Begonnen wurde mit der Ruine der Burg Drachenfels, auch bekannt als höchster Berg Hollands und Zwischenstation fast aller unserer Siebengebirgsläufe. Die Nachricht an sich ist zwar nicht mehr ganz neu, dafür aber unsere Digitalkamera, die ich nun endlich auch auf die Läufe mitnehmen kann.
Ich bin sehr gespannt, wie die Verhüllungsaktion weitergeht und schlage als nächstes Objekt gleich mal die Löwenburg vor. Warum Christo und Jeanne-Claude allerdings unter dem Decknamen "Landesdenkmalbehörde" arbeiten ist mir bislang unklar geblieben.
Natürlich bin ich nicht zufällig im Siebengebirge gewesen oder etwa um Kulturpunkte zu sammeln, nein, es ging ums schlichte Kilometerfressen.
Vierzig sollten es heute werden, denn inzwischen habe ich auch ein erstes läuferisches Ziel für 2009 gefunden. Ostermontag werden wir am Lauf um Texel teilnehmen, 60km einmal um die Insel, Gegenwind dürfte damit garantiert sein und Laufen über Sandstrand klingt auch nicht gerade nach Spaziergang.
Der heutige Trainingslauf startete kurz vor dem Morgengrauen an der Bonner Kennedybrücke. Da im Siebengebirge noch Reste von Schnee und vor allem glatte Wege zu befürchten waren, ging es erstmal ein Stück zurück und dann über die Nordbrücke auf die andere Rheinseite. Das Flachstück bis Königswinter konnte so immerhin schon mal auf etwa 17 km ausgedehnt werden.
Dort beginnt einer der Anstiege zum Drachenfels, der Eselsweg, und das gleich richtig heftig. Ich habe das Gefühl, das Foto verharmlost die Qualität des Anstiegs etwas...
Dafür wird man dann oben normalerweise mit einer schönen Aussicht belohnt. Heute hatten wir jedoch ein etwas trübes Wetter, dementsprechend war der Ausblick auch nicht so berauschend.
Leider auch nicht so berauschend war die Laufqualität der normalen Laufwege. Alles, was nicht Strasse hiess, war mehr eine Rutschbahn, so dass wir kurzerhand beschlossen, wieder runter zum Rhein zu laufen und die 40km flach zu vollenden.
Dazu musste allerdings noch ein extra Schlenker in Bonn gelaufen werden, der uns zwei weitere Brückenquerungen einbrockte.
Nach gut viereinhalb Stunden waren wir dann wieder an der Kennedybrücke, erschöpft, aber zufrieden. Für Januar hat das schon ganz gut geklappt, die nächsten Läufe gehen dann durch die Wahner Heide, Sandtraining, gell ;-)
6 Kommentare:
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Christo und Jeanne-Claude seit Jahrzehnten versuchen, den Kölner Dom einzuhüllen? Irgendwie werden die damit aber nie fertig, scheint an der Mentalität der Kölner zu liegen. Immer ist irgendwo ein Teil verhüllt und dann geht es nicht weiter. Schlampig finde ich das.
40km an einem Samstag, nicht schlecht! Viel Spaß noch bei der Vorbereitung.
PS: hembousn soll ich als Worbestätigung eingeben. Wattn datt?
Texel klingt cool - und der Lauf hat ganz bestimmt so einiges zu bieten. Du musst nur aufpassen, dass Du nicht aus Versehen auf die zweite Runde gehst...
Der Anstieg übrigens wirkt tatsächlich relativ harmlos. Aber wer schon mal laufend im Siebengebirge war, weiss Bescheid...
Und was bitte ist "unornie"? Das soll nämlich ich eingeben...
@Anja: bei jedem Köln Besuch rate ich, welcher Teil diesmal verhüllt ist...
@LocalZero: Glücklicherweise starten die 120km-Läufer schon lange vor uns Halbstarken. Ich muss nur die richtige Richtung erwischen.
Die Begriffe "hembousn" und "unornie" werde ich am besten an "Genial Daneben" mit Hugo Egon Balder weiterleiten. Die haben bestimmt Erklärungen...
Christo und Jeanne-Claude im Siebengebirge - äh - das macht mich schon ein wenig neugierig, da ich Fan dieser beiden bin, sieht zwar fast aus wie ein Werk der beiden, aber ich glaube, mit solchen peanuts würden sie sich doch nicht aufhalten.
Texel - ein bekannter von mir lief dort jahrelang, muss sehr schön und zugleich sehr anspruchsvoll sein.
Wer wie ich am Meer wohnt,weiß was es heißt Gegenwind und Sand spüren zu müssen.
Bin gespannt, was du zu erzählen hast, aber bis dahin wird noch fleißig weiter trainiert !
@ultaristgut: ich habe in der Tat ziemlichen Respekt vor dem Lauf in Texel. Einmal um die Insel heisst ja fast automatisch irgendwo gibt es Gegenwind.
Und auf Sand zu laufen ist auch nicht spassig. Bei Troisdorf gibt es die Wahner Heide mit einigen Sandflächen, das wird wohl mit auf den Trainingsplan müssen.
Derzeit hält sich mein Fleiss allerdings in Grenzen, aber wenigstens schaffe ich am Wochenende fast immer einen langen Lauf.
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