Sonntag, 23. November 2008

Wintersportmetropole Troisdorf

Ja, es ist wahr. Auch in Troisdorf kann es schneien.

In meinen viereinhalb Jahren in Troisdorf habe ich heute abend zum zweiten Mal nennenswerte Schneemengen gesehen. Gut, in meinem letzten Wohnort, Nürnberg, würde man darüber lachen, doch hier definiere ich nennenswert wie folgt:
* Schneehöhe > 2cm
* Liegedauer > 30 Minuten

Beides wurde heute abend erreicht:


Ich wage sogar die kühne Prognose, dass auch morgen früh noch Restmengen zu sehen sein werden. Den Klimawandel werde ich dennoch nicht wieder infrage stellen.
Spätestens Mittwoch erwarte ich wieder das übliche Schmuddelwetter.

Soviel zum Thema Winter. Jetzt zum Sport. Die Vorbereitung auf den Marathon in Herten-Bertlich nähern sich dem Ende. Der lange Lauf am Samstag war richtig angenehm, da langsamer als die letzten beiden und ohne Endbeschleunigung. Diese Woche kommen nur noch ein paar ganz kurze Läufe und schon sind die acht Wochen vorbei. Ich fühle mich ganz gut vorbereitet und freue mich schon auf den Lauf.

Mittwoch, 19. November 2008

Kein Wetter für Brillen

Gestern war in der Tat kein (Lauf-)Wetter für Brillenträger. Nieselregen, Kälte, Dunkelheit, genau das, was man vom November erwarten kann. Im Prinzip ja nichts Schlimmes, manchmal mag ich das Wetter sogar, aber das Loslaufen fällt doch immer wieder schwer.

15 schnelle Kilometer standen auf dem großen Zettel am Kühlschrank und Kneifen gilt nicht. So habe ich mich dann, nicht ohne nach Mitleid zu haschen, tatsächlich auf den Weg gemacht zur kleinen Siegrunde. Sieg übrigens nicht von Gewinnen sondern vom Fluss, an dem ich so meine Runden drehe.

Der Regen hatte eine für mich wirklich unangenehme Konsistenz, es war mehr feuchte Luft denn richtige zum Boden fallende Tropfen. So konnte dann auch der Schirm meiner Mütze nicht viel ausrichten und meine Brille war entweder voll mit Minitropfen oder aber Beschlagen von meinem Atem. Die Sicht war minimal und der Lauf machte entsprechend auch nur minimalen Spass.

Irgendwann so um die Hälfte der Strecke kam mir dann endlich der zündende Gedanke: Nimm doch einfach die Brille ab!
Schlagartig wurde mir klar, dass es weder neblig war noch stockfinster und der Rest der Strecke war dann wieder ein angenehmer Lauf.
Nach den sechs harten Trainingswochen kann ich ein Tempo unter 5:00 Min/km gut gehen und bin gespannt, ob das auch in Herten-Bertlich klappt.

Das Trainingspensum und das Tempo werden übrigens schon wieder langsam reduziert, die Zeichen stehen auf Erholung...

Mittwoch, 12. November 2008

Anfang November

Die erste Novemberhälfte war ziemlich ereignisreich.
Die schlechte Nachricht zuerst: Michael Crichton, einer meiner Lieblingsautoren, ist am 4.11. gestorben. Jurassic Park (das Buch und nicht der Film) und Prey zählen schon lange zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe mich immer auf das nächste Werk gefreut.

Danach kommen dann die guten Meldungen:
* Barack Obama ist zum Präsidenten der USA gewählt worden und hat angesichts der Finanzkrise sowie der vielen Kriege gute Chancen es besser zu machen als sein Vorgänger. Hoffentlich kann er die allgemein großen Erwartungen auch erfüllen.
* Andrea Ypsilanti ist in letzter Minute gestoppt worden. Die Gier nach Macht rechtfertigt nicht alle Mittel. Bin gespannt wie die Wahl ausgeht, wenn die Linksoption vorher bekannt ist.

Mein alljährlich wiederkehrender Geburtstag war dagegen natürlich ein kaum nennenswertes Ereignis. Mit einer Ausnahme: Meiner Frau habe ich zu verdanken, dass ich schlagartig 20 bis 25 Jahre jünger geworden bin.
Als Geschenk hatte sie nämlich etwas besorgt, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte:
Eine Eintrittskarte für das METALLICA Konzert im Mai nächsten Jahres in der Köln-Arena, äh Lanxess-Arena auf neudeutsch.
Dazu muss ich sagen, dass ich Metallica bereits gehört habe, als wir noch mit schlecht kopierten Demo-Kassetten unsere Eltern nervten. Es war wohl die erste härtere Musik, die ich gehört habe und ich mag insbesondere die alten Sachen immer noch sehr gerne.

Am Wochenende standen dann gleich zwei Veranstaltungen auf dem Plan. Zuerst der Besuch meines Schwagers inklusive Teilnahme am Zeiler Waldmarathon (allerdings nur der Halbmarathon). Ein wirklich toller Lauf durch den Zeiler Wald, wie der Name schon vermuten liess. Ich hatte den Eindruck, es ging mehr bergab als bergauf, obwohl dies bei einem Rundkurs nur schwer möglich ist. Es ging also kurz und steil bergauf und dafür lang und weniger steil bergab. Irgendwann werden wir bestimmt noch mal den ganzen Marathon laufen.

Am Sonntag dann der Troisdorfer 6-Stunden-Lauf, von dem wir aufgrund der langen Rückreise vom Main leider den größten Teil verpasst haben. Dafür behalten wir ihn mit besten Wetterbedingungen in Erinnerung und konnten wenigstens noch beim Abbau helfen.

Sonntag, 2. November 2008

Halbzeit

Da ist doch tatsächlich schon die Hälfte der Vorbereitungszeit für Herten-Bertlich vorüber. Nachdem mich letzte Woche die Erkältung niedergestreckt hatte und ich nur jämmerliche 50km geschafft habe, ging es in dieser Woche wieder erheblich besser.
Am Montag habe ich eine langsame Einheit vorgezogen, da ich nicht zu schnell wieder einsteigen wollte, aber Mittwoch ging es dann wieder mit sechs mal 1000 ans Eingemachte.
Der Feiertag gestern kam mir lauftechnisch sehr entgegen, denn so konnte ich ohne schlechtes Gewissen meinen langen Lauf bei Tageslicht beginnen. Die sonst fälligen Wochenendeinkäufe habe ich auf Freitag und Montag verteilt. Bei knapp unter 10°C herrschten gute Bedingungen und die große Bonnrunde verging wie im Flug.
Heute standen noch einmal zwanzig gemütliche Kilometer auf dem Plan und so habe ich diese Woche alle geforderten Einheiten geschafft. Herten kann kommen!