Mittwoch, 27. Februar 2008

Wo bleiben die Kilometer

Vor lauter Versammlungen, Arztbesuchen und Infoveranstaltungen komme ich diese Woche irgendwie gar nicht so recht zum Laufen. Oder besser gesagt, diverse Versammlungen, Arztbesuche und Infoveranstaltungen liefern meinem inneren Schweinehund regelmäßig gute Ausreden, nicht zu laufen.
Dazu erdreistet sich gerade ein Schnupfen mich anzugreifen. Mit Aspirin-Komplex habe ich ihm vorhin noch schnell eine Breitseite entgegengefeuert, in der Hoffnung, ihn im Keim zu ersticken.
Den eigentlich für heute Abend vorgesehenen kurzen Lauf verschiebe ich dann auch mal geschwind auf morgen und hoffe, dass mich die vorhergehende KiTa-Taschenlampenwanderung nicht allzusehr fordert.
Ein bischen Laufen vor dem Wochenende muss einfach noch sein, denn ansonsten wird es der lange Lauf am Sonntag auch nicht retten.

Sonntag, 24. Februar 2008

Lang, flach, Asphalt,....

so stand es im Trainingsplan für dieses Wochenende. Chefplaner Karl wird schon wissen was er tut.
Und es wurde lang, flach und asphaltig. Dazu aber auch noch ziemlich hart. Samstag Morgen um sieben ging es los, an die Sieg, um ein paar Runden auf einem 10km Rundkurs zu drehen.
Irgendwie sollten wir mal an das Gefühl kommen, im Kreis zu laufen, denn in Nürnberg warten ganz kleine 1,5km-Runden auf uns. Zehn Kilometer eignen sich im Vergleich dazu zwar immer noch für ausschweifende Landschaftsbeschreibungen, aber trotzdem, spätestens beim dritten Mal wird es tatsächlich anstrendend und die gefühlte Geschwindigkeit sinkt.
Um noch realitätsnäher zu werden, haben wir dann eine große Runde durch fünf kleinere 2km Abschnitte ersetzt. Diese gehen zwar schneller vorüber, aber man verliert auch ebenso schnell den Überblick über die gelaufene Strecke.
Nun frage ich mich, wie das Rundenzählen über sechs Stunden überhaupt funktionieren soll und ob man dabei einen Drehwurm bekommen kann.
Auf jeden Fall war ich nach vier Stunden und vierzig Minuten vollkommen im Eimer, und die Beine taten richtig weh. Es war viel schlimmer als letzte Woche, in der ich fünf Stunden mit Hügeln viel besser verkraftet hatte.
Bis nach Nürnber ist es doch noch ein weiter Weg.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Gangster Ede

Da war es wieder. Seit vielen Jahren verpasse ich kaum eine Folge von Aktenzeichen XY ungelöst. Gestern war die fahndungsfreie Winterzeit endlich vorüber. Volle eineinhalb Stunden ungelöster Kriminalfälle. Nicht, dass ich jemals einen sachdienlichen Hinweis hätte geben können, aber man weiss ja nie...
Wahrscheinlich ist es der Nervenkitzel der mich an der Mattscheibe hält, das ungute Gefühl, hinter jeder Tür, hinter jedem Geräusch könnte sich eine unbekannte Person mittleren Alters verbergen. Auf jeden Fall achte ich nach der Sendung immer gut darauf, dass alles auch wirklich abgeschlossen und verriegelt ist.
Der Macher und langjährige Moderator Eduard Zimmermann ist natürlich nicht zu ersetzen, aber Rudi Cerne (ja, der Eiskunstläufer) gibt sich alle Mühe auch entsprechend ernst und bedrohlich dreinzuschauen. So ganz gelingt es ihm nicht, aber wenigstens die Kommissare sind noch genauso fernsehunerfahren wie eh und jeh.
Vielleicht gucke ich auch eben wegen dieser Kommissare, im weiteren Bekanntenkreis habe ich schliesslich ein oder zwei, doch keiner hat es bisher in die Sendung geschafft. Auf der anderen Seite der Fälle, möchte ich natürlich nie einen Bekannten sehen.
Aber wenn auch nur ein Fall durch die Sendung gelöst werden kann, hat sie ihren Zweck ja schon erfüllt und die Macher werden es verzeihen, wenn man über die Filmfälle mal schmunzelt. Und ich für meinen Teil versuche zumindest, mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen.

Apropos Laufen, fürs Wochenende steht wieder eine gaaanz lange Einheit auf dem Programm. Da konnte ich gestern und heute mit einigermassen gutem Gewissen faulenzen.

Sonntag, 17. Februar 2008

Vorbei die ziellose Zeit

In einem Augenblick geistiger Verwirrung habe ich vor einigen Tagen zugesagt, am Nürnberger Selbst-Transzendenz-6h-Lauf im März teilzunehmen. Nun bin ich tatsächlich mit angemeldet und habe den Salat. Eigentlich wollte ich doch nur wissen, was der Begriff "Selbsttranszendenz" überhaupt bedeutet, nun werde ich es wohl am eigenen Leib erfahren. Bis zum März werde ich da wohl noch ein wenig recherchieren müssen.

Für lockere sechs Stunden reicht mein derzeitiger Trainingszustand natürlich noch lange nicht, aber bangemachen gilt bekanntlich nicht. Also Schluss mit den Ausreden und loslaufen, es sind ja immerhin noch vier Wochen Zeit. Nachdem die letzten Trainingswochen immer nur so um die 55km ins Buch brachten, stand heute der erste wirklich lange Lauf auf dem Programm.

Troisdorf - Königswinter - Siebengebirge

So war der Plan. Die ersten 22 Kilometer geht es flach entlang von Sieg und Rhein, um dann in Königswinter in die Vollen zu gehen. Über den Eselsweg rauf auf den Drachenfels, dann rüber zur Löwenburg. Von da weiter über den Lohrberg zum Ölberg und schliesslich als Bonbon noch den Nonnenstromberg.
Die Umsetzung klingt grausam war es aber wirklich nicht.
5:50 der Wecker klingelt. In die diversen Lagen Laufklamotten geschlüpft, schnell noch einen Kaffee und dann ab zum Treffpunkt.
6:55 Los geht's. Minus drei Grad, klarer Himmel und schon erste Zeichen der Dämmerung.
9:20 Königswinter ist erreicht, es ist immer noch kalt und jetzt kommen die Berge.
11:15 Mit dem Ölberg ist der letzte grosse Brocken geschafft, im Restaurant eine beflügelnde Cola gekauft und damit die Kraft für die letzten Kilometer geschöpft.
Die Temperaturen sind inzwischen angenehm und es macht Spass zu laufen. Vor allem, wenn man an die warme Dusche, den heissen Kaffee und den leckeren Nudelauflauf zuhause denkt.
12:15 Am Kloster Heisterbach ist das Ziel erreicht. Nach der GPS-Uhr sind wir etwa 42km gelaufen und Gaby, Karl und ich haben es tatsächlich gut verkraftet. Nürnberg, wir kommen!

Dienstag, 12. Februar 2008

Papatag

Eigentlich haben wir in Troisdorf ja Ganztagskindergärten ohne feste Schliessungszeiten, wie zum Beispiel Sommerferien, etc.. Das ist im Prinzip ziemlich gut, aber heute war wieder einer der gar nicht so seltenen Tage, an denen der Kindergarten trotzdem zu war.
Da stehen dann Familien, in denen beide Eltern arbeiten, ziemlich dumm da, zumindest wenn keine Verwandten in der Nähe wohnen. Einer muss dann immer Urlaubstage oder Überstunden opfern.
Wie man sich schon denken kann, war ich heute an der Reihe. Also, aus der Not eine Tugend gemacht, gutes Wetter bestellt und ab in die Stadt. Dabei haben wir noch schnell beim Augenarzt vorbeigeschaut und zufrieden festgestellt, dass keine neue Brillenverstärkung für mich fällig ist.
Danach stand noch ein Besuch im Forum, einem ehemaligen Kaufhaus, das jetzt einige Läden beherbergt, auf dem Programm. In einem der leerstehenden Geschäfte haben nämlich ein paar Modelleisenbahnfreunde eine Anlage aufgebaut, die man sich sogar ansehen kann wenn jemand da ist.
Glück für uns, die Tür war auf und wir konnten noch ein paar Minuten auf die Modelleisenbahn schauen. Wie das so ist, mögen's die Kinder und die Väter sind mindestens genauso interessiert. Wir werden also wohl häufiger in die Stadt müssen.
Bei bestem Wetter sind wir dann friedlich nach Hause spaziert, woran sicherlich die neue DVD mit "Thomas und seinen Freunden" nicht ganz unschuldig war.
Ein schöner Tag also, gelaufen bin ich übrigens nicht, dafür habe ich gestern eine 15km Runde mit den Mutlern gemacht. Seit ein paar Tagen macht mein Knie ein paar Mucken, irgendwie habe ich mich da wohl vertreten. Hoffentlich lässt das bald wieder nach, denn für das Wochenende habe ich mir jede Menge Kilometer vorgenommen.

Samstag, 9. Februar 2008

Holt die Sonnenbrillen raus

Nachdem die erste Wochenhälfte ja nicht gerade mit schönem Wetter glänzte, hat heute der Frühling schon mal vorbeigeschaut. Der kalte Winter wird sich aber bestimmt noch mal wehren, daher packt die warmen Pullover nicht vorschnell in den Schrank.
Die Woche über habe ich mich leider meist erfolgreich vorm Laufen gedrückt, einzig das Mittwochstraining in einer der wenigen Regenpausen brachte ein paar Kilometer in mein Lauftagebuch.
Heute Nachmittag fehlten mir dann aber jegliche Ausreden und so begab ich mich bei herrlichem Wetter auf meine Standardrunde an der Sieg. 16km in der Sonne, mein langes Laufshirt und die lange Hose waren wie Schwimmreifen im Babybecken: zuviel des Guten.
Ansonsten war es natürlich ein schöner Lauf, von mir aus können die Temperaturen so bleiben.

Abteilung sonstiges
Ach ja, die Fussbalbundesliga hat wieder begonnen und damit auch die Tipprunde, an der ich seit Jahren mit sinkendem Erfolg teilnehme. Ursache für diesen Abwärtstrend könnte sein, dass ich das Fernsehfussballgeschehen in den letzten auch nur noch mit ebenfalls fallendem Interesse verfolge. Eine ganze Sportschau am Samstag habe ich in den vergangenen Jahren jedenfalls nicht mehr verfolgt. Aber egal, nachdem ich letzte Woche mal wieder geschickt um sämtliche richtigen Ergebnisse herumgetippt habe, kann ich dieses Mal schon drei Volltreffer aufweisen. Zum Tagessieg und damit ungeahnten Gewinnsummen (na ja..) wird es natürlich trotzdem nicht reichen...

Montag, 4. Februar 2008

De Zoch kütt

Der Zunft der Zahnärzte stehen mal wieder goldene Zeiten ins Haus. Zumindest kann man das erwarten, wenn man die Mengen an klebrigen, süßen Sachen bedenkt, die auf den Karnevalszügen so geschmissen werden.
Aus der Vielzahl der Troisdorfer Züge haben wir uns mal wieder die drei herausgepickt, die am besten zu Fuss erreichbar waren.
Den Anfang macht traditionell am Samstag der Zug im Gleisdreieck, wo Beate und Stefan ihre Garage sowie Kaffee und sonstige Getränke zur Verfügung stellten.

Kalt war es und windig, aber wenigstens hat sich der Schnee vom Vormittag wieder verzogen. Mit heissem Kaffee und lauter Musik ist es aber gut zu ertragen. Erfahrungsgemäß kommt der Zug viel später als erwartet und doch blickt man immer wieder ungeduldig die Strasse hinauf und ist hocherfreut, wenn das vorherfahrende Polizeifahrzeug endlich in Sicht kommt.
Die 140 Zugteilnehmer lassen sich nicht lumpen und füllen die mitgebrachten Taschen in Windeseile. Die schicken Kostüme reichen von Bauer sucht Frau bis hin zu den Piraten. Nach gut zwanzig Minuten ist alles vorüber, insgesamt ein toller Auftakt.

Sonntags stand dann der Troisdorfer Hauptzug auf dem Programm. Dieser dauert immerhin anderthalb Stunden und macht schon gut was her. Klar, kein Vergleich zu den wirklich großen Zügen in Köln, aber für den Hausgebrauch reicht es allemal. Nach dem Prinzenwagen war ich persönlich dann auch ganz dankbar, wieder nach Hause gehen zu können.
Und viele kleine Gruppen ist sicher nicht schlechter als eine halbe Stunde rote Funken, gefolgt von einer halben Stunde blauen Funken, gefolgt von einer halben Stunde.....
Ach ja, das Wetter war übrigens bestens. Sonne und nicht zu kalt, was will das Fussvolk mehr?

Heute dann schliesslich der Abschluss, zumindest für mich. Der Karnevalszug von Hütte. Hatten wir bis dahin ziemliches Glück mit dem Wetter gehabt, so fing es doch tatsächlich pünktlich zum Start des Zuges an zu regnen.
Der Stimmung tat das natürlich keinen (naja, kaum) Abbruch und so machten alle das Beste daraus. Rein in die Garagen und raus mit den Regenschirmen. Schade war es nur um die vielen Kamelle, die in Pfützen untergingen und gleich dem Kehrwagen zum Opfer fielen.