Da war es wieder. Seit vielen Jahren verpasse ich kaum eine Folge von Aktenzeichen XY ungelöst. Gestern war die fahndungsfreie Winterzeit endlich vorüber. Volle eineinhalb Stunden ungelöster Kriminalfälle. Nicht, dass ich jemals einen sachdienlichen Hinweis hätte geben können, aber man weiss ja nie...
Wahrscheinlich ist es der Nervenkitzel der mich an der Mattscheibe hält, das ungute Gefühl, hinter jeder Tür, hinter jedem Geräusch könnte sich eine unbekannte Person mittleren Alters verbergen. Auf jeden Fall achte ich nach der Sendung immer gut darauf, dass alles auch wirklich abgeschlossen und verriegelt ist.
Der Macher und langjährige Moderator Eduard Zimmermann ist natürlich nicht zu ersetzen, aber Rudi Cerne (ja, der Eiskunstläufer) gibt sich alle Mühe auch entsprechend ernst und bedrohlich dreinzuschauen. So ganz gelingt es ihm nicht, aber wenigstens die Kommissare sind noch genauso fernsehunerfahren wie eh und jeh.
Vielleicht gucke ich auch eben wegen dieser Kommissare, im weiteren Bekanntenkreis habe ich schliesslich ein oder zwei, doch keiner hat es bisher in die Sendung geschafft. Auf der anderen Seite der Fälle, möchte ich natürlich nie einen Bekannten sehen.
Aber wenn auch nur ein Fall durch die Sendung gelöst werden kann, hat sie ihren Zweck ja schon erfüllt und die Macher werden es verzeihen, wenn man über die Filmfälle mal schmunzelt. Und ich für meinen Teil versuche zumindest, mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen.
Apropos Laufen, fürs Wochenende steht wieder eine gaaanz lange Einheit auf dem Programm. Da konnte ich gestern und heute mit einigermassen gutem Gewissen faulenzen.
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