Der Mittelrheinmarathon und ich, das werden wohl keine echten Freunde mehr...
Um 4:00 Uhr klingelte heute der Wecker und riss uns aus den schönen Träumen. Nach dem obligatorischen Kaffee und etwas leichtem Frühstück ging es viertel vor fünf auf die Reise nach Koblenz.
Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir diesmal am Koblenzer Hauptbahnhof geparkt und sind mit dem Sonderzug um 6:21 zum Start nach Oberwesel gefahren. Das spart am Nachmittag gut eineinhalb Stunden und hat ziemlich gut geklappt. Nicht zuletzt weil wir einen kostenlosen Parkplatz ganz in der Nähe gefunden haben.
Da sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zur Premiere vor 4 Jahren drastisch reduziert hat, lief am Bahnhof alles sehr entspannt ab und man konnte einen Großteil der Strecke schon mal von einem Sitzplatz aus besichtigen.
Im Startbereich gab es ebenfall kein Gedränge und brauchte sich keine Sorgen zu machen, nicht weit genug nach vorne zu kommen, falls man das wollte. Insgesamt gingen knapp 600 Einzelläufer/innen auf die Marathonstrecke sowie jede Menge Staffeln.
Zumindest auf der ersten Hälfte war das Wetter sehr gut, der bewölkte Himmel bescherte den Läufern angenehme Temperaturen. Später kam dann die Sonne zum Vorschein und die Bedingungen ähnelten wieder den Vorjahren. So heiß wie beim ersten Mal war es natürlich mit Abstand nicht.
Die Strecke ist auf der ersten Hälfte extrem flach und geht immer am Rhein entlang, auf der zweiten Hälfte kommen einige Hubbel dazu, die einem schnell ein paar Körner zuviel rauben können. Wer sich dafür interessiert, kann speziell am Anfang eine ganze Reihe schöner Burgen und Schlösser bestaunen, dazu geht es auch noch an der Loreley vorbei.
Auf der zweiten Häfte kamen in diesem Jahr auch die Halbmarathonis dazu, die eine wesentlich größere Läufergruppe darstellten. Ich erreichte das Ende der Halbmarathonläufer etwa bei km 25 und hatte fortan wieder viele Läufer um mich herum. Für die Läufer, die gerade zum Start des Halbmarathons in Boppard waren, gab es sicherlich Probleme, sich da durchzuwühlen.
Für mich lief es über weite Strecken ganz gut, im Schnitt lief ich etwa 4:55min/km, was eigentlich reichen sollte, um unter 3:30 zu bleiben. Leider blieb es bei dem eigentlich, denn so ein Marathon ist halt nicht nur 37km lang. Genau bei dieser Distanz hat es mich dann zerlegt und auf den restlichen 5km habe ich dann ebensoviele Minuten verloren. Am Ende habe ich mich dann bei 3:33:15 über die Ziellinie geschleppt und bin irgendwie ein bischen enttäuscht. Die 3:30 h waren greifbar nahe, aber es hat halt nicht gereicht.
Der Positive Aspekt ist, dass ich zumindest meine Mittelrhein-Marathon-Bestzeit verbessern konnte und sich der Mann mit dem Hammer wieder weiter zur Zielliene bewegt hat. In den Vergangenen Jahren hat es mich jeweils etwas früher erwischt. Sollte es den Marathon also noch ein paar Jahre geben, so bin ich optimistisch, irgendwann mein Tempo durchzuhalten. Vielleicht sollte ich hier und da auch noch mein Training optimieren....
Jetzt werde ich es ein paar Tage etwas langsamer angehen lassen und dann kommen die Berge auf den Trainigsplan. Schliesslich sind es nur noch drei Monate bis zum Jungfrau-Marathon...
3 Kommentare:
Nützt jetzt auch nichts, wenn ich sage, dass ich 3:33 verdammt schnell finde, nicht wahr? Schöner wäre es nur gewesen, wenn Du noch ein paar Sekunden langsamer gewesen wärest.;-)
Aber ich kann schon verstehen, dass es ärgert, wenn das Ziel so kurz vor knapp verfehlt wird.
Trotzdem solltest Du dem Mittelrhein nicht allzu lange böse sein.
ach ja, ich habe es glaube ich schon wieder überwunden.
Nach dem Marathon ist bekanntlich vor dem Marathon...
Die 3:33:33 wären allerdings ein wirklich schönes Resultat geworden
Auch wenn ich die Zeit natürlich super finde, kann ich trotzdem verstehen, dass Du enttäuscht bist. Oder jetzt vielleicht "warst", sind ja schon ein paar Tage des Drüberschlafens vorbei.
Lag bestimmt auch mit an den Temperaturen und nicht nur an einer möglichen Trainingsoptimierung.
Als nächstes Jungfrau-Marathon? ... puh
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