Dienstag, 27. Oktober 2009

Frankfurt


Wenn Läufer mit Läufern telefonieren, was soll dabei schon rauskommen. Klar, ein Lauf...
Und da am Sonntag in Frankfurt Marathon war, haben wir kurz überlegt und Gaby recht spontan angemeldet. Ich habe mich mal lieber aufs Fahren und Jonas Betreuen konzentriert. Da ja auch jede Menge Blogger unterwegs waren, sollte das ganz interessant werden.
Gesehen habe ich alle, allerdings nur beim Start. Danach war ich mit Mattin und Jonas immer auf Achse, so im Bereich zwischen den 3:14 und 3:44 Zugläufern um Renate und Gaby zu anzufeuern. Zumindest Martin, den Pfälzerwaldläufer müßte ich daher auch häufiger mal gesehen haben...

Wie bei den meisten City-Marathons schafft man es auch in Frankfurt gut, die Läufer an mehreren Stellen zu sehen. Für uns waren es km 0, 4, 13, 28, 35 und 42,195. Dazwischen lagen noch ein wenig Spazierengehen sowie etwas S-Bahnfahren.

Das Wetter war hervorragend, für die Läufer vermutlich überraschend warm, und die Organisation machte einen ziemlich eingespielten Eindruck. Vom Shuttleservice bis zur Kleiderbeutelaufbewahrung klappte alles reibungslos, alleine den Preis von 9.-€ für ein Parkticket fand ich etwas sehr hoch. Aber als Ortsfremde und mit nicht viel Zeitreserven ausgestattet, macht man keine Parkexperimente.
Fragt man Jonas, war das Highlight der Veranstaltung die große Hüpfburg auf der Marathonmesse. Ich sehe das etwas anders, denn auf die Kämpfe, ihn da wieder rauszubekommen, hätte ich gerne verzichtet ;-)
Für mich war der Höhepunkt, der Zieleinlauf in der Festhalle. Das hatte zumindest beim Zusehen eine richtig prickelnde Atmosphäre. Eigentlich der einzige Moment, an dem ich auch gerne mitgelaufen wäre.
Aber Mitte Dezember werde ich das ja auch ausprobieren. Beim Siebengebirgsmarathon ist die Halle zwar etwas kleiner, aber die Stimmung sicherlich ebenso herzlich.

Samstag, 17. Oktober 2009

Herbstlauf

Der verflixte Nerv
Dachte ich Sonntag Abend noch, ich hätte den Marathon rund um den Baldeneysee gut verkraftet und könnte jetzt noch mal richtig loslegen, so wurden mir in dieser Woche die Grenzen gezeigt.
Schon am Montag hatte ich Probleme im Bereich der Lendenwirbel und leichte Schmerzen im hinteren Oberschenkel. Nicht viel, aber willkommener Anlass, die Montagseinheit auf Dienstag zu verschieben.
Dumm nur, dass sich die Situation weiter verschlechterte. Den Weg zur Arbeit konnte ich noch ganz gut bewältigen, doch bis Mittag wurden die Schmerzen so lästig, dass ich nur noch über das Gelände humpeln konnte.
Um zwei Uhr beschloss ich dann, doch besser zum Arzt zu gehen. So saß ich schließlich um drei bei meinem Hausarzt, übrigens ebenfalls ein Läufer :-), und wurde untersucht.
Glücklicherweise war es nichts Schlimmeres, mit leichten Schmerzmitteln und irgendwas zur Entspannung der Muskulatur konnte ich nach Hause gehen.
Den Rest des Tages werde ich wohl als einen meiner bisher unangenehmsten Nachmittage in Erinnerung behalten. Ich hatte Riesenprobleme eine Position zu finden, die nicht wehtat und hatte ich eine, so währte das Glück nur ein paar Minuten, dann wurde auch diese wieder unbequem.
In Gedanken wähnte ich mich schon tagelang bewegungsunfähig im Bett, doch am nächsten Morgen geschah das Unglaubliche: Ich konnte aufstehen und die Schmerzen waren praktisch weg. Ein leichtes Ziehen war verblieben, aber nichts was mich stören würde.
Sicherheitshalber verkniff ich mir das Training aber doch und begann am Donnerstag mit einem Besuch im Fitnesscenter.

Der lange Lauf
Als erste Laufeinheit nahm ich mir unsere lange, langsame Einheit am Samstag vor. Eine große Bonnrunde sollte es werden, etwa 35km in angenehmen Tempo.
Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, es war trocken und sogar die Sonne ließ sich blicken. Lediglich der Wind störte auf einigen Passagen ein wenig.

Wie immer ging es entlang der Sieg bis nach Bonn, um da eine Runde über die Nord- und Südbrücke zu drehen. Dabei unterquert man die Kennedybrücke, die derzeit um ein paar Meter wächst. Seit ein paar Jahren schon wird sie saniert und verbreitert. Beim nächsten Bonnmarathon wird man vermutlich wieder mehr Platz auf den ersten Kilometern haben.

Für uns ging es aber noch ein Stück der Bonner Uferpromenenade entlang, um anschließend auf der Beueler Seite zurückzulaufen.
Bei Kilometer 25 verläßt man den Rhein, um wieder entlang der Sieg in Richtung Troisdorf zu laufen. Eigentlich hatte ich erwartet, topfit zu sein und locker einen Schnitt von 6min/km laufen zu können. Die Kilometer zurück fielen mir aber erheblich schwerer als erwartet und ich war heilfroh wieder zuhause anzukommen.
Hatte ich vor einer Woche noch vor, Ende November einen Angriff auf meine Marathonbestzeit zu wagen, so stelle ich nun fest, das macht keinen Sinn.
Stattdessen werde ich lieber noch etwas hügeliger trainieren und dann im Dezember den Siebengebirgsmarathon genussvoll laufen.

Drachenzeit
Der bereits oben erwähnte Wind ist beim Laufen sicher hinderlich, aber dafür war er hervorragend geeignet, Drachen steigen zu lassen. So konnten wir das echte Herbstwetter noch zu einem schönen Spaziergang mit Drachenbegleitung nutzen.

Montag, 12. Oktober 2009

Bruzln am Baldeneysee

Schon vor einigen Monaten hatten Gaby und ich für den Marathon rund um den Baldeneysee in Essen gemeldet. Nicht nur weil wir dort bisher immer gutes Wetter hatten und diverse Bekannte getroffen hatten, sondern auch weil die Strecke gut für schnelle Läufe geeignet ist. So hatten wir uns auch ganz gut vorbereitet, bis uns vorletzte Woche die Erkältungen heimsuchten.
Nix war es mit Bestzeiten, wir konnten froh sein überhaupt wieder fit zu werden. Bei Gaby war bis Anfang der Woche noch nicht einmal klar, ob sie würde starten können.

Am Mittwoch erreichte uns dann die Anfrage aus Essen, ob wir nicht Zug- und Bremsläufer für die 4:00h Gruppe machen könnten. Ein Großteil der eingeplanten Vorläufer hatte wegen Verletzungen und Erkrankungen absagen müssen, so dass schnell noch Ersatzvorläufer gesucht werden mussten.
Ohne groß darüber nachzudenken, sagten wir zu und standen plötzlich erstmals vor dieser Verantwortung, auf eine bestimmte Endzeit laufen zu müssen. Klar, normalerweise können wir vier Stunden laufen, aber wer weiss schon was alles passieren kann. Und überhaupt, egal wie fit man ist, die 42,2km muss man erstmal schaffen....
Irgendwie hatte ich auf jeden Fall auf einmal mächtig Bammel, mehr als vier Stunden zu brauchen. Ich wäre vermutlich im Boden versunken.
Wenn ich alleine laufe, egal, aber wenn sich Leute auf mich verlassen...

Sonntag ging es dann zeitig auf die Autobahn, um auf keinen Fall in Zeitnot zu geraten. Unser Auto konnten wir wie in den vergangenen Jahren direkt am Start parken, das ist praktisch, weil man seine Jacke erst kurz vor dem Beginn ausziehen muss.
Die Wettervorhersage war katastrophal, aber zumindest vor dem Rennen war nichts vom angekündigten Regen zu sehen.
In der Halle bekamen wir dann ein paar Shirts mit dem Aufdruck "Brems und Zugläufer" sowie jeweils drei schicke orangene Luftballons mit unserer Endzeit. Jetzt war auch mit klar, was der Ausdruck BruZler bedeuten sollte...
Dazu noch eine Marschtabelle, nach der wir in 3:59:06 das Ziel erreichen sollten.
Vorgabe war die Bruttozeit, so dass jeder der vor uns im Ziel war, auf jeden Fall eine Zeit unter vier Stunden haben würde.

Mit Gaby und Manfred waren wir dann schließlich drei vier-Stunden-Läufer und versuchten vom Start an einigermassen gleichmäßig zu laufen. Zumindest die 5km-Abschnitte wollten wir nach Plan erledigen. Denn um eine Verpflegung zu ermöglichen, wollten wir die Kilometer etwa fünf Sekunden schneller angehen als laut Plan erforderlich.
Nach etwa fünf Kilometern, in denen Gaby und ich vorne liefen und Manfred das Ende der doch recht großen Gruppe bildete, kam ich Gaby zu nahe und unsere Luftballons verknoteten sich. So kann man natürlich prima eine identische Zeit laufen, aber richtig praktisch ist das nicht.
Die letztlich erfolgreiche Entknotung durch Manfred nutzten zwei unserer Ballons zur Flucht.
Kurz danach kam die erste Verpflegung und die Gruppe zog sich etwas auseinander. Von da ab machte Gaby vorne das Tempo mit 5:35-5:40 je Kilomter und Manfred und ich liefen etwas weiter hinten, aber immer so, dass wir die vier Stunden Brutto im Auge hatten.
Den Halbmarathon absolvierten wir in 1:59 und hatten somit etwa eine Minute gut. Bis hierhin sind die meisten sicherlich noch ganz gut mitgekommen, aber die schwierigen Kilometer liegen ja bekanntlich in der zweiten Hälfte.
Zwischen Kilometer 25 und 35 zog sich die Gruppe merklich auseinander und es fielen doch einige Läufer heraus, für die es dieses Mal vielleicht doch noch nicht gereicht hat. Gaby lief vorne wie ein Uhrwerk, obwohl sie als einzige keine Marschtabelle hatte. In dem Bereich waren Zeiten knapp unter 3:59 in Sichtweite.
Am Ende bildete Manfred die virtuelle 4-Stunden-Brutto-Linie und irgendwo dazwischen lief ich.
Ein paar Kilometer vor dem Ende schickte Gaby die noch fitten Läufer nach vorne weg und lief schliesslich mit 3:59:15 (Brutto) ins Ziel.
Bei mir steht in der Ergebnisliste 4:00:00 (Brutto), das würde ich mal eine Punktlandung nennen. Die Nettozeit war 3:59:08 etwas krummer, aber dafür auch nur zwei Sekunden daneben.
Ich hoffe, dass wir dem einen oder anderen helfen konnten, zumindest aber niemanden beim Umsetzen seiner Trainingsleistungen behindert haben.
Mir hat es viel Spass gemacht und es war echt eine neue Erfahrung.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Laufen, Plaudern, Anfeuern

Wenn man schon nicht fleissig läuft, dann muss wenigstens ordentlich anfeuern.

Die Erkältung vom letzten Wochenende erlaubte bis einschließlich Mittwoch keinerlei Lauftraining. Auch danach fehlte noch ein wenig die Lust, so dass ich erst am Wochenende wieder zwei kleine Einheiten an der Sieg ins Laufbuch schreiben konnte.
12 und 16 Kilometer sind jetzt nicht gerade viel, aber da ich ja nächste Woche in Essen den Marathon überstehen will, wollte ich es auch nicht übertreiben.

Hinzu kommt, dass es jetzt noch genau acht Wochen bis zum Marathon in Herten-Bertlich sind und somit gestern der Auftakt zur speziellen Vorbereitung auf diesen Lauf war. Nachdem ich dieses Jahr eigentlich noch nicht wirklich viel und noch gar nichts wirklich gut gelaufen bin, will ich da einen Angriff auf die Bestzeit starten. Vor einem Jahr bin ich 3 Stunden 19 gelaufen und das gilt es zu unterbieten.
Den ersten zügigen 15km-Lauf des Trainingsplans erledigte ich gestern auf dem Heimweg von der Arbeit bei standesgemäßem Wetter: Regen und Wind. Das kann ja heiter werden...

Ansonsten liessen die nur kurzen Läufe am Wochenende genügend Zeit, auf den beiden nicht allzuweit entfernten Großveranstaltungen des Wochenendes andere Läufer anzufeuern.

Den Auftakt machte am Samstag die Deutsche Meisterschaft im 100km-Lauf, die in Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgetragen wurde.
Von unserem Verein gingen immerhin fünf LäuferInnen an den Start, die es natürlich zu unterstützen galt.
Bereits um 6:30Uhr wurden die Läufer auf den 5km Rundkurs geschickt, auf dem dann folgerichtig 20 Runden zu absolvieren waren. Wir waren natürlich nicht ganz so früh da, sondern trafen erst gegen elf Uhr ein, die Warmlaufphase haben wir uns sozusagen geschenkt ;-)

Trotz guter Wetterbedingungen war es offensichtlich ein hartes Rennen, denn schon zu diesem Zeitpunkt gab es viele Ausfälle unter den Läufern, die Strecke scheint nicht einfach gewesen zu sein.
Unsere M.U.T.ler haben aber super Leistungen gebracht und alle hatten einen wirklich schönen Tag. Wir haben wieder einmal viele nette Ultras getroffen und neben tollen Unterhaltungen auch gleich den ersten Marathon für 2010 gemeldet. Kevelaer, wir kommen.

Leider waren bei den 100km-Meisterschaften nicht wirklich viele Zuschauer an der Strecke, aber dafür war es eben sehr persönlich.

Teil zwei des Wochenendes sah dann in jeder Hinsicht etwas anders aus. Der Köln-Marathon hatte gerufen und jede Menge Menschen waren gekommen.
Bei dieser Veranstaltung weiß man immer nicht so ganz genau, wer hier wen feiert. Die Zuschauer die Läufer, die Läufer die Zuschauer oder feiern sich alle nur selbst. Oder vielleicht auch von jedem etwas.
Traditionell begann der Tag mit strömenden Regen, die Halbmarathonis und Inliner hatten sicher keine allzuguten Bedingungen.
Beim Marathon selbst aber war es zumindest trocken und angenehm temperiert, kein Grund zu klagen, denke ich.

Wir standen am Ebertplatz, bei km25 und 36 und hielten Ausschau nach einigen uns bekannten Läufern. Die Wertung für die meisten Sichtungen geht dieses Mal eindeutig an Gaby, ich selbst habe fast niemanden erkannt.
Unserer Vereinsmitglieder haben es uns aber auch nicht leicht gemacht, bis auf
Andy hatte keiner unsere schönen gelben Shirts an. Weiß war die Farbe der Wahl und das fanden tausende andere auch.

Nach ein paar Stunden waren wir dann auch schlagkaputt und haben uns auf den Heimweg gemacht. Das Wochenende war mal wieder viel zu schnell vorüber und die Woche konnte wieder beginnen.

Samstag, 26. September 2009

Wal, da bläst er!

Nein, damit meine ich nicht mich selbst, obwohl ich heute Nacht vermutlich in etwa so geklungen habe.
Hat mich doch tatsächlich gestern ein Infekt erwischt und ich habe heute eine kleine Erkältung zu bieten. Aus dem geplanten 35km-Lauf mit Endbeschleunigung wurden so etwa 15km langsames Traben und jetzt gegen Abend kommt die Erkältung wieder stärker zum Vorschein.

Und nun zurück zum Wal. Vor langer, langer Zeit war Captain Ahab auf der Jagd nach Moby Dick, dem weissen Wal, dem er sein Holzbein zu verdanken hatte.
Demjenigen, der als erster den Riesen sichtete, sollte eine an den Mast genagelte Münze gehören.
Beim erspähen eines Wals ertönte stets der Ruf: "Wal, da bläst er über das Schiff".
Am Ende ging die Geschichte für den Captain bekanntlich schlecht aus, die Geschichte kam/kommt jährlich im GEZ-Fernsehen, ich selbst habe sie oft genug gesehen.

Moby Dick jedoch scheint die Jagd überstanden zu haben. Heute lebt er, jetzt nicht mehr weiß, sondern blau, im Rhein bei Bonn.
Ab und zu nimmt er Gäste auf und macht Ausflugsfahrten. Heute war eine spezielle Kinderfahrt angesagt und Gaby hatte bei Ihrem Lauftraining die gute Idee, diese mitzumachen. Zu dem Zeitpunkt war ich übrigens schon längst wieder zuhause...

Also heuerten wir alle auf unserer Pequot an und fuhren nach Bonn. Den ersten Liegplatz genommen, an den Rhein und Augen-Aufhalten...

Ohne Frage habe ich heute die Münze verdient, denn ich habe ihn heute Nachmittag zuerst gesehen. Den lauten Aufschrei "Wal, da bläst er" habe ich mir aber verkniffen. Schliesslich wollten wir eine der Ausflugsfahrten mitmachen und mich nicht in den Rheinischen Landeskliniken einweisen lassen.
So sind wir dann auch an Bord gegangen und konnten das Siebengebirge, in dem wir sonst gerne selbst laufen, auch mal von der anderen Seite sehen.
Da heute Kinderfest auf der Moby Dick war, gab es auch keinerlei Quängeleien, ganz im Gegenteil, der anwesende Zauberer hatte die ganze Bande gut im Griff und alle hatten richtig Spass.

Montag, 21. September 2009

Reisen wie Ulla...

...durfte ich leider nicht. Aber einem der Flugzeuge, mit denen unsere Gesundheitsministerin vermutlich ab und zu mal Krankenhäuser in der Ferne besichtigt, konnte ich am Sonntag ziemlich nahe kommen.

Da war nämlich Tag der offenen Tür beim DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, den A380, habe ich dafür leider verpasst. Es war bei unserer Ankunft um 15:00 Uhr bereits auf dem Heimweg.
Zu sehen gab es aber trotzdem noch viele andere interessante Dinge, zum Beispiel Hubschrauber, mit denen man, genügend Geduld zum Warten vorausgesetzt, auch Rundflüge machen konnte.

Unsere Geduld reichte aber lediglich für die zehn Minuten Wartezeit für einen heliumgefüllten Luftballon. Manch ein Kind lernte hier eine ganze wichtige Lektion über das Thema "Leichter als Luft". So waren wir denn auch nicht die einzigen, die kurze Zeit später noch einmal zehn Minuten warten mussten...

Die Uhr des Navigators
Nach dem Verirrungsdrama als Begleiter beim Kölnpfad, hatte ich mir ja fest vorgenommen, mich für die Zukunft besser zu rüsten.
Als ersten Schritt habe ich mich ein wenig mit den Navigationsmöglichkeiten der Forerunner-Uhr von Garmin beschäftigt.
Gelegentlich läuft man ja neue, für einen selbst unbekannte Strecken, die schön sind, die man aber im Leben nicht mehr alleine finden würde.
Für diese Zwecke kann man die Forerunner hervorragend einsetzen. Letzte Woche war ich mit ein paar Vereinskollegen auf so einer Strecke unterwegs. Diese hat aber jede Menge Ecken und Wendungen, die ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Hinzu kam, dass das Tempo ein klein wenig über meinem Wohlfühltempo lag, so dass ich mehr mit hinterherkeuchen beschäftigt war als mit dem Einprägen der Details.
Aber Egal, die Forerunner war eingeschaltet und hat sich brav alles gemerkt.
Zuhause habe ich aus der Aufzeichnung einen Kurs erstellt und bin den am Freitag abgelaufen.

An Abzweigungen konnte man auf der Uhr immer recht gut erkennen, in welche Richtung es gehen sollte und falls man doch die falsche wählte, wurde man auf eine Abweichung vom Kurs hingewiesen. So sind Gaby und ich diese Strecke noch einmal gelaufen und konnten bei bestem (Urlaubs-)Wetter die schöne Gegend geniessen.
Nur wenn man tatsächlich mal vom Kurs abweichen will, sollte man es der Uhr auch mitteilen. Andernfalls neigt zumindest meine dazu, aus Protest einfach mal ganz abzuschalten.

Mittwoch, 16. September 2009

Der vierte Anlauf

Da bin ich schon zweieinhalb Wochen wieder im Lande und doch schaffe ich es erst jetzt, ein paar Zeilen, sozusagen als Wiederdaseinsgruss, in den Rechner zu tippen.

Vier mal war ich nun seit April schon in Korea und jedes Mal fällt es mir schwerer, danach wieder in den gewohnten Tritt zu kommen.
Nach zwei Wochen benötige ich inzwischen eine ganze Woche, um wieder einigermassen in die Mitteleuropäische Sommerzeit zu leben. Den Sommer im Begriff hätte man sich für mich in diesem Jahr auch sparen können, nach einem langen Frühjahr bin ich quasi direkt in den Herbst gestolpert. Die Wochen mit 30°C und Sonnenschein habe ich offensichtlich alle verpasst.

Nach dieser ersten Wiedereingewöhnungswoche begann zum Glück mein zweiwöchiger Urlaub, der sich nun aber auch schon wieder unerbittlich dem Ende nähert. Mein Verlangen an den Rechner zu gehen, zu surfen oder gar zu schreiben war in dieser Zeit äusserst gering, um nicht zu sagen nicht vorhanden.
Seit ein paar Tagen ist es aber wieder da, das Kribbeln, Lesen was los ist, meinen Senf dazugeben und selbst was zu schreiben. Lesen muss es ja niemand, ist freiwillig.

Also, wir sind nicht verreist, haben aber trotzdem jede Menge unternommen. Z.B. unsere Wohnung ein wenig entrümpelt. Kistenweise ist Zeugs zur Deponie gewandert, all das, was man nie braucht und trotzdem ungern hergibt. Na gut, einen Teil der guten Sachen konnte ich bis zum nächsten Mal retten...

Ausserdem natürlich einige Ausflüge, von denen ich schöne Fotos vorbereitet hatte. Die Texte dazu hatte ich auch schon im Kopf, aber dann meinte die Speicherkarte meines ohnehin ungeliebten Fotoapparats, sich verabschieden zu müssen. Mit ihr auch die Fotos der letzten Woche, die zwar nicht von herausragender Bedeutung oder Schönheit waren, aber gut ins Blog gepasst hätten. Auch wenn er diesmal nix dafür kann, ich schiebe es auf den Fotoapparat.

Von unseren Ausflügen berichte ich dann gegebenenfalls in den nächsten Tagen, vielleicht lassen sich ja noch ein paar Bilder besorgen.

Vier
Mein Projekt vier-Kilo-minus kommt nicht wirklich voran, die Reise ohne Training hat nicht gerade geholfen. Um es in Monopoly zu sagen: Gehe zurück auf Los, ziehe keine 2000g ein...
Apropos Training, auch hier die alte Leier. 2 Wochen Reise, 3 Wochen kein Training, Form gleich Null. Anfang des Jahres war ich so guter Dinge. Bis zum April hatte ich gut trainiert, leider allerdings trotzdem die 60 von Texel versemmelt. Seitdem komme ich nicht mehr richtig in Tritt.
Inzwischen starte ich meinen vierten Versuch wieder regelmäßig und gut zu trainieren, um wenigstens noch einen guten Wettkampf in diesem Jahr zu schaffen.
So wie es aussieht, wird es wieder einmal Herten-Bertlich werden, da soll die Bestzeit fallen. Vorher steht noch Rund-um-den-Baldeneysee in Essen auf dem Programm, da werde ich sehen, wo ich stehe.

Die letzten beiden Trainingswochen zeigen zumindest wieder eine ansteigende Kilometerzahl, letzte Woche habe ich sogar die 70km Marke geschafft, damit bin ich richtig zufrieden. Diese Woche dürfen es aber noch ein paar mehr werden...