine Ehrenrunde hatte, wurde kurzerhand querfeldein, oder besser gesagt hangabwärts durch den Wald gelaufen. War ein echter Höhepunkt und führte schließlich tatsächlich wieder auf die eigentliche Laufstrecke.
Danach ging es noch kurz den letzten Hügel hoch und schon war man wieder am Ausgangspunkt, wo mit Kuchen und Bier der erfolgreiche Lauf gefeiert wurde.
Trotz des Regens hat es wohl allen Spass gemacht und am ersten Freitag im Juni 2009 wird man sich wiedersehen...
Mittwoch, 4. Juni 2008
Erholung
Nach dem Marathon habe ich bisher meine Laufschuhe noch nicht wieder angezogen, mich dafür aber schon ganz gut erholt. Eigentlich spricht nichts dagegen, mal ein kleines Ründchen zu laufen. Aber ne, jetzt und heute nicht mehr.
Je nach Fitness und Laune werde ich mich dafür vielleicht am Freitag zum offiziell inofiziellen Platinmanlauf nach Hennef Bödingen aufraffen können. Der heißt übrigens nicht umsonst Platinman, denn er hat in 17km jede Menge Höhenmeter versteckt.
Früher war das wohl mal ein Volkslauf, der schnell aus allen Nähten platzte und am Ende eingestellt werden musste. Jetzt laufen ein paar Unverzagte, die die Absagen irgendwie verpasst haben, jedes Jahr zum gleichen (traditionellen) Zeitpunkt über die Strecke.
So ganz kenne ich die Details nicht, das war vor meiner Laufkarriere. Damals habe ich noch alle für verrückt erklärt, die Laufen, ohne einen Ball und einen Gegner in der Nähe zu haben.
Ist für mich jetzt vielleicht nicht inbedingt das Richtige nach dem Mittelrhein, aber doch verlockend.
Je nach Fitness und Laune werde ich mich dafür vielleicht am Freitag zum offiziell inofiziellen Platinmanlauf nach Hennef Bödingen aufraffen können. Der heißt übrigens nicht umsonst Platinman, denn er hat in 17km jede Menge Höhenmeter versteckt.
Früher war das wohl mal ein Volkslauf, der schnell aus allen Nähten platzte und am Ende eingestellt werden musste. Jetzt laufen ein paar Unverzagte, die die Absagen irgendwie verpasst haben, jedes Jahr zum gleichen (traditionellen) Zeitpunkt über die Strecke.
So ganz kenne ich die Details nicht, das war vor meiner Laufkarriere. Damals habe ich noch alle für verrückt erklärt, die Laufen, ohne einen Ball und einen Gegner in der Nähe zu haben.
Ist für mich jetzt vielleicht nicht inbedingt das Richtige nach dem Mittelrhein, aber doch verlockend.
Sonntag, 1. Juni 2008
Der Mittelrhein
Der Mittelrheinmarathon und ich, das werden wohl keine echten Freunde mehr...
Um 4:00 Uhr klingelte heute der Wecker und riss uns aus den schönen Träumen. Nach dem obligatorischen Kaffee und etwas leichtem Frühstück ging es viertel vor fünf auf die Reise nach Koblenz.
Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir diesmal am Koblenzer Hauptbahnhof geparkt und sind mit dem Sonderzug um 6:21 zum Start nach Oberwesel gefahren. Das spart am Nachmittag gut eineinhalb Stunden und hat ziemlich gut geklappt. Nicht zuletzt weil wir einen kostenlosen Parkplatz ganz in der Nähe gefunden haben.
Da sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zur Premiere vor 4 Jahren drastisch reduziert hat, lief am Bahnhof alles sehr entspannt ab und man konnte einen Großteil der Strecke schon mal von einem Sitzplatz aus besichtigen.
Im Startbereich gab es ebenfall kein Gedränge und brauchte sich keine Sorgen zu machen, nicht weit genug nach vorne zu kommen, falls man das wollte. Insgesamt gingen knapp 600 Einzelläufer/innen auf die Marathonstrecke sowie jede Menge Staffeln.
Zumindest auf der ersten Hälfte war das Wetter sehr gut, der bewölkte Himmel bescherte den Läufern angenehme Temperaturen. Später kam dann die Sonne zum Vorschein und die Bedingungen ähnelten wieder den Vorjahren. So heiß wie beim ersten Mal war es natürlich mit Abstand nicht.
Die Strecke ist auf der ersten Hälfte extrem flach und geht immer am Rhein entlang, auf der zweiten Hälfte kommen einige Hubbel dazu, die einem schnell ein paar Körner zuviel rauben können. Wer sich dafür interessiert, kann speziell am Anfang eine ganze Reihe schöner Burgen und Schlösser bestaunen, dazu geht es auch noch an der Loreley vorbei.
Auf der zweiten Häfte kamen in diesem Jahr auch die Halbmarathonis dazu, die eine wesentlich größere Läufergruppe darstellten. Ich erreichte das Ende der Halbmarathonläufer etwa bei km 25 und hatte fortan wieder viele Läufer um mich herum. Für die Läufer, die gerade zum Start des Halbmarathons in Boppard waren, gab es sicherlich Probleme, sich da durchzuwühlen.
Für mich lief es über weite Strecken ganz gut, im Schnitt lief ich etwa 4:55min/km, was eigentlich reichen sollte, um unter 3:30 zu bleiben. Leider blieb es bei dem eigentlich, denn so ein Marathon ist halt nicht nur 37km lang. Genau bei dieser Distanz hat es mich dann zerlegt und auf den restlichen 5km habe ich dann ebensoviele Minuten verloren. Am Ende habe ich mich dann bei 3:33:15 über die Ziellinie geschleppt und bin irgendwie ein bischen enttäuscht. Die 3:30 h waren greifbar nahe, aber es hat halt nicht gereicht.
Der Positive Aspekt ist, dass ich zumindest meine Mittelrhein-Marathon-Bestzeit verbessern konnte und sich der Mann mit dem Hammer wieder weiter zur Zielliene bewegt hat. In den Vergangenen Jahren hat es mich jeweils etwas früher erwischt. Sollte es den Marathon also noch ein paar Jahre geben, so bin ich optimistisch, irgendwann mein Tempo durchzuhalten. Vielleicht sollte ich hier und da auch noch mein Training optimieren....
Jetzt werde ich es ein paar Tage etwas langsamer angehen lassen und dann kommen die Berge auf den Trainigsplan. Schliesslich sind es nur noch drei Monate bis zum Jungfrau-Marathon...
Um 4:00 Uhr klingelte heute der Wecker und riss uns aus den schönen Träumen. Nach dem obligatorischen Kaffee und etwas leichtem Frühstück ging es viertel vor fünf auf die Reise nach Koblenz.
Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir diesmal am Koblenzer Hauptbahnhof geparkt und sind mit dem Sonderzug um 6:21 zum Start nach Oberwesel gefahren. Das spart am Nachmittag gut eineinhalb Stunden und hat ziemlich gut geklappt. Nicht zuletzt weil wir einen kostenlosen Parkplatz ganz in der Nähe gefunden haben.
Da sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zur Premiere vor 4 Jahren drastisch reduziert hat, lief am Bahnhof alles sehr entspannt ab und man konnte einen Großteil der Strecke schon mal von einem Sitzplatz aus besichtigen.
Im Startbereich gab es ebenfall kein Gedränge und brauchte sich keine Sorgen zu machen, nicht weit genug nach vorne zu kommen, falls man das wollte. Insgesamt gingen knapp 600 Einzelläufer/innen auf die Marathonstrecke sowie jede Menge Staffeln.
Zumindest auf der ersten Hälfte war das Wetter sehr gut, der bewölkte Himmel bescherte den Läufern angenehme Temperaturen. Später kam dann die Sonne zum Vorschein und die Bedingungen ähnelten wieder den Vorjahren. So heiß wie beim ersten Mal war es natürlich mit Abstand nicht.
Die Strecke ist auf der ersten Hälfte extrem flach und geht immer am Rhein entlang, auf der zweiten Hälfte kommen einige Hubbel dazu, die einem schnell ein paar Körner zuviel rauben können. Wer sich dafür interessiert, kann speziell am Anfang eine ganze Reihe schöner Burgen und Schlösser bestaunen, dazu geht es auch noch an der Loreley vorbei.
Auf der zweiten Häfte kamen in diesem Jahr auch die Halbmarathonis dazu, die eine wesentlich größere Läufergruppe darstellten. Ich erreichte das Ende der Halbmarathonläufer etwa bei km 25 und hatte fortan wieder viele Läufer um mich herum. Für die Läufer, die gerade zum Start des Halbmarathons in Boppard waren, gab es sicherlich Probleme, sich da durchzuwühlen.
Für mich lief es über weite Strecken ganz gut, im Schnitt lief ich etwa 4:55min/km, was eigentlich reichen sollte, um unter 3:30 zu bleiben. Leider blieb es bei dem eigentlich, denn so ein Marathon ist halt nicht nur 37km lang. Genau bei dieser Distanz hat es mich dann zerlegt und auf den restlichen 5km habe ich dann ebensoviele Minuten verloren. Am Ende habe ich mich dann bei 3:33:15 über die Ziellinie geschleppt und bin irgendwie ein bischen enttäuscht. Die 3:30 h waren greifbar nahe, aber es hat halt nicht gereicht.
Der Positive Aspekt ist, dass ich zumindest meine Mittelrhein-Marathon-Bestzeit verbessern konnte und sich der Mann mit dem Hammer wieder weiter zur Zielliene bewegt hat. In den Vergangenen Jahren hat es mich jeweils etwas früher erwischt. Sollte es den Marathon also noch ein paar Jahre geben, so bin ich optimistisch, irgendwann mein Tempo durchzuhalten. Vielleicht sollte ich hier und da auch noch mein Training optimieren....
Jetzt werde ich es ein paar Tage etwas langsamer angehen lassen und dann kommen die Berge auf den Trainigsplan. Schliesslich sind es nur noch drei Monate bis zum Jungfrau-Marathon...
Freitag, 30. Mai 2008
Die Mauer und der Mittelrhein
Nur noch zwei Tage bis zum Mittelrhein-Marathon und die ganze Woche nichts gelaufen. Ein richtig schlechtes Gewissen habe ich deswegen trotzdem nicht. Die eine Woche Ausruhen schadet in der Regel nicht und man kann sich einreden, dass man erholt zum Marathon reist.
Beim Gedanken an die Abfahrt gegen 5:00 in der Nacht, frage ich mich allerdings, ob die Erholung nicht schon da wieder aufgebraucht ist.
Die Wettervorhersage läßt die gewohnt hohen Temperaturen erwarten, dieses Mal vielleicht weniger sonnig aber dafür umso schwüler. Nicht gerade ein Wetter für Bestzeiten, aber langsam soll es auch nicht werden. Also mal die Tagesform abwarten.
Heute waren wir jedenfalls schon in Koblenz, um die Startunterlagen abzuholen. Wenn wir uns nicht verhört haben, sind für den eigentlichen Marathon nur 450 Starter gemeldet. Beim ersten Mal waren es, glaube ich, noch über 3000, das klingt nicht gut. Wesentlich mehr gehen wohl auf die Halbmarathonstrecke, obwohl man dabei noch nicht mal die Loreley sehen kann...
Zuhause auf der Baustelle geht es auch weiter. Bob der Baumeister und seine Leute haben ganze Arbeit geleistet und so konnte gestern die Mauer gegossen werden. War ein spannendes Ereignis für groß und klein in der Nachbarschaft.
Beim Gedanken an die Abfahrt gegen 5:00 in der Nacht, frage ich mich allerdings, ob die Erholung nicht schon da wieder aufgebraucht ist.
Die Wettervorhersage läßt die gewohnt hohen Temperaturen erwarten, dieses Mal vielleicht weniger sonnig aber dafür umso schwüler. Nicht gerade ein Wetter für Bestzeiten, aber langsam soll es auch nicht werden. Also mal die Tagesform abwarten.
Heute waren wir jedenfalls schon in Koblenz, um die Startunterlagen abzuholen. Wenn wir uns nicht verhört haben, sind für den eigentlichen Marathon nur 450 Starter gemeldet. Beim ersten Mal waren es, glaube ich, noch über 3000, das klingt nicht gut. Wesentlich mehr gehen wohl auf die Halbmarathonstrecke, obwohl man dabei noch nicht mal die Loreley sehen kann...
Zuhause auf der Baustelle geht es auch weiter. Bob der Baumeister und seine Leute haben ganze Arbeit geleistet und so konnte gestern die Mauer gegossen werden. War ein spannendes Ereignis für groß und klein in der Nachbarschaft.
Montag, 26. Mai 2008
Der Berg ruft und die Vögel 2
Viele lange und schreibfaule Tage haben sich angehäuft, daher nur kurz eine Zusammenfassung.
Zunächst das Wichtigste: Ich habe einen Startplatz für den Jungfrau-Marathon bekommen. Es gibt also keine Ausreden mehr, auf Bergtraining zu verzichten.
Samstag: Ein erfolgreicher Tag. Beim traditionellen Lohmarer 1/3tel-Marathon mitgelaufen und unter einer Stunde geblieben. Schnelle Rechner wissen sofort, dass die Strecke 14,065 km lang ist und da sie auch noch ein wenig hügelig ist, bin ich mit der Zeit sehr zufrieden.

Sonntag: Die Troisdorfer LG veranstaltet ein Schüler-Sportfest, bei dem am Vormittag die Altersklassen W4 + M4 bis W9 und M9 zum Dreikampf antreten. 50m Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf stehen auf dem Programm. Bei trockenem aber kaltem Wetter hatten alle viel Spass. Wenn man sich die Kleinen so anguckt, merkt man erstmal, wieviel Koordination etwa ein Weitsprung erfordert.
Die TLG wäre natürlich nicht die TLG, wenn nicht wenigstens etwas schiefgehen würde. Diesmal war es die Auswertung und so mussten einige der Athleten ohne Urkunden nach Hause gehen.
Am Nachmittag bin ich dann auch noch Richtung Bonn gelaufen und habe mit den 35km erstmals in diesem Jahr die 80km Schallgrenze durchbrochen.
Montag: Am Haus beginnen Bauarbeiten, gleich am ersten Tag gelingt es, die Telefonleitung zu durchtrennen. Nicht schlimm sollte man meinen, man hat ja Mobilfunk. Aber weit gefehlt, am Kabel hängt ja auch das Internet....

Dienstag: Nix wichtiges, soweit ich mich erinnern kann.
Mittwoch: Der Telefonmann war da und hat die Leitungen repariert. Am Abend das Finale der Championsleague. Ich habe nicht mit Michael Ballack geweint. Das Elfmeterschiessen war allerdings überraschend schnell zuende für zwei englische Mannschaften.
Donnerstag: War Feiertag, daher ruhig angehen lassen. Nachmittags etwas Laufen ansonsten nichts von Bedeutung.
Freitag: Vormittags schwimmen im Aggua. Nachmittags Laufen gewesen und von verrückt gewordenem Vogel attackiert worden. Nichts ahnend trifft mich auf einer Allee ein Gescho(i)ss von oben auf der Schulter. Schlecht gezielt lieber Vogel, 5cm links und Du hättest 100 Punkte verdient. Das Schlimme ist, dass ich zur Feier des Tages erstmals mit meinem Finisher-Shirt vom Jungfrau Marathon 2007 gelaufen bin.
Samstag: Auf Grillparty im Westerwald gewesen...
Sonntag: Nur noch eine Woche bis zum Mittelrhein-Marathon. Letzter Langer Lauf über 25km. Vielleicht ein bischen zu schnell gewesen, aber was solls.
Montag: Normaler Arbeitstag. Am Ende noch mal kurz an den Rechner gesetzt.
Und damit ich nicht immer soviel schreiben muss, ist mein Ziel für den Juni, häufiger zu posten!
Zunächst das Wichtigste: Ich habe einen Startplatz für den Jungfrau-Marathon bekommen. Es gibt also keine Ausreden mehr, auf Bergtraining zu verzichten.
Samstag: Ein erfolgreicher Tag. Beim traditionellen Lohmarer 1/3tel-Marathon mitgelaufen und unter einer Stunde geblieben. Schnelle Rechner wissen sofort, dass die Strecke 14,065 km lang ist und da sie auch noch ein wenig hügelig ist, bin ich mit der Zeit sehr zufrieden.
Sonntag: Die Troisdorfer LG veranstaltet ein Schüler-Sportfest, bei dem am Vormittag die Altersklassen W4 + M4 bis W9 und M9 zum Dreikampf antreten. 50m Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf stehen auf dem Programm. Bei trockenem aber kaltem Wetter hatten alle viel Spass. Wenn man sich die Kleinen so anguckt, merkt man erstmal, wieviel Koordination etwa ein Weitsprung erfordert.
Die TLG wäre natürlich nicht die TLG, wenn nicht wenigstens etwas schiefgehen würde. Diesmal war es die Auswertung und so mussten einige der Athleten ohne Urkunden nach Hause gehen.
Am Nachmittag bin ich dann auch noch Richtung Bonn gelaufen und habe mit den 35km erstmals in diesem Jahr die 80km Schallgrenze durchbrochen.
Montag: Am Haus beginnen Bauarbeiten, gleich am ersten Tag gelingt es, die Telefonleitung zu durchtrennen. Nicht schlimm sollte man meinen, man hat ja Mobilfunk. Aber weit gefehlt, am Kabel hängt ja auch das Internet....
Dienstag: Nix wichtiges, soweit ich mich erinnern kann.
Mittwoch: Der Telefonmann war da und hat die Leitungen repariert. Am Abend das Finale der Championsleague. Ich habe nicht mit Michael Ballack geweint. Das Elfmeterschiessen war allerdings überraschend schnell zuende für zwei englische Mannschaften.
Donnerstag: War Feiertag, daher ruhig angehen lassen. Nachmittags etwas Laufen ansonsten nichts von Bedeutung.
Freitag: Vormittags schwimmen im Aggua. Nachmittags Laufen gewesen und von verrückt gewordenem Vogel attackiert worden. Nichts ahnend trifft mich auf einer Allee ein Gescho(i)ss von oben auf der Schulter. Schlecht gezielt lieber Vogel, 5cm links und Du hättest 100 Punkte verdient. Das Schlimme ist, dass ich zur Feier des Tages erstmals mit meinem Finisher-Shirt vom Jungfrau Marathon 2007 gelaufen bin.
Samstag: Auf Grillparty im Westerwald gewesen...
Sonntag: Nur noch eine Woche bis zum Mittelrhein-Marathon. Letzter Langer Lauf über 25km. Vielleicht ein bischen zu schnell gewesen, aber was solls.
Montag: Normaler Arbeitstag. Am Ende noch mal kurz an den Rechner gesetzt.
Und damit ich nicht immer soviel schreiben muss, ist mein Ziel für den Juni, häufiger zu posten!
Mittwoch, 14. Mai 2008
Die Vögel
So, da bin ich wieder. Während der letzten beiden Urlaubswochen habe ich es geschafft, um den Rechner einen weiten Bogen zu machen. Das lag nicht nur an dem überraschenderweise hervorragenden Urlaubswetter, sondern auch an den vielen anderen schönen Dingen, die man im Urlaub so tun kann. Zoobesuch, Schwimmengehen, Radfahren und so weiter. Ach ja, gelaufen bin ich natürlich auch, zwar nicht soviel wie geplant, aber auch nicht zu wenig. Dass ich immer 10 bis 20 km weniger habe als erträumt, daran gewöhne ich mich so langsam.
Jetzt hat mich die Arbeit wieder und der Tag beginnt wieder früher...
Von all den Sachen, die ich so schreiben wollte, fallen mir jetzt leider nur noch drei ein:
1.) Urlaub könnte immer ein paar Tage länger sein.
Irgendwo ist sicher eine Grenze, an der die Langeweile kommt, aber 2 Wochen sind definitiv etwas knapp.
2.) Mathe ist schwierig.
Ich habe im Urlaub begonnen das Buch "Fermats letzter Satz" zu lesen und dabei schmerzlich erfahren, dass mein mathematisches Wissen begrenzt ist. Ist trotzdem interessant und ich beisse mich durch. Hoffentlich kommt am Ende eine verständliche Erläuterung des Beweises, was ich bezweifle
3.) Die Halsbandsittiche sind in Troisdorf angekommen.
Schon seit einigen Jahren lebt in Bonn eine recht große Kolonie der grünen Vögel in freier Natur. Nachdem ich im letzen Jahr bereits einen Vogel in unserem Garten gesehen habe, waren es letzte Woche mindestens sechs! Also es gibt entweder es gibt auch in Troisdorf eine Sittichkolonie oder die Bonner machen gelegentlich Dienstreisen oder Betriebsausflüge nach Troisdorf.
Jetzt hat mich die Arbeit wieder und der Tag beginnt wieder früher...
Von all den Sachen, die ich so schreiben wollte, fallen mir jetzt leider nur noch drei ein:
1.) Urlaub könnte immer ein paar Tage länger sein.
Irgendwo ist sicher eine Grenze, an der die Langeweile kommt, aber 2 Wochen sind definitiv etwas knapp.
2.) Mathe ist schwierig.
Ich habe im Urlaub begonnen das Buch "Fermats letzter Satz" zu lesen und dabei schmerzlich erfahren, dass mein mathematisches Wissen begrenzt ist. Ist trotzdem interessant und ich beisse mich durch. Hoffentlich kommt am Ende eine verständliche Erläuterung des Beweises, was ich bezweifle
3.) Die Halsbandsittiche sind in Troisdorf angekommen.
Schon seit einigen Jahren lebt in Bonn eine recht große Kolonie der grünen Vögel in freier Natur. Nachdem ich im letzen Jahr bereits einen Vogel in unserem Garten gesehen habe, waren es letzte Woche mindestens sechs! Also es gibt entweder es gibt auch in Troisdorf eine Sittichkolonie oder die Bonner machen gelegentlich Dienstreisen oder Betriebsausflüge nach Troisdorf.
Samstag, 3. Mai 2008
Rumpelstilzchen
Das Ende meiner ersten Urlaubswoche hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.
Zwar wurde das Wetter von Tag zu Tag besser, doch das Urlaubsgefühl wurde von einem kleinen Magen-Darminfekt deutlich beeinträchtigt. Nix schlimmes, aber doch schlimm genug, um zwei Tage nicht richtig Essen und Trinken zu wollen.
Dazu kommt, dass Gaby und ich eigentlich am Donnerstag in Rengsdorf den 50km Westerwaldlauf mitmachen wollten. Gutes Wetter war bestellt, Babysitter (gleich Patentante) organisiert und Feude auf den Lauf vorhanden.
Am Mittwoch Nachmittag musste Gaby dann verletzungsbedingt passen und gegen Abend kam die Übelkeit bei uns dazu.
Also haben wir uns schweren Herzens von diesem Vorhaben verabschiedet und beim Blick auf den blauen Himmel am Donnerstag Morgen noch mehr gelitten. Aber in Anbetracht von 50 nicht gerade flachen Kilometern sicher die richtige Entscheidung.

Um den Tag nicht ganz zu verlieren und unserem natürlich topfitten Sohn zu beschäftigen, beschlossen wir kurzerhand den ohnehin geplanten Ausflug in den Märchenwald vorzuziehen.
Aus magentechnischer Sicht war das sicherlich keine besonders schlaue Idee, denn 45 Minuten Autofahrt mit flauem Magen sind nicht das Beste, wenn man eigentlich besser im Bett liegt. Aber zumindest ist man an der frischen Luft und kann nebenbei sein Wissen über Grimm's Märchen wieder auf Vordermann bringen.
Seit gestern geht es dann wieder besser und heute war für mich auch wieder ein kleiner Lauf drin. Bis Mitte nächster Woche ist die Wettervorhersage ja auch ziemlich gut, so dass wir sicher noch ein paar schöne Tage erleben werden bevor es wieder heisst: "Montag Morgen, 5:49. Gerade noch rechtzeitig aufgewacht..."
Zwar wurde das Wetter von Tag zu Tag besser, doch das Urlaubsgefühl wurde von einem kleinen Magen-Darminfekt deutlich beeinträchtigt. Nix schlimmes, aber doch schlimm genug, um zwei Tage nicht richtig Essen und Trinken zu wollen.
Dazu kommt, dass Gaby und ich eigentlich am Donnerstag in Rengsdorf den 50km Westerwaldlauf mitmachen wollten. Gutes Wetter war bestellt, Babysitter (gleich Patentante) organisiert und Feude auf den Lauf vorhanden.
Am Mittwoch Nachmittag musste Gaby dann verletzungsbedingt passen und gegen Abend kam die Übelkeit bei uns dazu.
Also haben wir uns schweren Herzens von diesem Vorhaben verabschiedet und beim Blick auf den blauen Himmel am Donnerstag Morgen noch mehr gelitten. Aber in Anbetracht von 50 nicht gerade flachen Kilometern sicher die richtige Entscheidung.
Um den Tag nicht ganz zu verlieren und unserem natürlich topfitten Sohn zu beschäftigen, beschlossen wir kurzerhand den ohnehin geplanten Ausflug in den Märchenwald vorzuziehen.
Aus magentechnischer Sicht war das sicherlich keine besonders schlaue Idee, denn 45 Minuten Autofahrt mit flauem Magen sind nicht das Beste, wenn man eigentlich besser im Bett liegt. Aber zumindest ist man an der frischen Luft und kann nebenbei sein Wissen über Grimm's Märchen wieder auf Vordermann bringen.
Seit gestern geht es dann wieder besser und heute war für mich auch wieder ein kleiner Lauf drin. Bis Mitte nächster Woche ist die Wettervorhersage ja auch ziemlich gut, so dass wir sicher noch ein paar schöne Tage erleben werden bevor es wieder heisst: "Montag Morgen, 5:49. Gerade noch rechtzeitig aufgewacht..."
Dienstag, 29. April 2008
Automatischer Weckdienst
Montag Morgen, 5:49. Gerade noch rechtzeitig aufgewacht, um den Wecker auszuschalten bevor er anfängt zu piepsen. Kurz die nächsten Minuten überdacht: Auftstehen, Anziehen nicht vergessen, Brötchen holen, Zeitung reinholen, Kaffeemaschine bedienen, ein klein wenig Licht ins Kinderzimmer lassen, um das Aufwecken sanft vorzubereiten, wieder ins Schlafzimmer, Zeitung lesen, Kaffee trinken, Aufstehen und auf die Arbeit vorbereiten. Und dann...
Und dann fiel endlich der Groschen. Montag war unser erster Urlaubstag. Also, Kommandos zurück, wieder umdrehen und noch ein paar Stunden weiterschlafen.
Montag Morgen, 6:59. Ein wandelnder Meter stürzt freudestrahlend ins Schlafzimmer und verwechselt mich mit einem Trampolin.
7:59, Beim Blick aus dem Fenster habe ich die Gewissheit, dass unser Urlaub begonnen hat. Jede Menge dunkle Wolken zeigen unser traditionelles Urlaubswetter an.
Das Frühstück wird verkürzt und noch vor den ersten Tropfen ist der Minirasen gemäht. Den Rest des Tages mit Einkaufen und Schwimmen gehen gefüllt und abends vollkommen müde ins Bett gefallen.
Dienstag Morgen, 7:01 Die erlaubte Schlafenszeit hat sich schon deutlich verlängert und das Wetter ist auch erheblich besser als angekündigt. Eventuell wird der Urlaub doch noch ganz gut.
Jetzt: Den Tag irgendwie gut geschafft und vorhin sogar noch eine 12km Runde gelaufen. Bin gespannt, wie es morgen weitergeht.
Hinweis für eventuell herumreisende Einbrecherbanden (die immer mal wieder in Aktenzeichen XY ungelöst auftauchen):
1.) Urlaub bedeutet nicht, dass wir nicht da sind
2.) Bei uns gibt es eh nix zu holen, ausser vielleicht unserer Kaffeemaschine, die aber auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat
Und dann fiel endlich der Groschen. Montag war unser erster Urlaubstag. Also, Kommandos zurück, wieder umdrehen und noch ein paar Stunden weiterschlafen.
Montag Morgen, 6:59. Ein wandelnder Meter stürzt freudestrahlend ins Schlafzimmer und verwechselt mich mit einem Trampolin.
7:59, Beim Blick aus dem Fenster habe ich die Gewissheit, dass unser Urlaub begonnen hat. Jede Menge dunkle Wolken zeigen unser traditionelles Urlaubswetter an.
Das Frühstück wird verkürzt und noch vor den ersten Tropfen ist der Minirasen gemäht. Den Rest des Tages mit Einkaufen und Schwimmen gehen gefüllt und abends vollkommen müde ins Bett gefallen.
Dienstag Morgen, 7:01 Die erlaubte Schlafenszeit hat sich schon deutlich verlängert und das Wetter ist auch erheblich besser als angekündigt. Eventuell wird der Urlaub doch noch ganz gut.
Jetzt: Den Tag irgendwie gut geschafft und vorhin sogar noch eine 12km Runde gelaufen. Bin gespannt, wie es morgen weitergeht.
Hinweis für eventuell herumreisende Einbrecherbanden (die immer mal wieder in Aktenzeichen XY ungelöst auftauchen):
1.) Urlaub bedeutet nicht, dass wir nicht da sind
2.) Bei uns gibt es eh nix zu holen, ausser vielleicht unserer Kaffeemaschine, die aber auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat
Sonntag, 27. April 2008
Entenhausen
Im kleinen Dörfchen Mondorf am Rhein (das bei Bonn) wird geplant, den Bereich um den Anleger der Rheinfähre neu zu gestalten. Unbestätigten Gerüchten zufolge versucht Mondorf auch den Enten das Leben angenehmer zu gestalten. Hier ein Foto der ersten Prototypen einer Entenbank, die sich derzeit in einem Feldtest befindet. Die beiden Enten schauen sich die neue Ruhegelegenheit noch skeptisch an.

Unklar ist nur, wie die Bankhöhe den wechselnden Rheinpegeln angepasst werden soll. Bei Erfolg der Aktion ist es sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis Mondorf in Entenhausen umbenannt wird.
Neues gibt es auch von meinen verzweifelten Versuchen zu berichten, das Leistungsniveau meines Gehirns auf Vordermann zu bringen. Bei Dr. Kawashimas Gehirnjogging habe ich inzwischen ein geistiges Alter von 23 Jahren erreicht. Was, ihr glaubt das nicht? Dann seht her:

Bei 20 ist übrigens der Bestwert. Sollte ich das jemals erreichen, höre ich sofort auf zu üben, nicht dass ich über das Ziel hinausschieße und wieder Biene Maja sehen will.
Ach ja, gelaufen bin ich auch. Nicht viel, aber immerhin 50km sind es dann doch geworden. Heute abend bin ich extra noch einmal nach Bonn und zurück gelaufen, um ein einigermassen gutes Gewissen zu haben. Dabei habe ich gemerkt, dass mir der Halbmarathon von letzem Sonntag immer noch in den Knochen steckt, war wohl doch zu schnell für mich.
Unklar ist nur, wie die Bankhöhe den wechselnden Rheinpegeln angepasst werden soll. Bei Erfolg der Aktion ist es sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis Mondorf in Entenhausen umbenannt wird.
Neues gibt es auch von meinen verzweifelten Versuchen zu berichten, das Leistungsniveau meines Gehirns auf Vordermann zu bringen. Bei Dr. Kawashimas Gehirnjogging habe ich inzwischen ein geistiges Alter von 23 Jahren erreicht. Was, ihr glaubt das nicht? Dann seht her:
Bei 20 ist übrigens der Bestwert. Sollte ich das jemals erreichen, höre ich sofort auf zu üben, nicht dass ich über das Ziel hinausschieße und wieder Biene Maja sehen will.
Ach ja, gelaufen bin ich auch. Nicht viel, aber immerhin 50km sind es dann doch geworden. Heute abend bin ich extra noch einmal nach Bonn und zurück gelaufen, um ein einigermassen gutes Gewissen zu haben. Dabei habe ich gemerkt, dass mir der Halbmarathon von letzem Sonntag immer noch in den Knochen steckt, war wohl doch zu schnell für mich.
Sonntag, 20. April 2008
Sonnenschein am Rhein
Gutes Wetter muss entsprechend gewürdigt werden. Seit Oktober kann ich mich nur an wenige wettermäßig zufriedenstellende Tage erinnern. Heute war einer davon. Auch wenn es zunächst gar nicht danach aussah. Aber spätestens ab Mittag war auch ich davon überzeugt, dass derzeit Frühling ist:

Zumindest in Bonn ist Frühling oder vielleicht muss es auch schon wieder heissen, war Frühling.
Und ich war dabei. Und zehntausende andere auch. Denn heute fand mal wieder der Bonn-Marathon statt. Bei diesem Heimspiel ist man natürlich auch jedes Jahr in irgendeiner Form am Start.
In diesem Jahr ging der Marathon erstmals über zwei Runden, was sicher organisatorische Vorteile hat, den Lauf aber meines Erachtens deutlich unattraktiver macht. Einige schöne Streckenabschnitte wurden gestrichen und eine fürchterliche Wendestrecke musste dafür zweimal gelaufen werden.
Im Familienrat wurde daher schon frühzeitig beschlossen, diesmal nur den Halbmarathon zu laufen und auf Besserungen im nächsten Jahr zu hoffen.
Der Halbmarathon startete um 8:30 und war somit bereits vor dem Start des Marathons beendet, wodurch man das dann vorherrschende schöne Wetter prima zum Zugucken und Anfeuern beim Marathon nutzen konnte.

Aber vor dem Vergnügen kommt ja meist noch der anstrengende Teil, in diesem Fall der Halbmarathon. Angesichts der guten Wettervorhersage entschieden wir uns am frühen Morgen für die kurze Laufbekleidung und hatten natürlich auch nichts Langes mit eingepackt. In der Zeit vor dem Start haben wir dies dann allerdings schwer bereut, dann mit Wind und ohne Sonne war es bitter, bitter kalt, mir zumindest.
Mit dem Startschuss bekommt man glücklicherweise ein weiteres Mittel gegen die Kälte zur Verfügung gestellt, nämlich den schnellen Lauf. Da wir keine Alternativen hatten, rannten wir also zügig los und nach ein paar Kilometern war uns gar nicht mehr kalt. Im Nachhinein könnte man sogar sagen, wir haben genau die richtige Kleidung gewählt.
Die eine Runde verlief wie im Flug und am Ende standen sowohl für Gaby als auch für mich neue persönliche Bestzeiten auf der Urkunde. 1:31:25 habe ich für die 21.1km gebraucht und bin damit hochzufrieden.

Nach dem guten Lauf konnte man sich noch etwas stärken und dann zum gemütlichen Teil übergehen. Und hier kam dann der positive Aspekt der neuen Streckenführung zum Tragen. Ohne sich sehr weit bewegen zu müssen, konnte man die Marathonläufer etliche Male sehen, zum Anfeuern ist die Strecke also wirklich gut geeignet.
Da die M.U.T.ler dieses Mal etwa 20 Personen auf den Marathon vorbereitet und sie dabei begleitet oder (wie wir) angefeuert hatten, gab es natürlich keine Langeweile. Alle paar Minuten kamen bekannte Gesichter an uns vorbei und wurden dabei gleich digitalisiert.
Das für die Zuschauer perfekte Wetter machte den Marathonis dann sicherlich zu schaffen, doch am Ende erblickte man meist glückliche Gesichter. Trotzdem war ich froh dieses Mal nur auf der Sprintstrecke gewesen zu sein, und das nicht nur wegen der Endzeit.
Ich persönlich sehe mir nämlich auch gerne mal einen Marathon an und zwar möglichst vom Anfang bis zum Ende. Die Läufer freuts und man selber lernt auch noch viel über Laufstile und Erschöpfungsgrade. Ach ja, und vermutlich sogar über Selbsttranszendenz ;-)
Zumindest in Bonn ist Frühling oder vielleicht muss es auch schon wieder heissen, war Frühling.
Und ich war dabei. Und zehntausende andere auch. Denn heute fand mal wieder der Bonn-Marathon statt. Bei diesem Heimspiel ist man natürlich auch jedes Jahr in irgendeiner Form am Start.
In diesem Jahr ging der Marathon erstmals über zwei Runden, was sicher organisatorische Vorteile hat, den Lauf aber meines Erachtens deutlich unattraktiver macht. Einige schöne Streckenabschnitte wurden gestrichen und eine fürchterliche Wendestrecke musste dafür zweimal gelaufen werden.
Im Familienrat wurde daher schon frühzeitig beschlossen, diesmal nur den Halbmarathon zu laufen und auf Besserungen im nächsten Jahr zu hoffen.
Der Halbmarathon startete um 8:30 und war somit bereits vor dem Start des Marathons beendet, wodurch man das dann vorherrschende schöne Wetter prima zum Zugucken und Anfeuern beim Marathon nutzen konnte.
Aber vor dem Vergnügen kommt ja meist noch der anstrengende Teil, in diesem Fall der Halbmarathon. Angesichts der guten Wettervorhersage entschieden wir uns am frühen Morgen für die kurze Laufbekleidung und hatten natürlich auch nichts Langes mit eingepackt. In der Zeit vor dem Start haben wir dies dann allerdings schwer bereut, dann mit Wind und ohne Sonne war es bitter, bitter kalt, mir zumindest.
Mit dem Startschuss bekommt man glücklicherweise ein weiteres Mittel gegen die Kälte zur Verfügung gestellt, nämlich den schnellen Lauf. Da wir keine Alternativen hatten, rannten wir also zügig los und nach ein paar Kilometern war uns gar nicht mehr kalt. Im Nachhinein könnte man sogar sagen, wir haben genau die richtige Kleidung gewählt.
Die eine Runde verlief wie im Flug und am Ende standen sowohl für Gaby als auch für mich neue persönliche Bestzeiten auf der Urkunde. 1:31:25 habe ich für die 21.1km gebraucht und bin damit hochzufrieden.
Nach dem guten Lauf konnte man sich noch etwas stärken und dann zum gemütlichen Teil übergehen. Und hier kam dann der positive Aspekt der neuen Streckenführung zum Tragen. Ohne sich sehr weit bewegen zu müssen, konnte man die Marathonläufer etliche Male sehen, zum Anfeuern ist die Strecke also wirklich gut geeignet.
Da die M.U.T.ler dieses Mal etwa 20 Personen auf den Marathon vorbereitet und sie dabei begleitet oder (wie wir) angefeuert hatten, gab es natürlich keine Langeweile. Alle paar Minuten kamen bekannte Gesichter an uns vorbei und wurden dabei gleich digitalisiert.
Das für die Zuschauer perfekte Wetter machte den Marathonis dann sicherlich zu schaffen, doch am Ende erblickte man meist glückliche Gesichter. Trotzdem war ich froh dieses Mal nur auf der Sprintstrecke gewesen zu sein, und das nicht nur wegen der Endzeit.
Ich persönlich sehe mir nämlich auch gerne mal einen Marathon an und zwar möglichst vom Anfang bis zum Ende. Die Läufer freuts und man selber lernt auch noch viel über Laufstile und Erschöpfungsgrade. Ach ja, und vermutlich sogar über Selbsttranszendenz ;-)
Montag, 14. April 2008
Die Welle. Und zwar die Rote
So langsam macht es keinen Spass mehr sich über das Wetter zu wundern oder gar aufzuregen. Seit Oktober letzten Jahres unterscheiden sich die Wettervorhersagen nur noch in Kleinigkeiten. Mal mehr, mal weniger Regen, mal ist die Schneefallgrenze über und mal unter 500m.
Trotzdem muss ich noch mal kurz meinen Unmut über das heutige Wetter loslassen. Das war ja wohl absolut unterirdisch. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es zwischendurch mal aufgehört hätte zu regnen.
Der einzig positive Aspekt ist, dass der Mai entsprechend schön werden dürfte. Der Regen sollte ja schliesslich schon größtenteils auf der Erde angekommen sein.
Eigentlich wollte ich mich ja heute über rote Wellen auslassen, aber ich denke es ist genug Negatives gesagt für heute. Dem Troisdorfer Strassenverkehr gebührt ein eigener Beitrag, der demnächst sicher folgen wird.
Gelaufen bin ich heute nicht, das wiederum lag diesmal weniger am Wetter als an der Arbeit. Dafür habe ich am Wochenende eine lange Runde teilweise mit einem wirklich guten Läufer drehen dürfen. D.h. er gemütlich langsam und ich fast im Marathontempo.
So komme ich für letzte Woche auf etwa 70km und bin damit ganz zufrieden.
Trotzdem muss ich noch mal kurz meinen Unmut über das heutige Wetter loslassen. Das war ja wohl absolut unterirdisch. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es zwischendurch mal aufgehört hätte zu regnen.
Der einzig positive Aspekt ist, dass der Mai entsprechend schön werden dürfte. Der Regen sollte ja schliesslich schon größtenteils auf der Erde angekommen sein.
Eigentlich wollte ich mich ja heute über rote Wellen auslassen, aber ich denke es ist genug Negatives gesagt für heute. Dem Troisdorfer Strassenverkehr gebührt ein eigener Beitrag, der demnächst sicher folgen wird.
Gelaufen bin ich heute nicht, das wiederum lag diesmal weniger am Wetter als an der Arbeit. Dafür habe ich am Wochenende eine lange Runde teilweise mit einem wirklich guten Läufer drehen dürfen. D.h. er gemütlich langsam und ich fast im Marathontempo.
So komme ich für letzte Woche auf etwa 70km und bin damit ganz zufrieden.
Montag, 7. April 2008
Modischer Kurzhaarschnitt
Nachdem ich bereits am Samstag meine Haarpracht dem bevorstehenden Frühling mit schönstem Sonnenschein geopfert habe, war heute unser Pampasgras im Garten an der Reihe und bekam einen modischen Kurzhaarschnitt verpasst.
Gut, es ist nicht wirklich gerade geworden, aber ich hatte ja auch keinen elektrischen Langgrasschneider mit Abstandhalter, sondern musste mit einer altmodischen Gartenschere arbeiten. Auf jeden Fall ist es jetzt kurz genug und kann wieder frisch nachwachsen.
Meine Arme und mein Gesicht sehen dafür jedoch so aus, als hätte ich mit allen Halmen Blutsbrüderschaft gefeiert und das trotz Handschuhen und Arbeitsanzugs.
Morgen kann ich mir dann Gedanken machen, wie ich das Zeugs in eine Biomülltransportfähige Form bekomme. Nur dann wird es am Mittwoch auch tatsächlich mitgenommen.
Ach ja, und noch etwas Wichtiges ist mir heute in der S-Bahn aufgefallen: Wenn man nicht wirklich schnell auf dem Handy ist, sollte man den Tastenton ausschalten. Wenn beim SMS-Schreiben nur alle 5 Sekunden ein Ton kommt, klingt es sehr unprofessionell. Auf jeden Fall waren meinem Gegenüber die mitleidenden Blicke aller Mitreisenden sicher.
Und gelaufen bin ich übrigens auch noch. Eine für mich sehr schnelle 11km Runde im 4:30er Schnitt zeigt mir, dass ich von einer 40Minuten Zeit auf 10km noch kilometerweit entfernt bin. Aber das Jahr hat zum Glück noch ein paar Monate.
Gut, es ist nicht wirklich gerade geworden, aber ich hatte ja auch keinen elektrischen Langgrasschneider mit Abstandhalter, sondern musste mit einer altmodischen Gartenschere arbeiten. Auf jeden Fall ist es jetzt kurz genug und kann wieder frisch nachwachsen.
Meine Arme und mein Gesicht sehen dafür jedoch so aus, als hätte ich mit allen Halmen Blutsbrüderschaft gefeiert und das trotz Handschuhen und Arbeitsanzugs.
Morgen kann ich mir dann Gedanken machen, wie ich das Zeugs in eine Biomülltransportfähige Form bekomme. Nur dann wird es am Mittwoch auch tatsächlich mitgenommen.
Ach ja, und noch etwas Wichtiges ist mir heute in der S-Bahn aufgefallen: Wenn man nicht wirklich schnell auf dem Handy ist, sollte man den Tastenton ausschalten. Wenn beim SMS-Schreiben nur alle 5 Sekunden ein Ton kommt, klingt es sehr unprofessionell. Auf jeden Fall waren meinem Gegenüber die mitleidenden Blicke aller Mitreisenden sicher.
Und gelaufen bin ich übrigens auch noch. Eine für mich sehr schnelle 11km Runde im 4:30er Schnitt zeigt mir, dass ich von einer 40Minuten Zeit auf 10km noch kilometerweit entfernt bin. Aber das Jahr hat zum Glück noch ein paar Monate.
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