Samstag, 25. Dezember 2010

Weiße Weihnacht

Allen, die sich auf diese Seite verirrt haben, wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest. Und allen anderen netten Leuten, die dies nicht lesen, wünsche ich das natürlich auch.

Ich bin nicht ganz sicher, aber vermutlich handelt es sich um das erste weiße Weihnachtsfest, das ich in über 40 Jahren erleben durfte.
Und wie sich das gehört, schneit es nicht einfach nur ein wenig, nein, in Deutschland bricht gleich das gesamte Verkehrssystem zusammen.
Unseren ursprünglichen Plan, den Heiligen Abend in Xanten zu verbringen, konnten wir damit vergessen. Stattdessen durfte man alle zwei Stunden vor die Tür rennen und den Schnee zur Seite schieben.
Heute haben wir dafür herrliches Winterwetter und können den Feiertag geniessen.

Genaugenommen gehört das Schneeräumen in diesem Jahr ja zu den regelmäßigen Tätigkeiten, die den Tag so schön füllen können. Morgens vor der Arbeit, Nachmittags und dann noch mal vorm Schlafengehen. Meist nicht viel, aber genug um beseitigt werden zu müssen. Kein Wunder, dass mir die Worte zum Bloggen fehlen.

Zum Schnee kommen dann noch meine traditionell auf den letzten Drücker gekauften Weihnachtsgeschenke, viel Arbeit in der Firma und noch ein paar andere Dinge. Und so fehlen neben den Worten auch immer noch die Trainingskilometer. Den Kevelaer-Marathon habe ich folglich schon aus meinen Planungen gestrichen, einzig fester Termin ist für mich noch "De Zestig van Texel" am Ostermontag.
Aber auch dafür sollte das Training mal wieder aus den einstelligen Kilometerbereichen herauskommen, bevor es zu spät ist. Ansonsten kann ich die Seite bald umbenennen in "Volki rennt nicht".

Aprospos zu spät. Wieder einmal bin ich in diesem Jahr zu spät gekommen, um einen Schlitten kaufen zu können. Vom Tag des ersten Schneefalls an sind im Rheinland bis jetzt sämtliche echten Schlitten ausverkauft. Gelegentlich berichten Verkäufer von Schlitten, die am Morgen noch dagewesen wären, gesehen habe ich davon noch keinen. Die Schlittenbauindustrie verschenkt hier jede Menge Umsatzpotential. Ich hätte (fast) jeden Preis bezahlt. Jetzt sehe unseren Sohn schon im Wok die Hügel runtersausen. Irgendwie kommt mir das vor, als gäbe es im Sommer kein Eis.

So, und jetzt muss ich wieder an die Arbeit. Jonas und der Lego-Raupenbagger warten....

Montag, 13. Dezember 2010

Ein schleppender Anfang

Tja, der Wiederstart ins regelmäßige Training ist doch schneller verkündet, als tatsächlich vollzogen.
Kaum waren die guten Vorsätze gemacht und schon saß ich wieder im Flieger, diesmal auf dem Weg nach Schweden. Nicht, dass ich zuhause in dieser Woche mehr gelaufen wäre, bei dem Schneechaos hätte ich den Anfang wohl auch nicht geschafft.
Aber auf den Dienstreisen ist es zur Zeit wirklich nicht einfach, nebenbei noch zu trainieren.
An den Wochenenden gilt es dann das aufzuholen, was in der Woche liegengeblieben ist. Und da wir zur Zeit unsere erste Etage renovieren, gibt es da immer einiges zu tun.
Am Sonntag war es dann aber doch soweit. Eine erste kleine Runde an der Sieg, zusammen mit Gaby. Keine 10 Kilometer und sehr langsam, aber nach der Pause kam es mir vor wie 20km in Höchstgeschwindigkeit.
Kaum zu glauben, wie man ohne Training abbaut. Nur gut zu wissen, dass es dann aber auch schnell wieder aufwärts geht. Schließlich vergisst der Körper zum Glück doch nicht ganz so schnell. Für Kevelaer sehe ich aber trotzdem ziemlich schwarz.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Der Lego Raupenbagger

Ein lauf-, gewichts- und schreibtechnisch katastrophales Jahr nähert sich dem Ende. Meine durchschnittlichen Wochenkilometer sind nahe Null, meine Kilos ca. sieben über Wohlfühlgewicht und mein Blog ziemlich leer.
Höchste Zeit, daran etwas zu ändern, denn so werde ich die bereits für 2011 geplanten Läufe nicht schaffen.
Also, ab der kommenden Woche wird wieder trainiert und etwas gesünder ernährt. Naja, letzteres sehe ich angesichts der Weichnachtsleckereien noch nicht so ganz.

Aber jetzt aber zu den positiven Dingen.
Wir haben ihn noch bekommen! Ihn, den Lego Raupenbagger! DAS Weihnachtsgeschenk für Jungs zwischen 7 und 45 Jahren. 1123 Teile, vier Motoren und zwei Fernbedienungen.

Dank der umfassenden Produktinformationen im Kinderfernsehen war unser Sohn bestens informiert und wünscht sich nichts sehnlicher als den Lego-Raupenbagger.
Erstmals hat er wirklich einen konkreten Wunsch über Wochen geäußert und nach langen Diskussionen (zu teuer, für ältere Kinder, usw.) haben wir uns entschieden, den Bagger zu kaufen.
Also haben wir uns Freitag auf den Weg gemacht, das Ding zu besorgen. Und, was passiert?
Vergriffen, Ausverkauft! Überall! Wo vor einer Woche noch drei Exemplare warteten, gähnende Leere. Keine Hoffnung auf Nachlieferung. Zumindest nicht vor Weihnachten.
Selbst die Onlineshops im Internet machten wenig Hoffnung.

Als letzten Versuch habe ich mich dann Samstag morgen ins Kölner Weihnachtsgetümmel gestürzt. Auf der Hohe Strasse durch die Massen gemogelt, um kurz nach halb elf in den offiziellen Legostore zu stürmen.
Und da stand er noch! Der drittletzte. Und ich habe ihn bekommen.
Das Weihnachtsfest ist fast in trockenen Tüchern.

Montag, 15. März 2010

Schneller Vorlauf

Hallo... äh, wie war doch gleich der Name?...
So begrüßt mich unsere Wii-Spielekonsole immer, wenn ich länger nicht gespielt habe. Meinem Blogeditor hingegen ist das ziemlich egal. Auch nach vier Wochen Abstinenz zeigt er mir das gleiche leere Blatt wie immer.

In diesen vier Wochen war ich nur wenig am Rechner und hatte weder Lust zu lesen, noch zu schreiben. Und das nicht, weil nichts zu schreiben gewesen wäre. Irgendwie war ich abends einfach zu platt, um mich vom Sessel oder Bett wegzubewegen. Aber jetzt kommt der Frühling und mit ihm die Worte.

Um niemanden mit alten Kamellen zu langweilen, gehe ich zum Anfang der Lücke, drücke auf den schnellen Vorlauf und zeige nur ein paar Kleinigkeiten.
Bis Karneval war alles ok. Am Samstag erwischte mich dann ein übler Magen-Darm-Infekt, der mir fast eine Woche mehr oder weniger starken Durchfall bescherte.
Dabei habe ich mich so gefühlt, wie einige der Gestalten auf den Fotos aussahen.

Danach wurde es wieder besser und die Laufeinheiten gingen wieder lockerer.
Bis dann das Sturmwochenende kam.
Da wollte ich eigentlich zwei längere Einheiten kombinieren. Erst im Siebengebirge und dann später noch einmal an der Sieg.

Teil eins ging noch ganz gut, es war windig, aber man konnte noch einigermassen Laufen und musste sich noch nicht vor umstürzenden Bäumen fürchten.

Am Nachmittag jedoch ging es richtig los. Hätte ich gebloggt, so wäre der Titel gewesen, "Laufen wie Margitta (ultraistgut)", denn es fegten Orkanböen wie an der Ostsee entlang des Siegdeichs. An Laufen war für mich Binnengemüse nicht zu denken. Aus 25 geplanten Kilometern wurden schließlich nur zwölf.
Dem Baum schräg gegenüber unseres Hauses ging es noch schlechter. Angesichts der Winde wurde er kurzerhand von der Feuerwehr abgesägt.

Ende des schnellen Vorlaufs.

6-Stunden-Lauf Nürnberg
Damit wären wir dann auch schon beim vergangenen Wochenende angelangt und das kann ich nicht so einfach unter den Tisch fallen lassen. Schließlich zeigte der Countdown am Rande des Blogs lange genug an, dass letzten Samstag der Nürnberger Sechs-Stunden-Lauf stattfand.
An diesem wollten Gaby und ich unbedingt teilnehmen, da wir von 2008 noch sehr gute Erinnerungen an Nürnberg hatten.

Leider kam es anders und Gaby zog sich in der Woche davor eine richtig heftige Erkältung zu, mit der an Laufen nicht zu denken war.
So ging ich dann alleine an den Start und konnte dafür Gaby's Unterstützung vom Rande der Strecke geniessen, die zudem noch ein paar Fotos schießen konnte.
Allerdings nur aus der Anfangsphase, danach gab der Akku des Fotoapparates auf. Vielleicht hätte ich ihn doch besser vorher noch einmal aufgeladen.

Für das Wochenende war ganz übles Wetter angesagt, mit Schnee und Regen bei unangenehmen Temperaturen.
Zum Glück wurde es jedoch erheblich besser als befürchtet, es war praktisch trocken, kaum Wind und die Temperaturen waren zumindest für die Läufer gut zu ertragen.
Die Strecke geht auf 1,522km einmal um die Wöhrder Wiese, man hat stets einen guten Blick auf die andere Seite mit dem jeweiligen Rückweg.

Neben der Verpflegung befindet sich die Zählstation, in der jeder Läufer einen persönlichen Zähler hat, der neben dem Aufschreiben der Runden auch immer mal wieder aufmunternde Worte parat hat.
Meine Zählerin war übrigens die (halbverdeckte) Frau in der dunkelblauen Jacke, die ihre Sache übrigens sehr gut gemacht hat.

Für das Rennen hatte ich mir vorgenommen, nicht schneller als 5:45 min/km zu laufen und so mit Verpflegungspausen auf über 60km zu kommen. Klar, dass es auch nicht wesentlich langsamer als 6:00min/km werden sollten.
An diese Vorgaben konnte ich mich die ganze Zeit gut halten und lief ziemlich konstante Rundenzeiten.
Schwierig wurde es erst ab km 50, wenn die Kräfte langsam nachlassen. In dieser letzten Stunde liegt der echte Unterschied zum Marathon, hier muss man sich schon ordentlich anstrengen, um nicht nachzulassen.

Ich habe es mir allerdings selbst schwer gemacht. Bei km 50 läuft man an den Zählern vorbei und dann habe ich schnell ausgerechnet, wieviele Runden ich noch für 60km brauchen würde. Ich lag gut in der Zeit und hatte etwa 5 Minuten Polster, sogar ein Kilometerschnitt oberhalb von 6:00 würde locker reichen.
Doch Runde für Runde schmolz das Polster und ich wurde langsam nervös. Eine kurze Frage beim Organisator Klaus Schulz löste das Rätsel damm schnell auf. Ich hatte als Rundenlänge 1,4km statt 1,52 verwendet und war plötzlich wieder im grünen Bereich.

Am Ende wurde für mich eine Distanz von 60,92km gemessen, für mich eine super Ergebnis mit dem ich richtig zufrieden bin.
Und beim nächsten mal knacke ich die 61km.

Sonntag, 7. Februar 2010

Es ist der Rhein und nicht die Themse

Auch wenn es auf den Bildern so aussieht, wir haben unseren Wochenendlauf nicht in London gemacht. Wobei ich den Londoner Nebel eigentlich auch nur aus dem Fernsehen kenne. Und wer weiß schon, ob die tollen Edgar Wallace Filme, die mit Klaus Kinski und Joachim Fuchsberger, nicht sogar auch am Rhein entstanden sind.

Nein, heute war mal wieder die altbekannte Bonnrunde auf dem Plan, 33km flach und endlich mal nicht auf Eis und Schnee. Nach dem Wetterumschwung der vergangenen Woche haben wir wieder das original Troisdorfer Winterwetter. Ca. 4°C, diesig und Nieselregen. Nicht wirklich attraktiv, aber wenigstens gut zu laufen.

Für mich war es der erste Lauf nach Rodgau und mit sechs Tagen Laufpause ging es wirklich gut. So konnte ich mir heute Mittag noch 33km aufschreiben und mir schon mal überlegen, was ich in der nächsten Woche laufen will.
Denn jetzt müssen die Umfänge angehoben werden, schließlich sind es nur noch 5 Wochen bis zum 6-Stunden-Lauf von Nürnberg.

Den Rest der Woche habe ich nicht viel trainiert, sondern habe in Hameln nach dem Rattenfänger gesucht. Leider habe ich ihn nicht gefunden, aber bei dem miesen Wetter dort wäre ich auch nicht mit einer Flöte durch die Gegend gelaufen.

Sonntag, 31. Januar 2010

Schnee und Eis in Rodgau

Die Wettervorhersage verhieß für das Projekt 50km von Rodgau nichts Gutes. Schon die Anreise würde beschwerlich werden und auch für das Rennen selbst war zumindest mal eine schlechte Wegstrecke zu erwarten.
Also wurde der Wecker noch ein wenig früher gestellt und als ich dann um zwanzig nach fünf aus dem Fenster linste, wurde ich auch nicht enttäuscht. Gute zehn Zentimeter Neuschnee und weitere Schneeflocken bescherten uns ein fröhliches Hallo-Wach-Programm mit dem Schneeschieber. Welcher Idiot ist damals eigentlich auf die Idee gekommen, eine Garage ins Kellergeschoß zu bauen?
Aber egal, wir waren ja vorbereitet und konnten so trotzdem pünktlich um halb sieben Sabine und Michael einladen und die Fahrt nach Rodgau beginnen.

Auf der Autobahn ging es um diese Zeit noch gesittet zu, mit angepasster Geschwindigkeit kamen alle gut voran. Nur ein Auto haben wir gesehen, dessen Fahrt im Graben geendet war, aber anscheinend wohl ohne schlimmere Folgen.
Zur unserer großen Überraschung wurden die Straßenverhältnisse in der Nähe von Frankfurt immer besser und so erreichten wir Rodgau-Dudenhofen noch deutlich vor neun Uhr.

Vor der Startnummernausgabe traf ich dann den Pfläzerwaldläufer endlich mal persönlich. Martin wollte in Rodgau seinen ersten Ultra laufen und hat dies mit Bravour geschafft.
Anschließend hatten wir sogar noch genügend Zeit uns in der Halle ein wenig aufzuwärmen, bevor wir uns lauffertig anzogen und auf den guten Kilometer Weg zum Start machten.
In der Halle haben wir noch einige Bekannte getroffen, unter anderem Conny und Sigi Bullig, von denen ich auch die Fotos bekommen habe. Mehr Fotos vom Lauf hat Sigi hier abgelegt.

Um 10:00 Uhr stürzten sich dann mit dem Startschuß einige hundert Läufer auf die zehn Runden zu je 5 Kilometer.
Die erste Runde war sozusagen die Streckenbesichtigung. Ich war ja ohnehin zum ersten Mal da, aber auch die Wiederholungstäter mussten sich zumindest den Bodenbelag einmal anschauen.
Und der hatte es in sich. Auch wenn die armen Veranstalter sich alle Mühe gegeben hatten, die Strecke gut zu präparieren, es gab eigentlich keinen Abschnitt, der wirklich gut zu laufen war. Entweder war es hart und uneben (auf den asphaltierten Wegen mit Eisschicht) oder weich und sandartig (im Wald). Aber auch darauf musste man ja vorbereitet sein.
Die Kunst war es also eine Linie zu finden, auf der man möglichst ohne größere Verluste laufen konnte.
Die Strecke besteht aus je zwei Abschnitten im Wald und zwei auf Feldwegen. In der Mitte gibt es ein kurzes Stück Wendestrecke, auf dem man immer wieder dieselben Leute sieht und grüßen kann.
Gut gelaunt ließ ich mich vom Bodenbelag nicht schocken und rannte locker mit einem Schnitt unter 5:30 min/km los. Ursprünglich hatte ich mir als Ziel für Rodgau 4 Stunden und 45 Minuten gesetzt, nun fand ich 4:35h auch ganz verlockend. Und in Kevelaer hatte dieses Tempo über den Marathon ganz gut funktioniert.

Bis etwa Kilometer 32 ging es dann auch recht gut, ich lief immer im Bereich von Gaby, meist ein paar Meter dahinter, mancnhmal auch ein paar Meter davor.
Dann aber schwanden die Kräfte und ich konnte das Tempo nicht mehr halten. Statt unter 5:30 lief ich nun 5:40 bis 6:00 und mußte mich schon mächtig anstrengen.
Die Passagen im Wald wurden von Runde zu Runde anstrengender, es ist in etwa wie Laufen auf Sand. Mit jedem Schritt rutscht man auch immer etwas zurück. Solange man Reserven hat, kein Problem. Wehe aber man hat nichts mehr zuzusetzen.
Auf dem letzten beiden Runden kam ich dann kaum noch unter 6:00 min/km und war froh als endlich das Ziel in Hörweite kam.
Nach 4:46 Stunden war es dann geschafft und ich hätte das vermutlich mit weniger Quälerei hinbekommen, wäre ich direkt das passende Tempo gelaufen.
Gaby hat mir auf den letzten Runden übrigens noch sage und schreibe zehn Minuten abgenommen.
Gaby Gründling, die Streckensprecherin, begrüßte mich im Ziel dann auch mit den Worten "..Deine Frau hat schon geduscht..." :-)

Insgesamt bin ich angesichts der Streckenverhältnisse mit dem Ergebnis super zufrieden, vor allem, da ich keinen Meter gehen musste. Ausser an der Verpflegung natürlich. Ich schwächel ja sonst gerne mal, wenn es zu hart wird.

Kurz nach mir kam übrigens der Pfälzerwaldläufer ins Ziel, den ich dann gleich mit dem Handy verewigt habe:

Leider habe ich ihn danach nicht mehr gesehen, denn aufgrund des immer schlechteren Wetters hatte er sich schnellstmöglich auf den Heimweg gemacht.

Für uns war dir Rückfahrt vollkommen problemlos, alle Straßen waren frei, als hätte es nie Glättegefahr gegeben. Im Laufe der Nacht sollte sich das allerdings auch schon wieder ändern.

Montag, 25. Januar 2010

Der Wochenendläufer

So richtig will es mir in diesem Jahr bisher nicht gelingen, regelmäßig zu trainieren. In der Woche finde ich stets jede Menge Ausreden nicht zu laufen und so mache ich dann am Wochenende meine gesamten Kilometer.
Mal ist es mir zu glatt oder zu kalt oder zu dunkel oder ich muss noch irgendwas erledigen und habe dann keine Lust mehr.
Zum Glück habe ich an den Wochenenden bisher immer einen ganz langen Lauf geschafft und damit einen richtig guten Kilometerschnitt (30,5km) pro Trainingseinheit, aber das muss sich bald wieder ändern. Vier oder fünf Einheiten pro Woche dürfen es dann schon sein.
Bis zum 6h-Lauf in Nürnberg sind es schließlich nur noch sieben Wochen und darauf will ich mich schon ordentlich vorbereiten. Die 57km von 2008 sollten doch zu überbieten sein.
Am nächsten Wochenende stehen erstmal die 50km von Rodgau auf dem Plan, bei der derzeitigen Wettervorhersage wird das ein kaltes Vergnügen.

Dieses Wochende wurde Freitag mit einem schnellen Dauerlauf zur Siegmündung eingeleitet. Fast 20 Kilometer in zügigem Tempo, da waren die Autos im Stau auf der A59 nicht schneller. Leider kann man das auf dem Foto nicht so gut erkennen.

Sonntag hieß es dann wieder früh aufstehen und die große Bonnrunde angehen. Da wir die Gegend im Schlaf kennen, war es ausnahmsweise nicht so schlimm, dass es noch dunkel war. Vielleicht sogar ganz gut, denn erst mit dem Tageslicht konnte man erkennen, wie bescheiden das Wetter war.
Schneegriesel und Matsch, aber da mussten wir durch. 41km wollte ich laufen, um über 60 Wochenkilometer zu kommen. Und weil es so anstrengend war, habe ich dann auch noch den einen Kilometer bis zum Marathon draufgelegt. Am Ende war ich ziemlich platt, aber zufrieden, mich durchgekämpft zu haben.
Vielleicht war das nicht gerade ein optimales Trainingswochenende für Rodgau, aber da geht es ohnehin für mich nicht um Bestzeiten , sondern ums Kilometersammeln.