Samstag, 26. September 2009

Wal, da bläst er!

Nein, damit meine ich nicht mich selbst, obwohl ich heute Nacht vermutlich in etwa so geklungen habe.
Hat mich doch tatsächlich gestern ein Infekt erwischt und ich habe heute eine kleine Erkältung zu bieten. Aus dem geplanten 35km-Lauf mit Endbeschleunigung wurden so etwa 15km langsames Traben und jetzt gegen Abend kommt die Erkältung wieder stärker zum Vorschein.

Und nun zurück zum Wal. Vor langer, langer Zeit war Captain Ahab auf der Jagd nach Moby Dick, dem weissen Wal, dem er sein Holzbein zu verdanken hatte.
Demjenigen, der als erster den Riesen sichtete, sollte eine an den Mast genagelte Münze gehören.
Beim erspähen eines Wals ertönte stets der Ruf: "Wal, da bläst er über das Schiff".
Am Ende ging die Geschichte für den Captain bekanntlich schlecht aus, die Geschichte kam/kommt jährlich im GEZ-Fernsehen, ich selbst habe sie oft genug gesehen.

Moby Dick jedoch scheint die Jagd überstanden zu haben. Heute lebt er, jetzt nicht mehr weiß, sondern blau, im Rhein bei Bonn.
Ab und zu nimmt er Gäste auf und macht Ausflugsfahrten. Heute war eine spezielle Kinderfahrt angesagt und Gaby hatte bei Ihrem Lauftraining die gute Idee, diese mitzumachen. Zu dem Zeitpunkt war ich übrigens schon längst wieder zuhause...

Also heuerten wir alle auf unserer Pequot an und fuhren nach Bonn. Den ersten Liegplatz genommen, an den Rhein und Augen-Aufhalten...

Ohne Frage habe ich heute die Münze verdient, denn ich habe ihn heute Nachmittag zuerst gesehen. Den lauten Aufschrei "Wal, da bläst er" habe ich mir aber verkniffen. Schliesslich wollten wir eine der Ausflugsfahrten mitmachen und mich nicht in den Rheinischen Landeskliniken einweisen lassen.
So sind wir dann auch an Bord gegangen und konnten das Siebengebirge, in dem wir sonst gerne selbst laufen, auch mal von der anderen Seite sehen.
Da heute Kinderfest auf der Moby Dick war, gab es auch keinerlei Quängeleien, ganz im Gegenteil, der anwesende Zauberer hatte die ganze Bande gut im Griff und alle hatten richtig Spass.

Montag, 21. September 2009

Reisen wie Ulla...

...durfte ich leider nicht. Aber einem der Flugzeuge, mit denen unsere Gesundheitsministerin vermutlich ab und zu mal Krankenhäuser in der Ferne besichtigt, konnte ich am Sonntag ziemlich nahe kommen.

Da war nämlich Tag der offenen Tür beim DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, den A380, habe ich dafür leider verpasst. Es war bei unserer Ankunft um 15:00 Uhr bereits auf dem Heimweg.
Zu sehen gab es aber trotzdem noch viele andere interessante Dinge, zum Beispiel Hubschrauber, mit denen man, genügend Geduld zum Warten vorausgesetzt, auch Rundflüge machen konnte.

Unsere Geduld reichte aber lediglich für die zehn Minuten Wartezeit für einen heliumgefüllten Luftballon. Manch ein Kind lernte hier eine ganze wichtige Lektion über das Thema "Leichter als Luft". So waren wir denn auch nicht die einzigen, die kurze Zeit später noch einmal zehn Minuten warten mussten...

Die Uhr des Navigators
Nach dem Verirrungsdrama als Begleiter beim Kölnpfad, hatte ich mir ja fest vorgenommen, mich für die Zukunft besser zu rüsten.
Als ersten Schritt habe ich mich ein wenig mit den Navigationsmöglichkeiten der Forerunner-Uhr von Garmin beschäftigt.
Gelegentlich läuft man ja neue, für einen selbst unbekannte Strecken, die schön sind, die man aber im Leben nicht mehr alleine finden würde.
Für diese Zwecke kann man die Forerunner hervorragend einsetzen. Letzte Woche war ich mit ein paar Vereinskollegen auf so einer Strecke unterwegs. Diese hat aber jede Menge Ecken und Wendungen, die ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Hinzu kam, dass das Tempo ein klein wenig über meinem Wohlfühltempo lag, so dass ich mehr mit hinterherkeuchen beschäftigt war als mit dem Einprägen der Details.
Aber Egal, die Forerunner war eingeschaltet und hat sich brav alles gemerkt.
Zuhause habe ich aus der Aufzeichnung einen Kurs erstellt und bin den am Freitag abgelaufen.

An Abzweigungen konnte man auf der Uhr immer recht gut erkennen, in welche Richtung es gehen sollte und falls man doch die falsche wählte, wurde man auf eine Abweichung vom Kurs hingewiesen. So sind Gaby und ich diese Strecke noch einmal gelaufen und konnten bei bestem (Urlaubs-)Wetter die schöne Gegend geniessen.
Nur wenn man tatsächlich mal vom Kurs abweichen will, sollte man es der Uhr auch mitteilen. Andernfalls neigt zumindest meine dazu, aus Protest einfach mal ganz abzuschalten.

Mittwoch, 16. September 2009

Der vierte Anlauf

Da bin ich schon zweieinhalb Wochen wieder im Lande und doch schaffe ich es erst jetzt, ein paar Zeilen, sozusagen als Wiederdaseinsgruss, in den Rechner zu tippen.

Vier mal war ich nun seit April schon in Korea und jedes Mal fällt es mir schwerer, danach wieder in den gewohnten Tritt zu kommen.
Nach zwei Wochen benötige ich inzwischen eine ganze Woche, um wieder einigermassen in die Mitteleuropäische Sommerzeit zu leben. Den Sommer im Begriff hätte man sich für mich in diesem Jahr auch sparen können, nach einem langen Frühjahr bin ich quasi direkt in den Herbst gestolpert. Die Wochen mit 30°C und Sonnenschein habe ich offensichtlich alle verpasst.

Nach dieser ersten Wiedereingewöhnungswoche begann zum Glück mein zweiwöchiger Urlaub, der sich nun aber auch schon wieder unerbittlich dem Ende nähert. Mein Verlangen an den Rechner zu gehen, zu surfen oder gar zu schreiben war in dieser Zeit äusserst gering, um nicht zu sagen nicht vorhanden.
Seit ein paar Tagen ist es aber wieder da, das Kribbeln, Lesen was los ist, meinen Senf dazugeben und selbst was zu schreiben. Lesen muss es ja niemand, ist freiwillig.

Also, wir sind nicht verreist, haben aber trotzdem jede Menge unternommen. Z.B. unsere Wohnung ein wenig entrümpelt. Kistenweise ist Zeugs zur Deponie gewandert, all das, was man nie braucht und trotzdem ungern hergibt. Na gut, einen Teil der guten Sachen konnte ich bis zum nächsten Mal retten...

Ausserdem natürlich einige Ausflüge, von denen ich schöne Fotos vorbereitet hatte. Die Texte dazu hatte ich auch schon im Kopf, aber dann meinte die Speicherkarte meines ohnehin ungeliebten Fotoapparats, sich verabschieden zu müssen. Mit ihr auch die Fotos der letzten Woche, die zwar nicht von herausragender Bedeutung oder Schönheit waren, aber gut ins Blog gepasst hätten. Auch wenn er diesmal nix dafür kann, ich schiebe es auf den Fotoapparat.

Von unseren Ausflügen berichte ich dann gegebenenfalls in den nächsten Tagen, vielleicht lassen sich ja noch ein paar Bilder besorgen.

Vier
Mein Projekt vier-Kilo-minus kommt nicht wirklich voran, die Reise ohne Training hat nicht gerade geholfen. Um es in Monopoly zu sagen: Gehe zurück auf Los, ziehe keine 2000g ein...
Apropos Training, auch hier die alte Leier. 2 Wochen Reise, 3 Wochen kein Training, Form gleich Null. Anfang des Jahres war ich so guter Dinge. Bis zum April hatte ich gut trainiert, leider allerdings trotzdem die 60 von Texel versemmelt. Seitdem komme ich nicht mehr richtig in Tritt.
Inzwischen starte ich meinen vierten Versuch wieder regelmäßig und gut zu trainieren, um wenigstens noch einen guten Wettkampf in diesem Jahr zu schaffen.
So wie es aussieht, wird es wieder einmal Herten-Bertlich werden, da soll die Bestzeit fallen. Vorher steht noch Rund-um-den-Baldeneysee in Essen auf dem Programm, da werde ich sehen, wo ich stehe.

Die letzten beiden Trainingswochen zeigen zumindest wieder eine ansteigende Kilometerzahl, letzte Woche habe ich sogar die 70km Marke geschafft, damit bin ich richtig zufrieden. Diese Woche dürfen es aber noch ein paar mehr werden...

Sonntag, 16. August 2009

Das Auge des Navigators

Monkey Island
Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an Guybrush Threepwood?
Für mich steht dieser Name für unzählige Stunden vor dem Computer im Studentenwohnheim. Bei mir war es noch ein Amiga inklusive fleissigem Diskettenwechsel, andere hatten schon 386er Computer im Einsatz.

Wer ihn nicht kennt, Guybrush Threepwood ist der Held des ersten Grafik-Adventures, das ich tatsächlich komplett durchgespielt habe, und will Pirat werden. Die Story spielt irgendwo in der Karibik und ist so witzig umgesetzt, dass stundenlanger Spass garantiert ist.

Vor ein paar Tagen habe ich dann mehr oder weniger zufällig entdeckt, dass es eine Neuauflage von Monkey Island gibt (oder geben wird). Es soll das original Spiel sein, nur auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Und für Puristen wird sogar die alte Steuerung noch integriert sein. Ich bin sehr gespannt....

Eine der Aufgaben des Adventures, an die ich mich noch erinnern kann, ist die Suche nach dem Auge des Navigators. Nur mit diesem unverzichtbarem Hilfsmittel war es möglich durch die geheimnisvolle See um die verschiedenen Inseln zu navigieren.

Genau so was hätte ich auch gestern gebraucht beim

Kölnpfad-nonstop 2009
Der Kölnpfad ist ein Wanderweg rund um Köln, der insgesamt etwa 170km lang ist und größtenteils durch Wälder oder Grünanlagen führt.
Da das zum Wandern natürlich viel zu lang ist, liegt es natürlich nahe, diese Strecke laufend zu bewältigen.

So dauerte es nicht lange bis Wolfgang Olbrich von der LG DUV zum ersten Kölnpfad Nonstop aufrief.

Insgesamt 14 Läufer und 3 Läuferinnen machten sich dann am frühen Samstagmorgen auf den Weg, ausgerüstet mit guter Laune, guter Kondition und gutem Kartenmaterial.

Für mich ist diese Strecke weit ausserhalb meiner Möglichkeiten, doch bot sich die Gelegenheit unseren Troisdorfer Teilnehmer Michael mit dem Fahrrad auf dem ersten Drittel der Strecke zu begleiten. Etwas bei Kilometer 60 hatte unser Verein, die Troisdorfer LG M.U.T., einen Verpflegungsstand aufgebaut, an dem das Begleitpersonal gewechselt wurde.
Mit dem Fahrrad kann man viel Material und insbesondere viele Getränke transportieren, was bei dem gnadenlosen Sonnenschein unbedingt erforderlich war. So hatte ich dann neben der Karte und diversen Handys auch noch die Getränke von Michael, Hauke und Mo, der Michael zu Fuss begleiten wollte an Bord.
Die Runde startete in Dünnwald und ging dann im Uhrzeigersinn in Richtung Bergisch Gladbach wo der höchste Punkt der Strecke erreicht wurde.

Nach etwa 23 Kilometern kam die erste Steigung und das Elend nahm seinen Lauf. Zunächst musste ich schmerzhaft feststellen, dass ein beladenes Fahrrad deutlich schlechter eine Wiese hochkommt als ein Ultraläufer. Beim Versuch in den untersten Gang zu schalten sprang mir die Kette ab und ehe ich mich versah, waren die zu Begleitenden weg...

Nachdem ich das Fahrrad dann keuchend nach oben geschoben hatte und wieder festen Boden unter den Reifen hatte, konnte die Aufholjagd beginnen. Ganz so weit sollten die Läufer ja noch nicht sein. Die Wegzeichen

waren meist gut zu erkennen und so machte ich mir keine größeren Gedanken, dass ich mir auf der Karte einen Rechtsknick eingeprägt hatte, die Zeichen aber geradeaus in einen Feldweg zeigten.
Erst recht als in ziemlich regelmäßigen Abständen weitere Zeichen auftauchten. Erst als ich nach längerer Bergabfahrt immer noch keine Läufer sichtete, kamen mir Bedenken. Beim ersten Ortsschild stellte ich mit Schrecken fest, dass dieses nicht auf der Karte verzeichnet war. Auch ein hilfsbereiter Autofahrer konnte ihn nicht finden und sagte, ich wäre einige Zentimeter ausserhalb der Karte.
Ich fuhr also ein paar Meter zurück und fand wieder die Zeichen, die ich für die des Kölnpfads hielt. Der Weg führte bergauf in die Richtung, die auch der Autofahrer gewiesen hatte, also auf zur nächsten Bergwertung.
Diese führte mich nach Spitze, was ich allerdings ebenfalls nicht auf der Karte finden konnte. In der Zwischenzeit begannen die Läufer zu Dursten und riefen mich schon auf dem Handy an, was meine Verzweiflung nur noch verstärkte. Ich befand mich auf der Bensberger Strasse, was an sich schon mal nicht schlecht war, nur die Richtung war noch offen. Es half nichts, ich musste einen Ortsansässigen fragen. Beim dritten Haus hatte endlich jemand Erbarmen mit meinem Klingen und zeigte mir die Richtung. Ca. 15 Minuten würde ich bis Bensberg brauchen, dass die Läufer längst passiert hatten.

Die Aufholjagd, Teil 2, konnte beginnen. Mit Vollgas raste ich in Richtung Bensberg und dann, endlich wieder auf der Laufstrecke, durch den Königsforst. Und doch dauerte es noch eine endlos lange Zeit, bis ich die Läufer wieder einholen konnte. Mehr als zwei Stunden mussten die Armen ohne Getränke auskommen, was bei der Aufgabe und den Temperaturen sicher kein Spass ist.
Mo war schon völlig ausgetrocknet und beendete seine Begleitung früher als geplant, Hauke musste am Abend ebenfalls aussteigen, nur Michael hat die Dürrezeit gut überstanden und lief sein Rennen wie ein Uhrwerk. Am Ende konnte er den Lauf sogar mit deutlichem Vorsprung gewinnen.
Das hat mich dann auch wieder etwas beruhigt, wäre er ausgestiegen so wäre dies auf jeden Fall auch meine letzte Fahrradbegleitung gewesen.
Wenigstens konnte ich Michael auf den letzten 10 Kilometern vor der Verpflegung wieder versorgen, denn dies waren wohl mit die unangenehmsten des ganzen Laufs. Lange Geraden durch die Felder, kein Schatten, gnadenlose Sonne und extrem hohe Temperaturen.

Am Ende konnten dann acht Männer und alle drei gestarteten Frauen die ganze Runde vollenden, die anderen mussten leider irgendwo auf der Strecke aussteigen. Alle haben meines Erachtens Unvorstellbares geleistet und haben meine volle Bewunderung.


Nachwort
Heute habe ich auch erfahren, warum ich mich so verfahren habe. Am Nordöstlichen Zipfel der Strecke treffen sich der Kölnpfad und der Herkenrather Rundweg. Als Rundwanderweg benutzen beide ein Kreissymbol. Mit etwas mehr Zeit hätte ich beide Schilder gesehen und auf dem einen Kölnpfad und auf dem anderen Herkenrath gelesen. Oder ich hätte mehr auf meine Kartenlesefähigkeit vertraut.
Beides habe ich aber leider nicht.

Mit dem Auge des Navigators wäre das nicht passiert

Sonntag, 2. August 2009

Im Labyrinth der Installationen

Kennt das eigentlich irgendjemand außer mir? Mal eben was installieren, und schwups, Sendepause?

Genau dieses Kunststück habe ich am letzten Wochenende hinbekommen. Kurz vor einer Dienstreise wollte ich noch einen Beitrag veröffentlichen und zur Verzierung sollten natürlich auch noch ein paar Fotos dazu.

Ein schöner Inhalt war schnell gefunden, schließlich führte unser Sonntagsausflug in die Bonner Rheinauen zum größten mobilen Labyrinth Deutschlands. In wöchentlich wechselnden Aufbauten gilt es, den Weg zum Turm in der Mitte des Feldes zu finden. Ohne unter die Wände zu gucken, versteht sich.
Das macht echt Spass und ist bei den ersten Versuchen gar nicht einfach. Geht man mehrfach durch das Labyrinth, findet man sich immer besser zurecht und kennt den Weg bald recht gut.

Wie es sich gehört, meldete sich meine Pentax Kamera (Optio L50), von deren Kauf ich übrigens dringend abrate, mit dem Spruch "Batterie schwach" und weigerte sich, auch nur ein Foto zu machen.
Gut, dass ich noch ein Fotohandy dabei hatte, mit dem ich noch ein paar schöne Fotos machen konnte.

Nur mußten die Fotos auch noch irgendwie auf den PC kommen, um schließlich hier zu erscheinen. Also habe ich flugs die mitgelieferte CD in den Rechner gesteckt und installiert, was mir so angeboten wurde. Immer brav auf "ja" getippt, die Standardinstallationen sollten in der Regel harmlos sein.
Das herunterladen der Fotos klappte dann auch ganz gut, doch unmittelbar danach kam das böse Erwachen.
Die Verbindung zum Internet funktionierte nicht mehr.

Also schnell das Programm wieder deinstalliert, ohne Erfolg.
Versucht alle Geräte zurückzusetzen (Rechner aus, Modem aus, ...), ohne Erfolg.
Händisch eine Verbindung aufzubauen versucht, ohne Erfolg.

Mit schlechter Laune und schlechtem Gewissen ins Bett gegangen, erfolgreich.

Die ganze Woche musste ich damit leben, meine Frau ohne die Verbindung zur Welt hinterlassen zu haben, was sie allerdings erheblich gelassener ertragen hat, als ich es gekonnt hätte.

Da ich aber auch nach meiner Rückkehr noch keine wirklich zündende Idee zur Fehlerbehebung hatte, sah ich mich doch tatsächlich gezwungen, die (kostenpflichtige) Servicehotline von Netcologne zu wählen.
Und tatsächlich konnte mir da innerhalb weniger Minuten der entscheidende Tipp gegeben werden.
Alle sichtbaren Einstellungen zur Verbindung waren ok, aber irgendwie hatte das Deinstalliern offensichtlich nicht gut genug funktioniert und mysteriöse Überreste blockierten meinen Anschluss.
Der Tipp des Tages war eine Funktion von Windows XP namens Systemwiederherstellung. Damit kann man den Rechner auf einen Zustand aus der (näheren) Vergangenheit zurücksetzen.
Und, man glaubt es kaum: Einmal gestartet und schwups war alles tatsächlich wieder wie gewohnt. So habe ich mal wieder eine sinnvolle Funktion von XP kennengelernt, die ich garantiert so schnell nicht mehr vergessen werde.

P.S.: Die Auflösung der Eineck-Frage:
Die Einecke sind gar nicht so selten in unserer Welt, jede Tastatur hat zum Beispiel zwei davon.
Einmal dieses: >
und einmal jenes: <

Sonntag, 19. Juli 2009

Das Eineck und die Wunschlisten

Wieder eine Woche vorüber, wieder nicht soviel gelaufen wie ich wollte. Noch nicht einmal 40km habe ich zusammen bekommen, eigentlich hatte ich mir 60 vorgenommen.

Dafür habe ich ein schönes Wochenende im Frankenland verbracht und dabei noch was gelernt.

Bevor wir allerdings unser eigentliches Ziel, Zeil am Main, ansteuerten, haben wir noch einen kleinen Extraschlenker nach Nürnberg eingelegt. Schon lange hatten wir Jonas einen Besuch im Eisenbahnmuseum versprochen und dieses Mal haben wir es dann endlich geschafft.
Für einen kleinen Eisenbahnfan ist das genau das Richtige und es hat ihm sichtlich gut gefallen. Mir im Übrigen auch. Die Modelleisenbahn hat auf der Wunschliste wohl noch ein paar Plätze gut gemacht.

Am Nachmittag sind wir dann bei meinem Schwager und seiner Frau eingefallen und haben ziemlich bald einen weiteren Kandidaten für die Wunschlisten gefunden. Diesmal allerdings eher die Elternwunschliste.
Die beiden besitzen nämlich tatsächlich eine Nintendo Wii samt Balanceboard. Und ich muss sagen, das Ding ist wirklich gut. Wir haben diverse Spiele zwischen Yoga und Skispringen ausprobiert und dabei Tränen gelacht.
Auf diesem Balanceboard (sieht aus wie eine Badezimmerwaage) wird das Gleichgewicht trainiert/gemessen. Kleinste Gewichtsverlagerungen werden sichtbar und beeinflussen das Spiel. So kann man Skifahren oder eben Yoga üben.
Das Standardeingabegerät sieht aus wie eine Fernbedienung und misst dreidimensional die Bewegungen der Hand. So muss man zum Tennis oder Bowling die echten Bewegungen durchführen.
Für mich grenzt das an echten Sport, zumindest habe ich heute noch Muskelkater am Allerwertesten sowie im rechten Oberarm.

Trotz des harten Wii-Trainings habe ich am Samstag auch noch eine kleine Laufeinheit einlegen können. Dabei sind wir einen Teil der Strecke des Zeiler Halbmarathons gelaufen, wer schon mal da war kann bestätigen, dass das ein schöner, hügeliger Waldlauf ist.

Heute ging es dann wieder zurück nach Troisdorf, nicht ohne die übliche Stunde im Würzburger Stau zu stehen. Ich weiß nicht, wann ich da zum letzten Mal problemlos durchgekommen bin. Allein die Hoffnung, dass die Baustelle die Autobahn auch wirklich breit genug macht, läßt einen halbwegs ruhig bleiben.
Obwohl ich daran erhebliche Zweifel habe. Ich persönlich würde gleich auf zehn Spuren ausbauen... (naja, nicht wirklich ;-) )

Die Frage der Woche

Und zum Schluß noch eine Aufgabe für die Hobbymathematiker unter uns:
Jeder kennt vermutlich Drei- und Vierecke. Aber, wer weiß, was ein Eineck ist?

Ich wusste es bis Freitag nicht. Für fünfjährige ist die Sache allerdings verblüffend einfach und jetzt habe ich es auch kapiert.
Ich bin gespannt, wer die Lösung kennt. Verraten werde ich sie erst nächsten Sonntag.

Montag, 6. Juli 2009

Schade, dass man Sound nicht sehen kann

So, und hier ist sie nun endlich.
Unsere neue Küchenmusik:

Gekauft haben wir sie gleich am Dienstag nach dem 24h-Lauf, Versprechen muss man halt möglichst bald einlösen.
Aber letztendlich haben wir ja auch alle was davon. Der Sound ist wirklich gut für die Größe und wir können auch endlich wieder beim Futtern CDs hören.
Damit und mit den vielen jetzt empfangbaren Sendern wächst natürlich auch das Konfliktpotential. Von Rolf Zuckowski über Metallica bis hin zu Helmut Lotti reicht das Spektrum. Unsere gesunde Mitte ist derzeit Peter Fox, der dementsprechend häufig läuft.
Beim Radio konnte ich Jonas inzwischen überzeugen, dass WDR4 Omamusik spielt und so sind wir mit 2:1 in der Überzahl und können oft Einslive, zumindest aber WDR2 durchsetzen.

Mein Projekt 4kg ist inzwischen auch angelaufen und ich steigere langsam die Trainingsumfänge. Am Samstag war schon wieder eine kleine Bonnrunde mit 24km drin. Bei der Hitze war es noch recht anstrengend, aber es geht aufwärts. Heute habe ich es sogar wieder mal zum M.U.T.-Training geschafft. 15km mit ein paar kleinen Hügeln waren wirklich schön.