Sonntag, 1. Februar 2009

Zu wenig

Nachdem ich mich in den letzten Wochen immer mit einem langen Lauf am Wochenende über die 50km Grenze retten konnte, ist diese Woche mal wieder unter der Abteilung "zu wenig" einzusortieren.
Meinen 12 Kilometern vom Mittwoch konnte ich heute nur noch 19 hinzufügen und schaffe somit gerade mal die 30-Kilometermarke. Einen wirklichen Grund habe ich dafür irgendwie gar nicht, Faulheit vielleicht.
Ab nächster Woche gehts aber wieder los....

Dafür hatte ich heute morgen wenigstens schönes Laufwetter. Ein bischen kalt war der Wind, aber das sieht man auf den Fotos ja nicht.

Zunächst ging es wie so häufig über den Siegdeich in Richtung Mondorf, wo ich auch gleich mal die Rheinfähre fotografieren konnte. Ich hoffe, die Fähre nach Texel ist etwas seetauglicher oder gibt's da schon eine trockene Verbindung zum Festland?

Ein paar Meter weiter ist man dann auch schon an der Siegmündung und kann schauen, ob noch Wasser im Rhein ist...
Danach ging es dann die gleiche Strecke wieder zurück, jegliche Schlenker zur Streckenverlängerung habe ich mir geschenkt.

Heute Nachmittag stand dann noch ein Besuch im Deutschen Museum auf dem Programm. Natürlich nicht das original in München, sondern der kleine Ableger in Bonn. Der ist nur ein Bruchteil so groß wie das Stammhaus, aber mit Kindern kann man gut ein oder zwei Stunden darin verbringen. Am besten mit einer der Führungen, denn alleine hat man recht schnell alles gesehen, vor allem, wenn man nicht in die Details gehen will.

Dienstag, 27. Januar 2009

Fremdgesteuert

Nur mal kurz:

Bisher dachte ich immer, die Eltern entscheiden und die gerade Fünfjährigen folgen.
Wenn ich auf unseren Kalender für März schaue, habe ich das Gefühl, hier probt jemand den Aufstand.

Vorschreiben musste allerdings noch die Mama....

Sonntag, 25. Januar 2009

Morgenstund ist ungesund

Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass es mindestens zwei Qualitätslevels von Dik Brown's "Häger der Schreckliche" gibt.
Ich selbst besitze drei Taschenbücher und habe mir zur Absicherung meiner Vermutung ein weiteres ("Morgenstund ist ungesund") aus der Bücherei ausgeliehen. In diesen vier Büchern finden sich jede Menge Cartoons, die ich wirklich witzig finde und bei denen ich teils laut loslache.
Diese Bücher sind für mich ganz klar Klasse A.

In unserer Tageszeitung ist ebenfalls jeden Tag ein Hägar abgedruckt. Im Gegensatz zu den Büchern schaffe ich hier aber allenfalls ein müdes Lächeln und das auch nur selten.
Meine Theorie ist, die Zeitungsverlage können beim Autor verschiedene Qualitäten bestellen, je nach Preis mal mehr, mal weniger lustig. Die Rundschau hat da vermutlich nicht mehr viel Einsparpotential.

Für den ebenfalls täglich erscheinenden Cartoon über Wurzel, einen Hund, zahlt der Verlag demnach noch weniger oder gar nichts. Darüber konnte ich nämlich im ganzen letzten Jahr nicht ein einziges Mal lachen und eigentlich bin ich keiner, der zum Lachen in den Keller geht.


Gelaufen bin ich am Wochenende übrigens auch. Zweimal und das in aller Herrgottsfrühe. Irgendwie habe ich wohl mal geäußert, frühes Aufstehen mache mir nichts aus. Derzeit überlege ich, diese Aussage zu widerrufen.

Los ging's am Samstag um 6:30. Eine schnelle Siegrunde mit Michael, 20km im Schnitt unter 5:00 min/km. Kurz nach acht haben wir uns dann mit Gaby, Elke, Martin und Jörg(?) getroffen, die 35km laufen wollten. Um diese Uhrzeit ging an der Sieg gerade die Sonne auf.....

Glatt war es trotzdem noch und so war es recht schwierig zu laufen. So etwa nach 13km dieses zweiten Abschnitts, jetzt im 6er-Schnitt, habe ich mich dann verabschiedet und bin nach Hause gelaufen. Am Ende hatte ich 37km auf der Garmin und das Tagesziel erreicht.

Heute morgen hatte Michael etwas mehr Gnade mit mir und schlug 7:00Uhr als Startzeit vor. Irgendwie machte es das Aufstehen aber nicht leichter und ich wäre liebend gerne liegengeblieben. Michael hatte 43km auf dem Programm, für mich sicher zu viel, also war klar, dass ich wieder nur ein Teil mit ihm zusammen laufen konnte und wollte. 17km waren für mich lang genug, damit konnte ich mit zwei Trainingseinheiten mehr als 50km ins Büchlein schreiben.
Für Texel natürlich zu wenig, aber es sind ja noch elf Wochen....

Der Vorteil des frühen Laufens ist, dass man rechtzeitig zum Frühstück wieder zuhause ist und den Sonntag noch geniessen kann. Insofern hat Morgenstund vielleicht doch auch etwas Gold im Mund.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Frische Berliner und armer Zitronentee

Vor unserer Stammbäckerei entdeckte ich heute ein Schild, auf dem stand:
"Diese Woche frische Berliner Backwaren"
Bekommen wir also in den restlichen Wochen des Jahres nur altes Zeugs?
Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Vielleicht denke ich ja morgen oder übermorgen daran.

Hätte ich die Kamera dabeigehabt, wäre jetzt auch ein Foto vom Aldi online. Dort war ich nämlich um löslichen Zitronentee zu kaufen. Den trinke ich schon seit fast 40 Jahren, heute vorzugsweise beim Laufen. Im Winter warm , im Sommer kalt.
Doch im Regal steht nicht mehr die alte zylindrische Form mit gelbem Deckel, sondern was moderneres. Na gut, man muss halt mit der Zeit gehen und nach 40 Jahren sind die alten Maschinen vielleicht kaputtgegangen.
Auf den zweiten Blick entdecke ich dann aber einen kleinen roten Aufdruck, der mich fast umfallen lässt.
Voller Stolz wird mit einer 50-prozentigen Kalorienreduzierung geworben und zwar durch Einsatz von Zuckerersatzstoffen.
Erstens graut es mir vor einem Geschmackserlebnis wie beim Cola-Light trinken, zweitens kann ich dieses ganze light und fettreduzierte nicht mehr sehen und drittens will ich beim Laufen gerade die Kalorien haben, die hier rausentwickelt worden sind.
Also schnell ein paar Negerküsse eingepackt (natürlich nicht die Lightversion) und ohne Zitronentee nach Hause gegangen.

Dienstag, 20. Januar 2009

Mitleid mit den notleidenden Banken

Im Radio wurde heute das Unwort des Jahres 2008 verkündet. Die "notleidenden Banken" haben diese "Ehrung" zweifellos verdient.
Insbesondere hat mich die Begründung beeindruckt. Der Bergiff kehre Ursache und Folgen der Weltwirtschaftskrise um. Während die Steuerzahler (und das sind wir) Milliardensummen zur Rettung der Banken aus ihrer selbstgemachten Finanzkrise aufbringen müssen, werden die Banken als Opfer dargestellt.
Beinahe hätte ich schon Mitleid mit den Investmentbankern gehabt...

Samstag, 17. Januar 2009

Christo und Jeanne-Claude verhüllen das Siebengebirge

Nach dem großen Erfolg der Reichstagsverhüllung vor einigen Jahren, planen Christo und Jean-Claude offensichtlich das gesamte Siebengebirge zu verhüllen.


Begonnen wurde mit der Ruine der Burg Drachenfels, auch bekannt als höchster Berg Hollands und Zwischenstation fast aller unserer Siebengebirgsläufe. Die Nachricht an sich ist zwar nicht mehr ganz neu, dafür aber unsere Digitalkamera, die ich nun endlich auch auf die Läufe mitnehmen kann.
Ich bin sehr gespannt, wie die Verhüllungsaktion weitergeht und schlage als nächstes Objekt gleich mal die Löwenburg vor. Warum Christo und Jeanne-Claude allerdings unter dem Decknamen "Landesdenkmalbehörde" arbeiten ist mir bislang unklar geblieben.

Natürlich bin ich nicht zufällig im Siebengebirge gewesen oder etwa um Kulturpunkte zu sammeln, nein, es ging ums schlichte Kilometerfressen.
Vierzig sollten es heute werden, denn inzwischen habe ich auch ein erstes läuferisches Ziel für 2009 gefunden. Ostermontag werden wir am Lauf um Texel teilnehmen, 60km einmal um die Insel, Gegenwind dürfte damit garantiert sein und Laufen über Sandstrand klingt auch nicht gerade nach Spaziergang.

Der heutige Trainingslauf startete kurz vor dem Morgengrauen an der Bonner Kennedybrücke. Da im Siebengebirge noch Reste von Schnee und vor allem glatte Wege zu befürchten waren, ging es erstmal ein Stück zurück und dann über die Nordbrücke auf die andere Rheinseite. Das Flachstück bis Königswinter konnte so immerhin schon mal auf etwa 17 km ausgedehnt werden.
Dort beginnt einer der Anstiege zum Drachenfels, der Eselsweg, und das gleich richtig heftig. Ich habe das Gefühl, das Foto verharmlost die Qualität des Anstiegs etwas...

Dafür wird man dann oben normalerweise mit einer schönen Aussicht belohnt. Heute hatten wir jedoch ein etwas trübes Wetter, dementsprechend war der Ausblick auch nicht so berauschend.

Leider auch nicht so berauschend war die Laufqualität der normalen Laufwege. Alles, was nicht Strasse hiess, war mehr eine Rutschbahn, so dass wir kurzerhand beschlossen, wieder runter zum Rhein zu laufen und die 40km flach zu vollenden.
Dazu musste allerdings noch ein extra Schlenker in Bonn gelaufen werden, der uns zwei weitere Brückenquerungen einbrockte.
Nach gut viereinhalb Stunden waren wir dann wieder an der Kennedybrücke, erschöpft, aber zufrieden. Für Januar hat das schon ganz gut geklappt, die nächsten Läufe gehen dann durch die Wahner Heide, Sandtraining, gell ;-)

Donnerstag, 1. Januar 2009

Lahmgelegt

Ich wünsche allen Lesern ein frohes, gesundes neues Jahr 2009.

Hoffentlich seid Ihr alle gut reingerutscht und habt nicht allzuviel Unsinn angestellt.

Bei uns war der Jahreswechsel eine eher trübsinnige Angelegenheit. Unser kleiner Sohnemann kämpft seit Sylvester Morgen mit irgendeinem Infekt, der ihn ziemlich lahmgelegt hat. Gestern war er kaum wach, hatte Fieber und ist auch heute noch weit davon entfernt, Spass am neuen Jahr zu haben.

So kam erst gar keine große Feierstimmung auf und zu guter Letzt waren wir dann um zehn im Bett. Meine Frau erzählte mir heute morgen, es sei ordentlich gefeuerwerkt worden. Ich habe davon nix mitbekommen, wenn ich schlafe, dann richtig.

Auch das Aufstellen guter Vorsätze habe ich verpennt, aber wenn mir noch was einfällt, schreibe ich es gleich hier rein...